Kostenlose SSL-Zertifikate: Die drei häufigsten Fragen

Ab 3. Dezember ist es endlich soweit: Let’s Encrypt geht an den Start. Seit wir die Zusammenarbeit mit der kostenlosen Zertifizierungsstelle angekündigt haben, erreichen uns viele Anfragen zum Thema. Die drei häufigsten Fragen zu Let’s Encrypt beantworten wir im heutigen Blogpost.

Kostenlose SSL-Zertifikate sind bald der neue Standard.

Kostenlose SSL-Zertifikate sind bald der neue Standard.

Let’s Encrypt-Zertifikate sind nur 90 Tage lang gültig. Muss ich ständig mein Zertifikat verlängern lassen?

Let’s Encrypt nennt selbst zwei Gründe für den 90-Tage-Turnus.

1.
Ihr Let’s Encrypt-Zertifikat wird von uns völlig automatisch verlängert. Die kurze Laufzeit von SSL-Zertifikaten fördert diese Automatisierung. Es ist an der Zeit, dass Verschlüsselung vereinfacht und automatisiert wird. Nur so kann die Verbreitung von verschlüsselter Kommunikation vorangetrieben werden.
2.
Wird ein Zertifikat missbraucht oder ein privater Schlüssel entwendet, ist dies dank der kurzen Laufzeit der Zertifikate maximal 90 Tage möglich. Zwar bestehen Mechanismen, um im Ernstfall Zertifikate für ungültig zu erklären. Diese sind aber in den meisten Anwendungen schlecht integriert, weshalb diese sogenannte «Certificate-Revocation» in Fachkreisen kritisch beäugt wird.

Können jetzt auch Kriminelle ihre Phishing-Sites verschlüsseln? Bringen SSL-Zertifikate dann noch Vorteile?

Let’s Encrypt hat ausführlich zum Thema Stellung genommen und erklärt, was die Zertifizierungsstelle gegen Missbrauch von SSL-Zertifikaten unternimmt.

Zertifizierungsstellen eignen sich grundsätzlich schlecht, um im Kampf gegen Phishing und Malware eine führende Rolle einzunehmen. Die grosse Anzahl an verschiedenen Zertifizierungsstellen führt dazu, dass sich Kriminelle immer das schwächste Glied in einem solchen Verbund aussuchen. Let’s Encrypt gehört dank Transparenz und Offenheit bestimmt nicht zu den bevorzugten Zielen böswilliger Angreifer, die im Versteckten operieren. Nichtsdestotrotz hat Let’s Encrypt Prüfmechanismen eingebaut, die unter anderem auf die Google Safe Browsing API zurückgreifen. Den Browserherstellern kommt in dieser Frage eine ganz zentrale Rolle zu. Positiv, dass mit Mozilla einer der grössten Browserhersteller zu den treibenden Kräften hinter Let’s Encrypt gehört.

Von der Verschlüsselung von Kommunikation einmal abgesehen, bringen SSL-Zertifikate auch Geschwindigkeitsvorteile. HTTP/2, die neue, schnelle Version des Verbindungsprotokolls für Websites, wird von Browsern nämlich nur über verschlüsselte Verbindungen genutzt. Dass Google die Verschlüsselung von Websites als positiven Faktor in sein Suchresultate einfliessen lässt, ist ebenfalls nicht zu verachten.

Sind kostenpflichtige SSL-Zertifikate sicherer?

In technischer Hinsicht unterscheiden sich kostenlose Zertifikate wie jene von Let’s Encrypt und Zertifikate, die viele hundert Franken pro Jahr kosten, in keinster Weise. Die Kommunikation zwischen Website und Browser ist mit beiden Zertifikaten genau gleich sicher verschlüsselt.

SSL-Zertifikate werden jedoch in drei Klassen unterteilt, die sich in gewissen Merkmalen unterscheiden:

  • Domain-Validated-Zertifikate (DV)
  • Organisation-Validated-Zertifikate (OV)
  • Extended-Validated-Zertifikate (EV)

Let’s Encrypt stellt DV-Zertifikate aus, bei denen geprüft wird, ob der Zertifikate-Antragssteller die Kontrolle über die zu sichernde Domain beweisen kann. Dieser Vorgang lässt sich vollständig automatisieren, trotzdem waren DV-Zertifikate bis anhin (mit Ausnahmen) kostenpflichtig und in den meisten Fällen überteuert. Ein DV-Zertifikat beweist dem Website-Besucher, dass er sich auf der Website befindet, die er besuchen wollte. Dazu ist im Zertifikat die Domain hinterlegt, zu der die Kommunikation verschlüsselt wird. Browser signalisieren die so verschlüsselte Verbindung mit einem Schloss-Symbol.

