5 neue Domainendungen im Mai 2016

Im Mai starten nach zweimonatiger Verschnaufpause wieder neue Domainendungen ins Rennen. Insgesamt fünf neue TLDs kämpfen um die Gunst der Registranten. Den Start markiert die dreistellige Endung .mom. Darauf folgen .ist und .istanbul, womit die Stadt am Bosporus gleich mit zwei Endungen vertreten sein wird. Die ngTLDs .vip und .promo runden das Neuangebot im Mai schlussendlich ab.

03.05.2016

Domain CHF EUR USD GBP
.mom 49.90 49.90 51.90 31.90

10.05.2016

Domain CHF EUR USD GBP
.ist 29.90 29.90 30.90 18.90
.istanbul 39.90 39.90 41.90 25.90

17.05.2016

Domain CHF EUR USD GBP
.vip 49.90 49.90 51.90 31.90

23.05.2016

Domain CHF EUR USD GBP
.promo 29.90 29.90 30.90 18.90

Wichtige Hinweise

Alle Preise gelten für eine Vertragsdauer von einem Jahr. Preisänderungen und Irrtum sind vorbehalten. Der verbindliche Preis wird Ihnen während einer Bestellung angezeigt.

Am angegebenen Datum beginnt die sogenannte General Availability-Phase, in der die Domains frei registriert werden können. Die meisten Domains werden um 18:00 Uhr Schweizer Zeit (CEST) aktiviert. Die genaue Uhrzeit wird Ihnen am Tag der Verfügbarkeit auf unserer Domainseite angezeigt.

Bei der Registrierung gilt das Prinzip «First come – first served». Zögern Sie also nicht, Ihre Lieblings-Domains gleich ab Verfügbarkeit zu registrieren, bevor jemand anderes schneller ist.

CSS entfesselt: Houdini soll’s möglich machen

Die Browserlandschaft kann einen manchmal ganz schön nerven. Wer hat sich nicht schon über neue CSS-Funktionen gefreut und dann ernüchtert festgestellt, dass der Grossteil der eigenen Website-Besucher gar nicht davon profitieren kann? Eben. Mit dem Projekt Houdini soll das alles besser werden.

CSS entfesselt: Houdini soll's möglich machen

CSS entfesselt: Houdini soll’s möglich machen. Foto: «Bristol born escape artist Roslyn Walker» von Paul Townsend, CC BY-ND

Warum Houdini?

Das Warten auf neue Webstandards kann Jahre dauern. Ist ein Standard erst einmal definiert, heisst das dann aber noch lange nicht, dass diese neuen Funktionen auch von allen Browsern unterstützt werden. Flexbox wurde zum Beispiel 2009 das erste Mal vorgeschlagen und kann selbst heute noch nicht ganz ohne Tricks verwendet werden.

I’ve been getting a bunch of emails about Houdini, what it means, etc. I have to recognize and give credit to Brian Kardell for coming up with Houdini. The name comes from us wanting to get away from the magic of CSS, I think he described it.

Rossen Atanassov, Microsoft Edge-Entwickler und Mitglied der Houdini-Taskforce

Zwar lassen sich viele CSS-Funktionen dank Polyfills in Browsern verwenden, die die gewünschte Funktion eigentlich nicht unterstützen. CSS-Polyfilling hat jedoch zwei gewaltige Nachteile. Zum einen ist es unheimlich komplex, weil alle Browser-Eigenheiten ausgebügelt werden müssen. Zum anderen hat man als Webentwickler nur die Möglichkeit, auf das DOM Einfluss zu nehmen. Bei jedem Ereignis (Scrollen, Tastatureingabe, Mausbewegung, etc.) muss das DOM erneut geparst werden und die Performance ist im Keller. Das weiss auch die Houdini-Taskforce, die aus Mitarbeitern aller grossen Browserhersteller besteht und nun Lösungen für dieses Problem finden will.

Das Ziel von Houdini

Die Houdini-Taskforce arbeitet an einer ganzen Sammlung von Entwürfen, die später dann zu W3C-Standards werden sollen. Hinter allen Entwürfen steht das Ziel, Webentwicklern eine Möglichkeit zu geben, das CSS-Rendering in Browsern zu beeinflussen. Konkret heisst das: Jeder kann sich seine eigenen CSS-Funktionen bauen.

Ein Beispiel: Sie möchten für Ihre Website ein Masonry-Layout verwenden. Heute brauchen Sie dazu JavaScript-Code, mit dem der Browser das gewünschte Layout aufwendig berechnen muss. In Zukunft werden Sie dem Browser vorgeben können, wie er Ihr CSS interpretieren soll. Das soll performanter sein, als wenn Polyfills und JavaScript-Bibliotheken die Lücken füllen müssen.

