Bilder im Browser bearbeiten: 7 kostenlose Foto-Editoren

Ferienzeit ist Fotozeit. Und da Fotos nicht nur geschossen, sondern auch bearbeitet werden wollen, stellt sich nach den Ferien die Frage: Mit welchem Tool bearbeite ich meine Urlaubsschnappschüsse? Spontan fallen einem da Programme wie Photoshop und Lightroom aus dem Hause Adobe ein. Oder GIMP als kostenlose Open-Source-Alternative zu den teuren Adobe-Tools. Doch es gibt auch Foto-Editoren, die Du direkt im Browser nutzen kannst. Wir haben 7 solche Tools für Dich getestet.

Bilder im Browser bearbeiten: Kostenlose Foto-Editoren

Von Laie bis Profi: 7 kostenlose Tools für jeden Geschmack

Was früher nur mit dem Flash-Plugin möglich war, ist dank HTML5 ohne zusätzliche Plugins möglich: Bildbearbeitung im Browser, die nativen Applikationen in (fast) nichts nachsteht. Auf diese 7 Tools solltest Du einen Blick werfen, wenn Du auf der Suche nach einem Bildbearbeitungs-Tool bist, das sowohl auf Desktop- und Laptop-Geräten aber genauso gut auf mobilen Geräten funktioniert:

Canva Photo-Editor

Screenshot Canva Photo Editor

Der kostenlose Photo-Editor von Canva bietet die allernötigsten Grundfunktionen und eignet sich damit zur schnellen Bearbeitung von Schnappschüssen. Die Bedienung des Editors ist angenehm einfach, was nicht zuletzt der überschaubaren Anzahl an Funktionen zu verdanken ist.

Mit dem Editor lassen sich Filter über das eigene Bild legen, sowie die Helligkeit, der Kontrast und die Sättigung justieren. Ausserdem lässt sich das Bild zuschneiden, vergrössern, verkleinern, rotieren und spiegeln. Anschliessend lässt sich das bearbeitete Bild herunterladen oder im mächtigen Haupt-Tool von Canva weiterverarbeiten.

Fotojet

Screenshot Fotojet

Fotojet erinnert vom Angebot her an Canva, lassen sich neben dem Editieren von Fotos doch auch Collagen kreieren und diverse vorgefertigte Designtemplates zu Social-Media-Posts oder Druckprodukten verarbeiten. Die Editierfunktion für Fotos ist im Gegensatz zu Canva aber um einige Möglichkeiten reicher. So kannst Du zum einen die Belichtung sowie die Farben der Fotos bearbeiten und zum anderen stehen Dir jede Menge Filter zur Auswahl.

Alles in allem bietet Fotojet eine praktische Palette an Funktionen und die Oberfläche wirkt aufgeräumt. Wenn Du gerne etwas mehr Funktionen als beim Canva-Editor möchtest, bist Du bei Fotojet an der richtigen Stelle.

BeFunky

Screenshot BeFunky

Gegenüber dem Photo-Editor von Canva und Fotojet bewegt sich der Editor von BeFunky bereits in etwas professionellerem Territorium. Wie die beiden bereits genannten Tools, bietet BeFunky drei verschiedene Editier-Modi: Den Foto-Editor, einen Collagen-Generator sowie den Modus «Graphic Designer». Der Foto-Editor von BeFunky weiss vor allem mit seinen vielen verschiedenen Effekten zu begeistern, mit dem Du Deinen Fotos einen ganz persönlichen Touch verleihen kannst.

fotor

Screenshot fotor

Der Foto-Editor von fotor wartet mit einer ganzen Palette an Funktionen auf, die in Sektionen wie «Basic», «Effect» oder «Beauty» aufgeteilt sind. Dank einem kurzweiligen Video-Tutorial findest Du Dich in diesem Editor schnell zurecht. Mit fotor lassen sich sogar Bilder im RAW-Format bearbeiten, was sonst meistens den professionellen Tools vorbehalten ist.

Polarr

Screenshot Polarr

Sympathisch: Polarr begrüsst Dich beim ersten Aufruf mit einer kleinen Tour, in der die wichtigsten Funktionen vorgestellt werden. Anschliessend glänzt der Editor mit seiner Schlichtheit. Die Bedienung erfolgt über schlichte Icons am Bildrand, weshalb man dem Tool seinen grossen Funktionsumfang auf den ersten Blick gar nicht zutraut.