Bei der Ausstellung von OV- und EV-Zertifikaten prüft die Zertifizierungsstelle zusätzliche Informationen über den Zertifikatbesitzer, zum Beispiel ob dieser im Handelsregister eingetragen oder die angegebene Telefonnummer erreichbar ist. OV-Zertifikate enthalten denn auch nicht nur die gesicherte Domain sondern weitere Informationen zur Organisation, der das Zertifikat gehört. EV-Zertifikate werden in Browsern zusätzlich mit visuellen Merkmalen wie einem grünen Balken dargestellt.

Bonusfrage: Wäre nicht «TLS-Zertifikate» der korrekte Begriff?

Doch, denn die Bezeichnung SSL ist eigentlich hoffnungslos veraltet. Das SSL-Protokoll (Secure Sockets Layer) wurde bereits 1999 durch TLS (Transport Layer Security) abgelöst. Konsequenterweise müssten wir also von TLS-Verschlüsselung und TLS-Zertifikaten sprechen.

Das Thema wird bei uns im Team heiss diskutiert. Wir haben uns vorerst darauf geeinigt, weiterhin den Begriff SSL-Zertifikate zu verwenden. Dieser Begriff ist etabliert und für die meisten Leute verständlicher, wie die vergangenen 16 Jahre bewiesen haben.

Wenn Sie mit uns in Kontakt stehen, dürfen Sie SSL-Zertifikate ungeniert TLS-Zertifikate nennen. Dem entsprechenden Mitarbeiter wird das mit Bestimmtheit ein Lächeln ins Gesicht zaubern ;)

5 Gründe, warum ein Flat-File-CMS die bessere Wahl als WordPress und Co. sein kann

Vor einiger Zeit haben wir Ihnen drei Flat-File-CMSe vorgestellt. Aber warum sollte man überhaupt ein Flat-File-CMS einsetzen? Wir haben fünf Gründe zusammengetragen, die für den Vorzug gegenüber herkömmlichen, datenbankbasierten Content-Management-Systemen sprechen.

Ein Flat-File-CMS wie Grav ist blitzschnell installiert.

Ein Flat-File-CMS wie Grav ist blitzschnell installiert.

1. Geschwindigkeit

Mit Systemen, die nur auf Dateien basieren, muss der Webserver nicht auf Inhalte aus einer Datenbank warten. Das macht die meisten Flat-File-Systeme von Haus aus schneller als ihre datenbankbasierten Pendants. Nicht verwunderlich, dass die besten Caching-Lösungen für WordPress und Co. im Grunde nichts anderes machen, als statische Dateien aus den Datenbankinhalten zu generieren.

2. Sicherheit

Mit fehlender Datenbank fällt auch ein verbreiteter Angriffsvektor weg: SQL-Injections. Das kann ein Sicherheitsvorteil gegenüber datenbankbasierten Systemen sein. Schlussendlich kommt es aber hier auf die Codequalität eines Systems an, egal ob dieses datei- oder datenbankbasiert ist.

Flat-File-Systeme sind ausserdem noch lange nicht so verbreitet wie z.B. die Top-5-CMS unserer Kunden. Deshalb sind keine grossangelegten Angriffe auf Flat-File-CMSe zu erwarten – zumindest vorerst.

3. Einfaches Setup, auch lokal

Zugegeben, auf einem unserer Webhosting-Pakete ist es dank dem Scriptcenter kinderleicht, datenbankbasierte Systeme zu installieren. Lokal sieht die Sache anders aus. Zwar existieren Tools, die es einem einfach machen, ein Entwicklungssetup aufzubauen. Aber wer schonmal datenbankbasierte Systeme lokal aufgesetzt und das System dann auf ein Webhosting kopiert hat, weiss wie kompliziert diese Aufgabe sein kann.

Mit einem Flat-File-CMS müssen lediglich die Dateien des Systems auf ein Webhosting kopiert werden. Das Hantieren mit Datenbanken und Einstellungen entfällt.