Auf Basis der bislang von der Taskforce gemachten Vorschläge haben Entwickler erste Beispiele erstellt, was mit CSS dank Houdini möglich sein wird.

Webentwickler sind noch skeptisch

Houdini tönt verlockend, die Webentwicklergemeinde ist zum Teil aber noch skeptisch. Wie lange wird es dauern, bis die Vorschläge in Browsern Einzug finden? Werden die durch Houdini möglichen Lösungen wirklich performanter sein? Wird Webentwicklung dadurch noch komplexer? Was passiert, wenn Benutzer die Houdini-Anweisungen (wie heute schon JavaScript) einfach blocken?

Wir sind gespannt, was Houdini in der Realität bringen wird. Und Sie?

Pagekit: Neuer Stern am CMS-Himmel

Ich persönlich kann von neuen Content-Management-Systemen nie genug kriegen. Wie geht’s Ihnen? Heute möchte ich das CMS Pagekit vorstellen, das gestern nach längerer Entwicklungszeit in der Version 1.0 erschienen ist.

Pagekit: Neuer Stern am CMS-Himmel

Pagekit: Modern, modular, flexibel

Pagekit wird von YOOtheme entwickelt, den Jungs und Mädels aus Hamburg, die sich mit dem Warp Framework oder uikit einen Namen gemacht haben. Erste Hinweise darauf, dass da ein neues System im Busch ist, gab es bereits vor drei Jahren. Im Juli 2014 folgte dann der Start in die Public-Alpha-Phase.

Neben Symfony Components setzen die Entwickler auf Technologien wie Vue.js und Composer. Anzeichen dafür, dass es sich beim neuen CMS um ein solides Produkt handelt. Das System steht unter der MIT-Lizenz zum Download bereit.

Schlank und chic

Die Installation von Pagekit ist in wenigen Schritten erledigt und funktioniert einwandfrei auf unseren Webhosting-Paketen.

Pagekit lässt sich äusserst einfach installieren.

Pagekit lässt sich äusserst einfach installieren.

Die Entwickler setzen standardmässig auf SQLite als Datenbank. Das zusätzliche Anlegen einer MySQL-Datenbank entfällt damit. MySQL wird jedoch ebenfalls unterstützt und kann während der Installation ausgewählt werden.

Das Dashboard von Pagekit wirkt aufgeräumt.

Das Dashboard von Pagekit wirkt aufgeräumt.

Im Backend ist Pagekit eine Augenweide. Nach dem Login ins Backend grüsst ein übersichtliches Dashboard, das mit Widgets erweitert werden kann. Keine Spur von komplizierten Interfaces, wie das bei manch anderem CMS der Fall ist. Selbstverständlich lässt sich das Backend auch problemlos mit einem Smartphone oder Tablet bedienen. Ausserdem wird für die Erstellung aller Inhalte Markdown unterstützt, ein Feature, welches mir persönlich ganz besonders Freude macht.

Alles am richtigen Platz

Das System ist seitenbasiert, damit kommt jeder mit Pagekit zurecht, der schon einmal ein CMS bedient hat. Per Drag&Drop lassen sich einzelne Seiten am gewünschten Ort im Seitenbaum platzieren.

Benutzerrollen lassen sich fein granuliert justieren. Extensions und Themes sind nur einen Mausklick von der Installation entfernt. Und eine Blogfunktion wird von Haus aus mitgeliefert. Alles hat seinen Platz dort, wo man es erwarten würde. So muss das sein.

Ökosystem inklusive

Ein CMS zu entwickeln ist das Eine. Es zu einem erfolgreichen Produkt zu machen das Andere. Die Pagekit-Entwickler scheinen da auf einem guten Weg zu sein. So stimmt eben nicht nur der technische und optische Teil, sondern auch das Drumherum. Pagekit bietet einen Marktplatz, in welchem Designer und Entwickler Erweiterungen und Themes bereitstellen können. In Zukunft soll es zudem möglich sein, kostenpflichtige Module und Templates im Marktplatz anzubieten.