Schnell zeigt sich jedoch: Die Bedienung von Polarr macht richtig Spass und bietet auch eine deutschsprachige Oberfläche. Die Übersetzungen lassen jedoch noch zu wünschen übrig, weshalb wir hier die englische Variante empfehlen.

Photopea

Screenshot Photopea

Mit Photopea bewegst Du Dich auf professionellem Territorium. Der Editor, der optisch an Tools wie Photoshop oder GIMP erinnert, kann denn auch PSD-, XD-, XCF- und sogar SKETCH-Dateien verarbeiten. Auch RAW oder PDF sind für Photopea kein Problem. Bist Du mit professionellen Tools vertraut, wirst Du Dich auch bei Photopea schnell zurechtfinden.

Pixlr

Screenshot Pixlr

Pixlr geht in Sachen Bedienung in die ähnliche Richtung wie Photopea, orientiert sich also ganz klar an professionellen Bildbearbeitungsprogrammen. Verglichen mit Photopea wirkt die Oberfläche jedoch einen Tick verspielter, ohne dabei an Funktionalität einzubüssen. Dank der Ebenen-Funktion sind auch komplexe Bildbearbeitungen möglich. Ein Blick auf die Tutorials lohnt sich auf jeden Fall.

Unser Fazit: Für alle etwas dabei

Wir sind immer wieder beeindruckt, was heutzutage mit Web-Technologien alles möglich ist. Magst Du es gerne schlicht und einfach, solltest Du Dir Canva Photo-Editor oder Fotojet genauer anschauen. Polarr bietet Dir die perfekte Mischung aus minimalistischem Interface und maximalen Mäglichkeiten. Und wenn Du es gerne ganz professionell magst, sind Pixlr und Photopea die beiden Tools, die einen Platz in Deinen Favoriten verdient haben.

Die cyon-Top-5 der CMS 2020

Es dürfte wohl keine Überraschung sein: Auch dieses Jahr führt WordPress die Top-5 der bei cyon installierten Content-Management-Systeme mit grossem Vorsprung weiter an. Und das wahrscheinlich bekannteste CMS der Welt legt weiterhin zu: Im Vergleich zum Vorjahr hat dessen Nutzung bei uns im Vergleich zu den 4 anderen Top-CMS um weitere 2,8 Prozent zugenommen. WordPress kommt damit auf einen «Marktanteil» von fast 75 Prozent (74,8 Prozent, um genau zu sein).

Die cyon-Top-5 der CMS 2020.

Die Verfolger müssen hingegen weiter Federn lassen. Das zweitmeist genutzte CMS Joomla! kann zwar immerhin noch eine zweistellige Prozentzahl auf sich vereinen, ist mit genau 11 Prozent Anteil (minus 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) am Top-5-Kuchen aber bereits weit abgeschlagen. Auf den Plätzen dahinter liegen Contao mit 6,4 Prozent (minus 0,4 Prozent), gefolgt von TYPO3 (5,2 Prozent, minus 0,7 Prozent) und Drupal (2,6 Prozent, minus 0,4 Prozent).

WordPress: Seit 2014 klarer Spitzenreiter

2013, als wir die Top-5-CMS der cyon-Kundinnen und Kunden zum ersten Mal veröffentlichten, sah die Welt der CMS noch etwas anders aus. Damals lag Joomla mit fast 45 Prozent Anteil noch klar an der Spitze, WordPress folgte mit 34,8 Prozent der Installationen aber bereits auf Platz zwei. Doch nur ein Jahr später hatte WordPress seinen Konkurrenten Joomla bereits überholt und diesen Platz bis heute nicht mehr hergegeben.

Zwei-Faktor-Authentifizierung macht Dein Internet sicherer

Zwischen Kriminellen und dem Zugang zu wertvollen Daten steht meist nur eine Kombination aus Benutzername und Passwort. Auch Webhosting-Accounts sind lohnende Ziele für Kriminelle. Denn damit lassen sich mit etwas Geschick massenhaft Phishing-E-Mails verschicken oder gefälschte Websites ins Internet stellen, auf denen wiederum nach Benutzernamen und Passwörtern gefischt oder auch Malware verteilt wird.

Zwei-Faktio-Authentifizierung macht Dein Internet sicherer.