4. Versionskontrolle und Backups

Ohne den Faktor Datenbank lässt sich eine Website viel einfacher per Git verwalten. Dem Kunden gefällt die neuste Version des Designs nicht? Eine Änderung erzeugt Fehler? Springen Sie einfach einen Commit zurück.

Backups lassen sich ebenfalls problemlos erstellen. Laden Sie das komplette Verzeichnis, in welchem sich Ihr Flat-File-CMS befindet, einfach per FTP herunter. Zudem lässt sich dieser Vorgang bestens automatisieren.

5. Simplizität

Verglichen mit den alteingesessenen Content-Management-Systemen sind Flat-File-CMSe weniger komplex und bieten einen beschränkteren Funktionsumfang. Damit sind sie zwar nicht für jeden Einsatzzweck geeignet. Für gefühlte 95% aller privaten und KMU-Websites reichen die Funktionen eines Flat-File-Systems allerdings völlig.

Welches Flat-File-CMS ist das richtige für mich?

Haben wir Ihr Interesse an einem Flat-File-CMS geweckt? Dann brauchen Sie jetzt nur noch das passende System zu wählen. Auf flatphile.co und in dieser Liste bei GitHub finden Sie eine grosse Auswahl an Content-Management-Systemen, die ohne Datenbank auskommen.

Mir persönlich hat es zurzeit das System Grav angetan, wie so oft ist das aber reine Geschmackssache. Falls Sie ganz generell auf der Suche nach einem alternativen System zu WordPress und Co. sind, finden Sie in unserem Blogbeitrag 5 Content-Management-Systeme, die Sie vielleicht noch nicht kennen weitere Inspiration. Viel Spass beim Testen :)

HTTP/2: Neuer Raketenantrieb fürs Web – so gelingt Ihnen der Start

Mit HTTP/2 steht Webentwicklern eine Veränderung ins Haus, die es in sich hat. Bewährte Performance-Tricks werden über den Haufen geworfen und Workflows bei der Entwicklung von Webapplikationen dürfen angepasst werden. Wir zeigen, in welchen Bereichen ein Umdenken angesagt ist und warum das für Ihre Website gut ist.

HTTP/2: Raketenantrieb fürs Web

Die Geschichte von HTTP/2

HTTP, also das Hypertext Transfer Protocol, ist für digitale Verhältnisse uralt. Es wurde 1991 eingeführt und trägt seit 1999 die Versionsnummer 1.1. Entwickelt wurde es unter anderem von Tim Berners-Lee, dem Vater des World-Wide-Webs.

Seit 16 Jahren hat sich an dieser Technologie, die für die Übertragung von Websites genutzt wird, nicht viel verändert. Web- und Computerriesen wie Google und Microsoft begannen deshalb, eigene Nachfolger für HTTP/1.1 zu entwickeln.

Die grössten Wellen schlug dabei Google mit seinem Protokoll SPDY (ausgesprochen Speedy), welches nun auch als Basis für HTTP/2 dient. Der HTTP/2-Standard wurde von der Internet Engineering Taskforce (IETF) im Mai 2015 verabschiedet. Der Rakete HTTP/2 ist damit auch ganz offiziell der Start geglückt.

Bandbreite vs. Latenz

Quelle

Vergleich des Einflusses von steigender Bandbreite gegenüber sinkender Latenz auf Website-Ladezeiten. Quelle: Ilya Grigorik

Das Hauptziel hinter HTTP/2 ist die Vermeidung von Zeitverlusten durch Latenz. Untersuchungen haben gezeigt, dass ab einer Bandbreite von 5 Mbit/s keine grossen Geschwindigkeitsverbesserungen mehr erreicht werden.

In der Schweiz beträgt die durchschnittliche Bandbreite eines Internetanschlusses 15,6 Mbit/s. Der globale Durchschnitt liegt bei 5,1 Mbit/s.


— Quelle: Akamai’s State of the Internet

Die Verringerung der Latenz bringt hingegen linear Verbesserungen, wenn es um die Ladezeiten von Webseiten geht.

Während auch bei mobilen Verbindungen die Bandbreiten in den letzten Jahren in die Höhe geschnellt sind, sind Latenzen in mobilen 3G- und 4G-Netzwerken aufgrund des eingesetzten Radio Resource Controller (RRC) grundsätzlich höher als bei kabelgebundenen Anbindungen. Der Umschwung der Internetnutzung auf mobile Geräte macht die Verringerung von Latenzen, wie z.B. durch HTTP/2, umso nötiger.