Rosige Aussichten

Mit Version 1.0 ist nun die erste stabile Version erschienen. Damit eignet sich Pagekit auch für Kundenprojekte. Für die Zukunft planen die Entwickler Funktionen wie Custom Fields, Revisionen, Taxonomien oder die Möglichkeit, Websites direkt im Frontend zu editieren. Auch eine Mehrsprachenunterstützung ist angedacht. Das macht Lust auf mehr.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann nichts wie los zur Projekt-Website pagekit.com

Neues Überwachungsgesetz BÜPF: Gefahr für den Internetstandort Schweiz

Jetzt ist es offiziell: Das neue BÜPF (Bundesgesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs) wurde von den eidgenössischen Räten verabschiedet und birgt zahlreiche, teils haarsträubende Verschlechterungen. So soll zum Beispiel neu auch das WLAN zu Hause unter das Gesetz fallen oder der Staatstrojaner legitimiert werden. Mit der Publikation am 28.03.2016 im Bundesblatt hat die 100-tägige Referendumsfrist begonnen. Während dieser Zeit müssen die Gegner des Gesetzes mindestens 50’000 Unterschriften zusammenbringen, um eine Volksabstimmung zu erzwingen.

BÜPF: Revision mit haarsträubenden Verschlechterungen

BÜPF: Revision mit haarsträubenden Verschlechterungen (Bild: stopbuepf.ch CC BY 4.0)

Breit gestreute Gegnerschaft

Für einmal scheint sich die Debatte nicht zwischen den politischen Lagern abzuspielen. Viel mehr tut sich der Graben zwischen Jung und Alt auf. Mit einer Ausnahme gehören alle Schweizer Jungparteien zu den Unterstützern des «Stop BÜPF»-Bündnisses. Man könnte es auch den Kampf zwischen «Digital Natives» und den «Digital Immigrants» nennen.

Auch die Digitale Gesellschaft, der Chaos Computer Club oder die Piratenpartei gehören zu den BÜPF-Gegnern. Aus der Wirtschaft unterstützen unter anderem der ICT-Branchenverband Swico, der Messenger-Anbieter Threema oder der ISP Init 7 (über dessen Leitung sie möglicherweise auf diesen Artikel gelangt sind) für das Referendum stark. Alles Experten auf den Gebieten ICT und Internet.

Nutzen von Vorratsdatenspeicherung stark umstritten

Der Nutzen von Vorratsdatenspeicherung wird von Experten angezweifelt. Studien sind zum Schluss gekommen, dass eine Vorratsdatenspeicherung nicht zu höheren Aufklärungsraten führt. Und der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat erkannt, dass die Vorratsspeicherung von Daten zu einem Eingriff in die Grundrechte fast der gesamten europäischen Bevölkerung führe.

Man kann sich darum fragen, warum in der Schweiz die Speicherung der sogenannten Randdaten/Metadaten massiv ausgeweitet werden muss. Immerhin wurde die vorgeschriebene Speicherdauer bei den bereits jetzt geltenden 6 Monaten belassen. Ursprünglich war eine Ausweitung auf 12 Monate vorgesehen. Doch das ist nur ein schwacher Trost.

Adieu Innovation

Tief vergraben im neuen Gesetz findet sich ein Artikel, der jedem Unternehmer, ob jung oder alt, die Haare zu Berge stehen lässt.

Art. 25 Informationen über Dienstleistungen
Die Anbieterinnen von Fernmeldediensten informieren den Dienst auf dessen Verlangen jederzeit ausführlich über Art und Merkmale der Dienstleistungen, die sie auf den Markt gebracht haben oder innerhalb von 6 Monaten auf den Markt bringen wollen.

Bundesgesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs

Der Verband Swico trifft mit seiner Stellungnahme den Nagel auf den Kopf:

Das BÜPF sieht allen Ernstes vor, dass Schweizer Firmen neue Produkte mit Kommunikationsfähigkeiten sechs Monate vor Lancierung den Behörden vorzulegen haben: Im Zeitalter von internationalem Wettbewerb und „Minimum viable products“ ein absoluter Innovationskiller. Damit werden in Zukunft in unserem Land sicher keine neuen Produkte mehr entwickelt. Insbesondere auch die Gaming-Industrie wird in Zukunft einen weiten Bogen um die Schweiz machen.

Stellungnahme von Swico zum BÜPF-Referendum

Man muss sich als Schweizer Anbieter fragen, ob die Schweiz wirklich noch der beste Standort für die Erbringung und Entwicklung von Internetdienstleistungen ist. Und das zu Zeiten, in denen die «Digitale Transformation» das Buzzword des Jahres ist und die Schweiz als Partnerland an der CeBIT auftritt.

Zurück an den Absender

Keine Frage, das bestehende BÜPF ist nicht mehr zeitgemäss und muss überarbeitet werden. Die nun vorliegende, revidierte Version des Gesetz strotzt jedoch nur so vor Verschlechterungen, sowohl was Grund- und Freiheitsrechte als auch die Pflichten von ICT-Anbietern angeht. Die Forderungen des «Stop Büpf»-Bündnisses wurden praktisch durchs Band ignoriert. Bleibt also noch der Weg über eine Volksabstimmung, um dieses Gesetz zu stoppen.

