Vorsicht beim Adresskauf

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E-Mail ist ein kostengünstiges und weitverbreitetes Kommunikationsmittel. Oder kennen Sie jemanden, der noch keine E-Mail-Adresse besitzt?

Die geringen Kosten und die grosse Verbreitung von E-Mail machen das Medium aber auch zu einem beliebten Ziel für Missbrauch. Schätzungsweise zwischen 89% und 97% des weltweiten E-Mail-Verkehrs sind auf Spam zurück zu führen.

Die Verlockung, zum Beispiel mit dem Kauf von Adressen schnell an neue Kontakte zu kommen, ist ebenfalls gross. Doch Vorsicht, dazu gibt es klare Regeln.

Zauberwort Opt-in

Bereits seit 2007 bestehen in der Schweiz Gesetze, die den Massenversand von Werbung regeln. So schreibt das BAKOM:

Seit dem 1. April 2007 ist nach Schweizer Gesetzgebung (Artikel 3 Buchstabe o des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb, UWG) der automatische Massenversand von Werbung per E-Mail, SMS, Fax oder Telefon nur dann erlaubt, wenn die Empfänger ausdrücklich ihre Zustimmung gegeben haben (Opt-in-System).

Wenn Sie also einen Newsletter versenden möchten, achten Sie darauf, dass Sie die Adressen der Empfänger selbst sammeln. So haben Sie die Kontrolle darüber, wann und wo sich ein Empfänger für Ihren Newsletter angemeldet hat. Ausserdem stellen Sie sicher, dass der Adressat den Empfang Ihres Newsletters ausdrücklich wünscht.

Praktische Newsletter-Tools

Screenshot cyon Newsletter Juni 2012
Längst müssen Newsletter nicht mehr mühsam von Hand mit Excel-Tabellen verwaltet und per E-Mail-Client verschickt werden. Dafür bieten sich Webdienste an, die die komplette Verwaltung direkt über den Browser ermöglichen.

In unseren Tests haben uns dazu vor allem die folgenden beiden Anbieter überzeugt: MailChimp und Campaign Monitor. Beide Dienste bieten komfortable Verwaltungsoberflächen und haben das gesetzlich vorgeschriebene Opt-in-System bereits eingebaut.

Wir setzen MailChimp mittlerweile seit mehreren Jahren für die Verwaltung unserer Newsletter ein und sind mit den Leistungen des Dienstes sehr zufrieden. Listen mit bis zu 2000 Empfängern sind dort übrigens kostenlos und eignen sich somit für den Aufbau eines neuen Newsletters mit begrenztem Budget.

Übrigens: Haben Sie unseren Newsletter schon abonniert? Sie finden das Anmeldeformular in der rechten Spalte dieses Blogs.

2 Kommentare

  1. Finde ich gut, wird das Thema mal angeschnitten. Leider gibt es immer noch viele Leute, welche solche gekauften Mails unwissentlich kaufen und verwenden. Auch die Impressumspflicht welche neuerdings auch in der Schweiz gilt, scheint sich leider noch nicht bei allen komerziellen Webseitenbetreibern herumgesprochen zu haben.

    • Der Beitrag ist aufgrund einer Anfrage eines Kunden entstanden. Es ist in der Tat so, dass hier noch Informationsbedarf besteht.

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