Das macht HTTP/2 besser

Der neue Standard ist vollständig abwärtskompatibel, was die schnelle Verbreitung unterstützt. Die wichtigsten Verbesserungen gegenüber der Version 1.1 sind:

  • Kommunikation auf einem Kanal
    Bis anhin musste der Browser für jede einzelne Datei eine eigene TCP-Verbindung öffnen. Das erzeugte unnötigen Datenverkehr und drückte auf die Geschwindigkeit. Mit HTTP/2 wird die Kommunikation zwischen Browser und Server über eine einzige Verbindung abgewickelt.
  • Stream Dependency
    Die Kommunikation auf einem einzelnen Kanal benötigt eine gewisse Intelligenz im Hintergrund, damit sich die Datenpaketen nicht in die Quere kommen. Der Browser kann dem Server mitteilen, welche der zu ladenden Dateien für ihn wichtiger sind und die darum zuerst vom Server an den Browser geschickt werden sollen.
  • Kompression der Kopfzeilen
    Die sogenannten HTTP-Header beinhalten die wichtigen Zusatzinformationen zu der angeforderten Datei. HTTP/1.1 erzeugt hier viele redundante Daten, was unnötigen Datenverkehr produziert. Mit HTTP/2 lassen sich diese Header drastisch in der Grösse reduzieren. Damit müssen weniger Daten ausgetauscht werden.
  • Server Push
    Der Server kann dem Browser bereits Dateien schicken, bevor der Browser die entsprechende Dateien überhaupt angefordert hat. Das verhindert zeitintensive Roundtrips der Datenpakete zwischen dem Browser und dem Server.

Alte Hörner abstossen

HTTP/1.1. ist zwar bereits 16 Jahre alt, das Web wäre aber nicht das Web, hätten sich Webentwickler in der Zwischenzeit nicht mit Tricks beholfen.

Um die Nachteile von HTTP/1.1 zu umgehen, ist der Einsatz von Methoden wie CSS-Sprites, Code-Inlining oder Domain-Sharding gang und gäbe. Mit HTTP/2 sind solche Methoden nicht mehr nötig, um eine bessere Performance herauszuholen. In einigen Fällen sind sie sogar kontraproduktiv.

  • Concatenation und Sprites
    Das Problem des Head-of-Line-Blocking bei HTTP/1.1 wird mit Concatenation, also dem Zusammenführen von JavaScript- oder CSS-Dateien und dem Spriting von Bildern, dem Verpacken von unterschiedlichen Design-Elementen in einziges Bild, umschifft. Wer schon einmal Anpassungen an einem Sprite und dessen Ausrichtung via CSS machen musste, weiss wie mühsam diese Arbeit sein kann. Ganz zu schweigen von kleinen Änderungen an JavaScript-Code und CSS-Anweisungen, die dazu führen, dass das gesamte Dateipaket neu generiert werden und der Seitencache erneuert werden muss.

Mit HTTP/2 müssen keine Monsterdateien mehr erzeugt werden. Einzelne Dateien dürfen eigenständig bleiben, was die Entwicklung von komplexeren Webapplikationen wieder vereinfacht. Concatenation und Sprites lohnen sich mit HTTP/2 nur dann, wenn mit den Methoden spürbare Verbesserung bei der Kompression von Daten erzielt werden.

  • Resource-Inlining
    Eine weitere Methode, um das Head-of-Line-Blocking-Problem zu umgehen, ist das Resource-Inlining. Dabei werden JavaScript, CSS oder sogar Bilder (in hexadezimalem Format) Teil einer HTML-Datei. Die Dateien werden sowieso benötigt, also kann man sich die zusätzlichen Schlaufen für die Beschaffung der einzelnen Dateien damit sparen.

Mit HTTP/2 dürfen wieder granulierte Konstrukte gebaut werden, ohne dass mit Geschwindigkeitseinbussen gerechnet werden muss. Mit Server-Push lassen sich die Vorteile von Ressource-Inlining intelligenter lösen. Wie bei Concatenation und Sprites sprechen ausschliesslich Performancegewinne durch Kompression für den Einsatz der Ressource-Inlining-Technik bei HTTP/2.

