10 Jahre Automatisierung: Happy Birthday froox!

Die Geschichte der Automation bei cyon beginnt früh. Im Oktober 2006, also knapp drei Jahre nach der Gründung, schrieb cyon-Gründer David Burkardt in einem Blogbeitrag von einem Programm, das im Hintergrund unter anderem die Vorgänge nach Eingang einer Bestellung automatisierte:

Es erfolgt automatisch eine Adressprüfung, anschliessend wird der Benutzername und ein Passwort generiert, es wird ein Zielserver zur Erstellung des Accounts vorgeschlagen und am Schluss wird dem Kunden ein E-Mail zugestellt, welches alle Informationen zum neuen Webserver enthält.

Gleichzeitig kündigte David die Entwicklung einer mächtigen neuen Applikation mit dem Projektnamen «momo» an, die zum Herzstück der Verwaltung von cyon werden sollte. Es war der Startschuss für das heutige «froox», das seit Februar 2009 grosse Teile unseres Verwaltungsaufwands automatisiert und damit einen runden Geburtstag feiern darf.

10 Jahre Automatisierung: Happy Birthday froox!

Ohne «froox» stellen wir uns das Arbeitsleben inzwischen ganz schön schwer vor. Die zehntausenden von Codezeilen sorgen zum Beispiel dafür, dass Hostings und Domainnamen, aber auch Vermittlerprämien dem richtigen Kontakt zugewiesen sind, dass Abonnemente regelmässig korrekt erneuert, verrechnet und zur Not auch mal gemahnt werden oder Mehrwertsteuersätze je nach Wohnsitz des Kunden korrekt erhoben werden.

10 Jahre «froox»

Das Alter merkt man «froox» dabei nicht an. Zumindest auf den ersten Blick. Dafür sorgen unsere Software Engineers (die übrigens gerade noch zwei weitere Kolleginnen oder Kollegen suchen), die die Applikation nicht nur up-to-date halten, sondern auch regelmässig neue Funktionen «nachrüsten» oder verfeinern. Trotzdem kommt «froox» heute auch schon mal an seine Grenzen. Und das ist ganz sicher auch dem Alter geschuldet, schliesslich wird «froox» in diesen Tagen ganze 10 Jahre alt.

Ein schönes Jubiläum für ein Helferlein, ohne das cyon wahrscheinlich heute nicht da stehen würde, wo wir heute tatsächlich stehen. Allerdings zeigt das Jubiläum auch: Es wird Zeit für einen würdigen Nachfolger. Und deshalb haben bereits vor einiger Zeit die Arbeiten für ein komplett neues «froox» begonnen. In Anlehnung und als Hommage an damals auch heute wieder unter dem Projektnamen «momo».

Bis es soweit ist und das neue Projekt «momo» auch wirklich produktiv im Einsatz steht, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen. Nichtsdestotrotz: Wir halten Sie auf dem Laufenden!

Transparenzbericht 2018

Seit 2017 veröffentlichen wir jährlich einen Transparenzbericht zum Vorjahr (2016, 2017) und informieren darin über Anfragen von Behörden, Unternehmen und Privaten, die Inhalte unserer Kundinnen und Kunden betreffen. Wir sind damit nach wie vor eines von nur ganz wenigen Schweizer Unternehmen, die mit der Veröffentlichung der entsprechenden Zahlen Transparenz schaffen.

Transparenzbericht 2018

Im vergangenen Jahr haben uns insgesamt 44 Anfragen erreicht. Wer sie gestellt hat, wie wir damit umgegangen sind und um welches Thema sich die Anfrage drehte, zeigen wir nachfolgend auf.

Anfragen zu unzulässigen Inhalten

Anfragen zu unzulässigen Inhalten stammen in der Regel von Privatpersonen und Unternehmen und werden von uns nach dem Code of Conduct Hosting der simsa bzw. des SWICO behandelt. Im Zeitraum vom 01.01.2018 – 31.12.2018 haben wir 38 Anfragen zu unzulässigen Inhalten erhalten:

Anfragesteller

Anfragesteller Anzahl Anfragen
Unternehmen 27
Privatperson 8
Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA) 3

Land des Anfragestellers

Land Anzahl Anfragen
Schweiz 15
USA 9
Grossbritannien 6
Niederlande 3
Deutschland 2
Italien 1
Luxemburg 1
Frankreich 1

Grund der Anfrage

Rechtsgebiet Anzahl Anfragen
Markenrecht 10
Urheberrecht 8
Phishing 7
Spam 5
Persönlichkeitsrecht 2
Verstoss gegen AGB 2
Unbewilligtes Institut 1
Täuschung 1
Betrug 1
Rufschädigung 1