Woher die Daten für solche missbrauchten Konten stammen, lässt sich nicht immer direkt feststellen. In den allermeisten Fällen aber wurden sie von unachtsamen Besitzern selbst verraten. Zum Beispiel, indem diese bereits früher durch eine Phishing-Website getäuscht wurden oder durch Malware bzw. Keylogger auf dem Computer der Opfer, die jeden Tastendruck an Kriminelle weiterleiten. Klar ist: Gerade Phishing ist ein Problem, das derzeit zunimmt, wie auch dem aktuellen Halbjahresbericht der Melde- und Analysestelle Informationssicherung (MELANI) des Bundes zu entnehmen ist.

2FA: Zusätzliche Hürde für Angreifer

Es lohnt sich deshalb, möglichen Angriffen eine weitere Hürde in den Weg zu stellen. Zum Beispiel mit der Nutzung der «Zwei-Faktor-Authentifizierung» (2FA). Dabei muss sich der Nutzer mit zwei verschiedenen Faktoren authentisieren, die aus unterschiedlichen Kategorien stammen:

  • Faktor Wissen (geheimes Wissen)
    Das kann ein zuvor festgelegtes Passwort, ein Einmalpasswort oder eine PIN sein.
  • Faktor Haben (geheimer Besitz)
    Damit ist ein persönlicher Gegenstand (auch in virtueller Form einer App auf dem Smartphone) gemeint, zum Beispiel ein Sicherheits-Token (USB-Dongle), eine Bankkarte, ein physischer Schlüssel oder ein Passwort-Generator.
  • Biometrischer Faktor
    Biometrische Faktoren können zum Beispiel der Fingerabdruck, das Muster der Regenbogenhaut (Iris) oder die Stimme sein. Der Fingerabdruck kann mittlerweile bei neueren Smartphones und anderen Geräten für das Entsperren verwendet werden.

Klingt kompliziert? Die meisten Internetnutzer hierzulande wenden das Verfahren längst regelmässig an, auch wenn sie sich dessen vielleicht gar nicht bewusst sind. Zum Beispiel beim E-Banking, wo es neben Login und Passwort eben den zusätzlichen Faktor in Form eines Einmalpassworts oder Codes braucht, um sich erfolgreich anzumelden. Der Code wird dabei entweder per SMS aufs Handy geschickt oder in einer Smartphone-App generiert.

 

Zwei-Faktor-Authentifizierung bei cyon einrichten

Auch bei cyon ist die Nutzung der Zwei-Faktor-Authentifizierung für das Login ins my.cyon bereits seit Jahren möglich. Wie es funktioniert, was man dazu braucht und wie man sie aktiviert, haben wir in einem ausführlichen Beitrag in unserem Supportcenter beschrieben.

Ist 2FA erst mal aktiviert, kannst Du Dich zurücklehnen – selbst im Fall, wenn Phisher oder Angreifer in den Besitz Deines Benutzernamens und Passwort gelangen. Den Angreifern fehlt nämlich weiterhin der zusätzliche Code aus dem «geheimen Besitz».

Trotzdem gilt weiterhin: Wähle immer ein sicheres Passwort und nutze für jeden Dienst ein anderes Passwort.

Mehr Peerings, mehr Speed

Gemessen an der Anzahl Teilnehmer ist SwissIX der grösste sogenannte Internet Exchange Point (IXP) der Schweiz. In 8 verschiedenen Datacentern betreibt SwissIX Router, an denen Anbieter ihre Netze zusammenschliessen können. Dieses sogenannte «Peering» sorgt dafür, dass Daten, die zwischen diesen Netzen fliessen, möglichst kurze und damit schnelle Wege nehmen können.

Mehr Peerings, mehr Speed.

Auch cyon ist am SwissIX angeschlossen, wegen knappen Bandbreiten unterhielten wir bisher aber nur mit wenigen ausgesuchten Peering-Partnern direkte Verbindungen. Anfang April 2020 haben wir das geändert: Seither peeren wir via SwissIX mit einer Vielzahl an anderen Teilnehmern. Der IXP stellt dafür sogenannte Route-Server zur Verfügung, welche sämtliche Routen der anderen teilnehmenden Netzbetreiber liefern.

Über die erweiterte SwissIX-Verbindung läuft inzwischen rund das Fünffache des bisherigen Traffics, wie man auf der obigen Abbildung deutlich sehen kann.