  • Domain-Sharding
    Die bei HTTP/1.1 fehlende Möglichkeit des Multiplexings und die von Browsern limitierte Anzahl von möglichen gleichzeitigen Verbindungen pro Domain hat dazu geführt, dass viele Websites dem Browser vorgaukeln, statische Dateien wie Bilder seien an einem anderen Ort oder sogar in einem Content-Delivery-Network (CDN) gespeichert. Die Folge davon: Der Browser öffnet zusätzliche parallele Verbindungen zur Subdomain, wobei jede dieser Verbindungen Ressourcen wie Arbeitsspeicher, Prozessorzeit und co. kostet. Von der höheren Komplexität einer Webapplikation durch unterschiedliche Hostnamen ganz abgesehen.

Mit HTTP/2 ist Domain-Sharding nicht mehr nötig und kann sogar negative Auswirkungen auf die Performance haben.

Kann ich HTTP/2 schon nutzen?

HTTP/2 wird von den beliebtesten Browsern bereits unterstützt.

HTTP/2 wird von den beliebtesten Browsern bereits unterstützt. (Quelle: caniuse.com)

Während die populärsten Browser HTTP/2 bereits länger unterstützen, hat auf der Seite der Webserver-Hersteller die grosse Adaption erst in den letzten Monaten und Wochen stattgefunden. Die beiden Marktführer Apache und nginx unterstützen HTTP/2 in den aktuellen Versionen von Haus aus. Der von uns eingesetzte Webserver war der erste mit signifikantem Marktanteil, der HTTP/2 für seine Benutzer verfügbar gemacht hat.

Ist Ihre Website mit einem SSL/TLS-Zertifikat verschlüsselt und damit per HTTPS erreichbar, nutzen die Besucher Ihrer Website bereits HTTP/2. War der Einsatz eines SSL/TLS-Zertifikats für Sie bislang kein Thema, werden Sie spätestens mit der Lancierung von Let’s Encrypt per Mausklick und ohne zusätzliche Kosten von HTTP/2 profitieren können.

Machen Sie den Test

Ob eine Website per HTTP/2 ausgeliefert wird, lässt sich mit Browser-Plugins oder in den eingebauten Entwickler-Tools überprüfen. Wir können für Chrome und Firefox diese beiden Plugins empfehlen:

Was HTTP/2 an Geschwindigkeit bringen kann, zeigen Demo-Seiten wie diese von Akamai.

Möchten Sie sich weiter in das Thema einlesen? Dann bietet sich die HTTP/2-Website der IETF HTTP Working Group als erste Anlaufstelle an. Wenn es auch ein bisschen technischer sein darf, lohnt sich ein Blick in das Buch High Performance Browser Networking von Ilya Grigorik.

SFTP oder FTPS: Beide sicher, aber welches Protokoll soll ich wählen?

Wir unterstützen seit einigen Tagen, neben SFTP, auch FTPS als sichere Option, um Ihre Daten verschlüsselt an Ihr Webhosting oder Cloudserver zu übertragen. Nun stellt sich die Frage: Welches der beiden Protokolle soll ich nutzen?

SFTP oder FTPS? Beide sicher. (Bildquelle)

SFTP oder FTPS? Beide sicher. (Bildquelle)

SFTP und FTPS, ist das nicht das Gleiche?

Abkürzungen im Internet sind so eine Sache. Wer kann sich schon all diese Akronyme merken? Der Buchstabe «S» signalisiert meistens Sicherheit und Verschlüsselung. Und das ist auch bei FTPS und SFTP nicht anders.

Ausgeschrieben bedeuten die beiden Abkürzungen folgendes:

  • SFTP steht für «SSH File Transfer Protocol» und beschreibt das Dateitransfer-Protokoll, welches sich im Untergrund das Verbindungsprotokoll «Secure Shell (SSH)» zu Nutze macht. Damit profitiert SFTP vom verschlüsselten Kanal, der bei einer SSH-Verbindung aufgebaut wird.
  • FTPS steht für «File Transfer Protocol over SSL» und müsste heutzutage eigentlich FTPT (FTP over TLS) heissen. Wie es der Name verrät, sorgen bei FTPS SSL/TLS-Zertifikate für die Verschlüsselung. Wir unterstützen FTPS zurzeit im Modus «Explizit», bei dem die Verschlüsselung explizit vom Client (z.B. Ihrem FTP-Programm) angefordert werden muss.