Verfahren nach Code of Conduct

Verfahren Anzahl Anfragen
Notice-and-Notice 24
Notice-and-Takedown 14

Auskunftsersuchen von Behörden

Im Zeitraum 01.01.2018 – 31.12.2018 haben wir 6 Auskunftsersuchen von Behörden erhalten. Dabei handelte es sich um Anfragen der folgenden Instanzen:

Behörde Art der Anfrage Anzahl erhaltener Anfragen Anfragen, bei denen Daten geliefert wurden
Staatsanwaltschaft, Polizei Editionsverfügung
(Art. 263/265 StPO)
4 4
EJPD, ÜPF Rückwirkende Verkehrsdaten, Überwachung des Fernmeldeverkehrs
(Art. 18 Abs. 5 VÜPF)
2 2

Fazit

Die Anzahl der Anfragen steigt zwar kontinuierlich. Augenfällig ist aber, dass die Anzahl der nicht behördlichen Anfragen im Vergleich zum Vorjahr von 13 auf 38 Fälle massiv angestiegen ist, währenddessen sich die Auskunftsersuchen von Behörden halbiert haben (2017: 13 Anfragen, 2018: 6 Anfragen). Ob es sich dabei um Zufall oder einen Trend handelt, dürfte sich im Transparenzbericht für 2019 zeigen, den wir in einem Jahr wiederum veröffentlichen werden.

Domainendung .web lässt weiter auf sich warten

Wer gehofft hatte, bald seine Wunschdomain mit der einprägsamen Endung .web registrieren zu können, wird sich weiter gedulden müssen. Um die Einführung der Top-Level-Domain ist eine regelrechte Schlammschlacht entbrannt. Kein Wunder, es geht viel um Geld. Aber der Reihe nach.

Die Domainendung .web lässt weiter auf sich warten.

Teuerste Top-Level-Domain aller Zeiten

Bereits 2016 sorgte die Vergabe der neuen Domainendung für Furore. Mit dem Gebot von 135 Millionen US-Dollar sicherte sich das bisher nur wenig bekannte amerikanische Unternehmen Nu Dot Co LLC die Rechte an der aussichtsreichen Top-Level-Domain .web. Schon im Vorfeld der Auktion wurden unter den sechs anderen mitbietenden Unternehmen Stimmen laut, Nu Dot Co habe einen anonymen Geldgeber im Hintergrund. Nu Dot Co hatte sich als einzige mitbietende Partei gegen eine private Auktion ausgesprochen, bei welcher der Erlös aus der Auktion unter den unterlegenen Parteien aufgeteilt worden wäre. Stattdessen fand eine «Auction of last resort» statt, bei der Nu Dot Co den Betrag für das zweithöchste Gebot an die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) überweisen durfte. Für welche Zwecke die ICANN den Betrag einsetzen wird, ist noch unbestimmt.

Domain-Riese im Hintergrund

Nach Abschluss der Auktion wurde dann bekannt, dass es tatsächlich einen anonymen Geldgeber gegeben hatte: Verisign. Das Unternehmen betreibt bereits die Registrierungsstelle (Registry) für die mit Abstand beliebteste Top-Level-Domain der Welt, .com. Mit .net weiss Verisign ausserdem auch die viertbeliebteste Domainendung in seinen Reihen. Im Rennen um die weiteren neuen, generischen Top-Level-Domains (ngTLD) war der Domain-Riese bislang nicht grösser in Erscheinung getreten. Mittlerweile wissen wir: Verisign hatte mit Nu Dot Co vereinbart, nach der Zuteilung die Rolle als Registrierstelle für .web zu übernehmen.

Hick-Hack kostet Zeit

Nachdem eine der Verliererparteien, Ruby Glen LLC, bereits gerichtlich gegen den Entscheid der ICANN vorgegangen war und sich zwischenzeitlich die Kartellrechtsabteilung des US-Justizministeriums eingeschaltet hatte, hat im vergangenen Jahr auch die zweithöchstbietende Afilias (betreibt unter anderem die Registry für .info und .aero) juristische Schritte eingeleitet. In einem Schiedsverfahren soll nun geprüft werden, ob die ICANN bei der Vergabe von .web gegen eigene Statuten verstossen habe. Das zuständige Gericht wird voraussichtlich am 28. Januar 2019 entscheiden, ob es ICANN vorerst untersagt bleibt, mit der Einführung von .web fortzufahren.

Konzentration von .com, .net und .web: Fluch oder Segen?

.web gilt als aussichtsreichste Endung unter den neu eingeführten Top-Level-Domains. Und damit als grösster Konkurrent zur Endung .com. Nicht verwunderlich, dass sich Verisign, das Unternehmen hinter .com, also so stark um .web bemüht hatte.