Insgesamt betrachtet nahm der Traffic natürlich nicht zu, sondern verlagerte sich lediglich: Weg von unseren IP-Transit-Providern Init7 und Core-Backbone, hin zu SwissIX. Die Wege der Daten wurden dadurch leicht kürzer, was sich auch in der Geschwindigkeit bemerkbar macht. Allerdings dürfte die Steigerung hier lediglich im messbaren und nicht im spürbaren Bereich liegen, da unsere IP-Transit-Provider ebenfalls Peerings mit Schweizer Providern haben oder selbst bei SwissIX angeschlossen sind. So oder so sind Ihre Websites nun in vielen Fällen ein kleines Stückchen näher bei den Besucherinnen und Besuchern.

Meet: Kostenlose Online-Meetings sind ein voller Erfolg

Am 26. März 2020 haben wir als Reaktion auf die Corona-Krise spontan die auf der Open-Source-Software «Jitsi» basierende Videokonferenzlösung Meet lanciert. Mit «Meet» lassen sich kostenlos und ohne Softwareinstallation direkt im Browser Video-Meetings durchführen. Nach drei Wochen Betrieb zeigt sich: Das Angebot wird fleissig genutzt.

Kostenlose Online-Meetings kommen an.

Zeit also für ein paar Zahlen: In den vergangenen drei Wochen wurden bereits ganze 5039 Online-Meetings über unser «Meet» durchgeführt. Dabei wurden 6.6 Terabyte an Daten generiert, die zwischen unseren Servern und den Teilnehmern hin- und herflossen. Die bisherige Rekordzahl an Teilnehmern verzeichneten wir am 15. April 2020, wo total 79 Teilnehmer in 14 Meetings gleichzeitig online waren. Zusammengezählt haben die Teilnehmenden damit bereits über 10 Wochen in Online-Meetings auf meet.cyon.tools verbracht.

Statistiken zu meet.cyon.tools.

Grafana: Statistiken für meet.cyon.tools.

Jitsi-Welle überrollt (nicht nur) die Schweiz

Als wir vor drei Wochen mit unserem «Meet»-Projekt loslegten, war das Angebot an «Jitsi»-Instanzen in der Schweiz noch sehr übersichtlich. Die Stiftung SWITCH hatte bereits für einige Hochschulen Instanzen im Einsatz und machte diese auch für die breite Öffentlichkeit verfügbar. Wir fanden die Idee klasse und dachten: Das müssen wir auch machen. Gesagt, getan.

Im Mittelpunkt des Projekts stand für uns, dass wir aus geschäftlicher Sicht nicht direkt von der Corona-Krise betroffen waren und darum im Rahmen unserer Möglichkeiten einen sinnvollen Beitrag als Unterstützung für Andere leisten können. Indem wir «Meet», unsere technische Infrastruktur und unsere Netzanbindung zur Verfügung stellen, können wir mithelfen, den aufgekommenen grossen Bedarf an Online-Konferenztools zu decken. Gleichzeitig bieten wir auch eine datenschutzfreundliche Alternative zu den bekannten kommerziellen Tools.

Inzwischen zeigt sich, dass die Idee ganz offensichtlich eine regelrechte Welle ausgelöst hat. Viele andere Anbieter, ob kommerziell oder nicht, begannen ihrerseits «Jitsi»-Instanzen auf ihrer Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Und das freut uns sehr. Einen guten Überblick über die auf der ganzen Welt verteilten Jitsi-Installationen findet sich im Github-Repo des Jitsi-Projekts.

Boom beflügelt die Weiterentwicklung

Klar: «Meet» beziehungsweise die zu Grunde liegende Open-Source-Software «Jitsi» hat noch ein paar kleine Mängel. So funktioniert das Video-Conferencing nicht mit jedem Browser gleich gut, gerade mit Firefox kommt es immer wieder zu Schwierigkeiten. Hintergrund ist die WebRTC-Technologie, die von Firefox noch nicht vollständig unterstützt wird. Das soll gemäss den Browser-Entwicklern aber bald der Vergangenheit angehören:

Auch an der End-to-End-Verschlüsselung von Jitsi wird weiter gearbeitet. Zwar ist der Datenverkehr zwischen Browser und unserem Server schon jetzt verschlüsselt, auf dem Server selbst liegen die Daten für einen kurzen Moment jedoch unverschlüsselt vor. Sowohl die Jitsi- als auch Chrome-Entwickler arbeiten aber bereits daran, eine End-to-End-Verschlüsselung zu ermöglichen. So oder so: Es zeigt sich einmal mehr, dass es nicht ganz unwichtig ist, einen vertrauenswürdigen Anbieter zu wählen.