Zugangsdaten verschlüsselt übertragen: immer

Sie sollten Zugangsdaten grundsätzlich immer verschlüsselt übertragen. In Sachen Sicherheit können Sie bei der Wahl zwischen SFTP und FTPS nichts falsch machen. Ihre Kommunikation ist in beiden Fällen verschlüsselt und damit vor unerwünschten Blicken sicher.

Wir empfehlen die beiden Protokolle für folgende Anwendungszwecke:

  • SFTP
    Dank SSH-Keys müssen Sie sich nicht unzählige Passwörter merken. SFTP eignet sich damit vor allem für Nutzer, die viele verschiedene Webhosting-Accounts verwalten.
  • FTPS
    FTPS sollte in jenen Fällen zum Einsatz kommen, in denen eine SFTP-Nutzung nicht möglich ist. Da SFTP nur mit dem Hauptbenutzer eines Webhosting-Accounts funktioniert, kommt für alle zusätzlichen FTP-Benutzer nur FTPS in Frage.

Mehr Sicherheit durch zusätzliche FTP-Benutzer?

Zusätzliche FTP-Benutzer haben ausschliesslich Zugriff auf das public_html-Verzeichnis bzw. einen definierten Unterordner. Systemdaten und E-Mails bleiben für den Benutzer unsichtbar. Damit eignen sich zusätzliche FTP-Benutzer perfekt, um einem beauftragten Designer oder Entwickler Zugang zu einem Website-Projekt zu geben. Doch Achtung: Wird mit einem zusätzlichen FTP-Benutzer Schadsoftware auf den Server geladen, ist dies genau so gefährlich, wie wenn dies über den Hauptbenutzer geschieht. Vergeben Sie darum auch für zusätzliche FTP-Benutzer unbedingt starke Passwörter.

Je unprivilegierter desto besser

Ein Grundsatz der Informationssicherheit lautet «Eingeschränkte Benutzerkonten verwenden». Wenn Sie Zugänge zu Ihrem Webhosting erstellen, sollten die entsprechenden Nutzer nur so viele Rechte erhalten, wie für deren Aufgaben nötig sind. Dieser Grundsatz lässt sich auch auf die eigenen Benutzerkonten anwenden. Erstellen Sie also selbst für den Eigengebrauch einen zusätzlichen FTP-Benutzer und verwenden Sie diesen, anstatt sich mit dem Hauptbenutzer einzuloggen. Sollte der Ernstfall eintreten und der Benutzer ist kompromittiert, sind die Ausmasse des Schadens meist geringer als wenn der Hauptbenutzer betroffen wäre.

.pro, die Domainendung für Profis und 3 weitere neue TLDs bis Ende 2015

Bis Ende Jahr gelangen noch vier neue Top-Level-Domains in den freien Verkauf, wobei eine davon gar nicht so neu ist. Die Domainendung .pro existiert seit 2002 und war bisher Mitgliedern von bestimmten Berufsgruppen vorbehalten. Am 16. November 2015 werden diese Restriktionen nun aufgehoben und .pro-Domains können ohne spezielle Einschränkungen registriert werden.

Nebst .pro gelangen bis Ende Jahr ausserdem die Endungen .sex, .trading und .earth in den freien Verkauf. Im Januar 2016 werden dann voraussichtlich neun neue Domainendungen an den Start gehen.

04.11.2015

Domain CHF EUR USD GBP
.sex 99.90 99.90 103.90 62.90

09.11.2015

Domain CHF EUR USD GBP
.trading 99.90 99.90 103.90 62.90

16.11.2015

Domain CHF EUR USD GBP
.pro 29.90 29.90 30.90 18.90

19.11.2015

Domain CHF EUR USD GBP
.earth 39.90 39.90 41.90 25.90

Wichtige Hinweise

Alle Preise gelten für eine Vertragsdauer von einem Jahr. Preisänderungen und Irrtum sind vorbehalten. Der verbindliche Preis wird Ihnen während einer Bestellung angezeigt.

Am angegebenen Datum beginnt die sogenannte General Availability-Phase, in der die Domains frei registriert werden können. Die meisten Domains werden um 17:00 Uhr Schweizer Zeit (CET) aktiviert. Die genaue Uhrzeit wird Ihnen am Tag der Verfügbarkeit auf unserer Domainseite angezeigt.

Bei der Registrierung gilt das Prinzip «First come – first served». Zögern Sie also nicht, Ihre Lieblings-Domains gleich ab Verfügbarkeit zu registrieren, bevor jemand anderes schneller ist.

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