Ob die Konzentration von .com, .net und .web auf eine Registrierungsstelle Fluch oder Segen für die Internet-Welt bedeuten wird, lässt sich bislang nur schwer abschätzen. Eines ist jedoch klar: Die Frage wird, trotz der anstehenden Entscheidung des Schiedsgerichts, wohl noch einige Zeit nicht geklärt werden können. Wir dürfen uns auf einen langjährigen rechtlichen Streit einstellen. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt ist die Einführung von .web nicht in naher Zukunft zu erwarten.

Das bewegte uns 2018

Es ist wieder soweit, das laufende Jahr nähert sich mit grossen Schritten seinem Ende. Wie immer zwischen den Feiertagen ist es damit auch Zeit für unseren fast schon traditionellen Jahresrückblick.

Rückblick 2018

2018 war für uns ein besonderes Jahr. Wir sind nicht nur ein weiteres Mal umgezogen und haben neue, grössere Büros bezogen – übrigens nur einen Steinwurf vom bisherigen Büro entfernt -, sondern hatten auch etwas zu feiern: Nämlich den 15. Geburtstag von cyon. Im sich ständig verändernden Internet wahrlich keine Selbstverständlichkeit, weshalb wir uns auch über die vielen positiven Rückmeldungen unserer Kunden sehr gefreut haben.

Aber natürlich haben wir auch weiter an unserem Ziel, das Internet zu einem besseren Ort zu machen, gefeilt. Aus Kundensicht gab es 2018 dadurch unter anderem die folgenden Highlights.

Die Highlights 2018

Ziemlich stolz sind wir ja auf unseren Website-Umzugsservice, den wir erst vor wenigen Wochen lanciert haben. Als Kunde fällt damit nämlich die Sorge über den Aufwand eines Umzugs von Website und E-Mail-Postfächern zu cyon komplett weg. Denn das erledigen wir jetzt nämlich für Sie als Kunde. Beim Abschluss eines neuen Webhostings sogar komplett kostenlos. Und: Die Restlaufzeit beim bisherigen Webhoster rechnen wir an – ohne Wenn und Aber. Damit gibt es eigentlich keinen Grund mehr, nicht zu cyon zu wechseln, oder?

Aber 2018 hatte noch viel mehr auf Lager. Beschäftigt hat uns etwa die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union, kurz DSGVO, die nicht nur uns, sondern auch unseren Kunden einige Mehrarbeit bescherte. Immerhin hatte sie den netten Nebeneffekt, dass damit Whois-Privacy für die meisten Domainnamen durch die Hintertür eingeführt wurde.

PHP 7.1 wurde zur neuen, voreingestellten PHP-Version auf unseren Servern, während PHP 7.3 bereits am Serverhorizont auftauchte. PHP 5.6 wiederum bewahrten wir vor dem Untergang und stellten sicher, dass die zwar beliebte, aber inzwischen halt doch in die Jahre gekommene Version der Skriptsprache noch bis Ende 2019 auf unseren Servern weiterfunktioniert.

Vorzüge des neuen Büros: Weihnachtsapéro mit Sicht über die Dächer von Basel.

Vorzüge des neuen Büros: Weihnachtsapéro mit Sicht über die Dächer von Basel.

Auf die Beine gestellt haben wir auch VUE Basel, ein Meetup, das sich mit dem clientseitigen JavaScript-Webframework Vue.js beschäftigt. Wer sich dafür interessiert, ist jederzeit eingeladen, beim nächsten Meetup dabeizusein. Und last but not least haben wir uns erneut auf die Suche nach zwei Lernenden gemacht, die mit uns ab 2019 daran arbeiten möchten, das Internet zu einem besseren Ort zu machen.

Das Jahr in Zahlen

Auch für 2018 haben wir wieder imposante Zahlen aus der Welt unserer Server zusammengetragen.

  • Der Datenverkehr auf unserem Netzwerk betrug 3,18 Petabyte. Das entspricht mehr als 4,7 Millionen CDs, die, aufeinandergestapelt, rund sieben Mal so hoch wie das derzeit höchste Gebäude der Welt, der Burj Khalifa in Dubai wären,

  • 2’000’000’000 Mal meldete sich E-Mail-Programme im vergangenen Jahr an unseren E-Mail-Servern an, das entspricht 65 Anmeldungen pro Sekunde,

  • Unser my.cyon verzeichnete 656’494 Logins,

  • während es 3’548’427 Anmeldungen am Webmail gab,

  • 647’000 Sicherheitslücken haben wir automatisch geschlossen und unsere Kunden damit vor Schlimmerem bewahrt,

  • 47’751 E-Mails und 18’751 Telefonanrufe beantwortet und unsere Kunden damit tatkräftig unterstützt,

  • Wir zählen Personen und Firmen aus 108 Ländern zu unseren Kunden,

  • 331 Kommentare haben Sie als Leser unseres Blogs hinterlassen, herzlichen Dank!