Wir alle sind von diesem Gesetz betroffen. Unsere Unterschriften sind dem Referendumskomitee deshalb sicher. Ihre auch? Auf stopbuepf.ch finden Sie weitere Informationen sowie passende Unterschriftenbogen.

1 Million SSL-Zertifikate: Let’s Encrypt ist nicht zu stoppen

1 Million SSL-Zertifikate hat die offene und kostenlose Zertifizierungsstelle Let’s Encrypt seit ihrem Start Anfang Dezember 2015 bislang ausgestellt. Über 1% davon, zurzeit etwas über 12’000 Zertifikate, entfallen dabei auf Websites unserer Kunden.

Über 1% der Let's Encrypt-Zertifikate sind auf Domains von cyon-Kunden ausgestellt.

Über 1% der Let’s Encrypt-Zertifikate sind für Domains von cyon-Kunden ausgestellt. Quelle: EFF

Mehr als nur kostenlose SSL-Zertifikate

Vor Let’s Encrypt stand man als Website-Betreiber vor der Entscheidung, ob man sich die Mühe machen sollte, seinen Besuchern eine verschlüsselte Verbindung anzubieten. Kostenlose SSL-Zertifikate sind keineswegs die Erfindung von Let’s Encrypt. Anbieter wie StartSSL, Cacert oder WoSign versorgen Kunden bereits seit Jahren mit kostenlosen, domainvalidierten, also sogenannten DV-Zertifikaten. Auch kostenpflichtige SSL-Zertifikate sind bereits für weniger als CHF 20.- pro Jahr zu haben und kosten damit nicht die Welt.

Die grosse Hürde lag vor Let’s Encrypt in der Beschaffung und der Installation eines Zertifikats. Der Vorgang war aufwendig und meist wenig benutzerfreundlich. All das hat sich zum guten Glück geändert. Die Let’s Encrypt-Initiative zeigt jetzt auch in der Branche der Zertifikateanbieter Wirkung. Vergangene Woche hat die Nummer Zwei der Branche, Symantec, das Programm «Encryption Everywhere» angekündigt. Bis 2018 sollen 100% aller Websites verschlüsselt ausgeliefert werden. Mit Sicherheit werden weitere kommerzielle Anbieter dem Beispiel folgen.

Was in der ganzen Diskussion um kostenlose Zertifikate unterzugehen droht: Die wahre Leistung von Let’s Encrypt liegt nicht (nur) im Angebot von kostenlosen SSL-Zertifikaten, sondern fusst im Grunde auf drei Pfeilern.

  1. Der Let’s Encrypt-Client erlaubt es Systemadministratoren, SSL-Zertifikate automatisiert anzufordern und auf dem eigenen Server zu installieren.
  2. Dabei macht sich der Client das ACME-Protokoll (Automated Certificate Management Environment) zu Nutze, das ebenfalls aus der Feder der Internet Security Research Group (ISRG), der Organisation hinter Let’s Encrypt, stammt.
  3. Schlussendlich wird die Zertifizierungsstelle Let’s Encrypt mit der ACME-basierten Software Boulder betrieben, die wie der Let’s Encrypt-Client quelloffen ist.

Damit deckt Let’s Encrypt von der Bestellung über die Ausstellung bis hin zur Installation eines SSL-Zertifikats sämtliche nötigen Schritte mit Open-Source-Software und einem zukünftigen IETF-Standard ab. Die Software kann, wie bei Open-Source üblich, angepasst, erweitert und für eigene Zwecke genutzt werden. Dank des offenen Standards ACME kann jeder seinen eigenen passenden Client schreiben und so dazu beitragen, dass das Internet ein wenig sicherer wird.

Cartoon-Fans haben es bereits erkannt: ACME und Boulder sind Anspielungen auf die Serie Road Runner. Meep meep.

Schon dabei?

Für rund 15% der bei uns gehosteten Websites wurde bereits eine kostenloses SSL-Zertifikat von Let’s Encrypt ausgestellt. Damit profitieren Besucher dieser Websites nicht nur von einer verschlüsselten Verbindung, sondern auch automatisch vom schnelleren HTTP/2-Protokoll. Ausserdem bevorzugt Google per HTTPS erreichbare Adressen.

Haben Sie für Ihre Websites noch keine kostenlosen SSL-Zertifikate beantragt? Loggen Sie sich jetzt in Ihr my.cyon-Konto ein und aktivieren Sie die Let’s Encrypt-Zertifikate mit nur einem Mausklick. Um die Erneuerung der Zertifikate brauchen Sie sich übrigens keine Sorgen zu machen, unser System erledigt das ohne Zutun. Kostenlos, versteht sich.