Wir sagen Danke

Zum Schluss ist es einmal mehr Zeit für einen Dank. Einen Dank für Ihr Vertrauen und Ihre Treue im vergangenen Jahr. Wir arbeiten jeden Tag aufs Neue und mit viel Herzblut daran, Ihnen das bestmögliche Produkt mit der bestmöglichen Betreuung anzubieten. Und wir freuen uns sehr, dass Sie auf dieser Reise mit uns dabei sind.

Kleine Verbesserungen der letzten Zeit: Einfacher Webhostings bestellen, Labels und Support-Code

Die Verwaltung Ihrer Website kann ganz schön komplex sein. Umso wichtiger, dass Sie Ihr Webhosting so komfortabel wie möglich verwalten können. Deshalb arbeiten wir konstant daran, Ihr Erlebnis mit unseren Werkzeugen noch besser zu machen. Heute stellen wir drei Verbesserungen vor, die wir kürzlich eingebaut haben.

Kleine Verbesserungen für my.cyon und Bestellvorgang.

Verbesserter Bestellvorgang: Keine Domain mehr nötig

Wenn Sie sich für ein neues Webhosting bei uns entscheiden, erhalten Sie ab sofort immer eine kostenlose Subdomain dazu. Ihr Webhosting ist damit sofort einsatzbereit, auch wenn Sie keine normalerweise kostenpflichtige Domain darauf zeigen lassen.

Das ist besonders nützlich, wenn Sie bereits ein Webhosting bei einem anderen Anbieter nutzen und zu cyon wechseln möchten. Bauen Sie Ihre Website parallel auf und ziehen Sie Ihre eigentliche Domain erst um, wenn Sie alles auf Herz und Niere getestet haben. Oder Sie nutzen gleich unseren praktischen Umzugsservice dafür.

Die Wahl dieser neuen kostenlosen Subdomain ist direkt in unseren Bestellvorgang integriert:

Individuelle cyon.site-Adresse für neue Webhostings.

Individuelle cyon.site-Adresse für neue Webhostings.

Selbstverständlich haben Sie weiterhin die Möglichkeit, im gleichen Zug weitere Domains zu registrieren oder zu transferieren. Und auch nach Bestellabschluss ist das Einrichten, Registrieren und Transferieren von Domains jederzeit möglich.

Sie besitzen schon länger ein Webhosting von cyon? Dann nutzen Sie möglicherweise eine .tld-Adresse als Platzhalter für Ihre Hauptdomain. Dieser sogenannte «TLD-Hack» gehört mit dem verbesserten Bestellvorgang definitiv der Vergangenheit an. cyon.site-Subdomains werden wir in Zukunft auch für bereits bestehende Webhosting-Accounts anbieten.

Labels: Mehr Ordnung in Ihrem my.cyon-Konto

Apropos neutrale Bezeichnungen: Ab sofort können Sie jedes Webhosting-Abo zusätzlich eindeutig benennen. Der gewählte Name steht Ihnen völlig frei, ist also unabhängig von irgendwelchen Abhängigkeiten zum Produkt und kann auch jederzeit wieder geändert werden.

Diese Labels sorgen damit vor allem bei Kunden, die gleich mehrere Webhostings betreiben, für eine bessere Übersicht und damit einer komfortableren Bedienung ihres my.cyon-Kontos.

Mit individuellen Namen die Übersicht über alle Webhostings behalten.

Support-Code: Aufträge automatisch verifiziert

Die dritte Neuerung für Ihr my.cyon-Konto betrifft den Kontakt mit unserem Support-Team. Sie möchten uns per E-Mail oder per Telefon einen Änderungsauftrag für eines Ihrer Produkte erteilen? Mit der neuen Funktion Support-Code authentifizieren wir Ihre Anfrage zuverlässig und auf sichere Weise. Und vor allem unkompliziert. Damit haben Sie die Gewissheit, dass wir Änderungswünsche für Ihre Produkte auch über jene Kanäle zuverlässig ausführen können, die bisher eine zusätzliche Verifikation benötigten.

Neue my.cyon-Funktion «Support-Code»

Neue my.cyon-Funktion «Support-Code»

Die Support-Code-Funktion sowie aktuelle Statusmeldungen zu unserer Infrastruktur, einen direkten Einstieg in unser Supportcenter und Kontaktmöglichkeiten finden Sie neu unter dem Menüpunkt «Support» in Ihrem my.cyon-Konto.