Das Neuste zu unserer Cloudserver-Roadmap

Im vergangenen Dezember haben wir gleich drei neue Produkte angekündigt: Den Speedserver, den Agencyserver und den Geekserver.

Wir können damit Wünsche erfüllen, für welche es bislang keine vergleichbare Lösungen gibt. Und ein Blick auf die Anzahl der Vorbestellungen zeigt, dass wir offenbar einen Nerv getroffen haben.

Gerne gewähren wir einen Einblick, was sich seit der Ankündigung alles getan hat und was die Zukunft noch bringt.

Speedserver

Der Speedserver kommt dann zum Zug, wenn ein Projekt über die Leistungsgrenzen eines Webhostings hinauswächst, aber weiterhin die bewährte cyon-Umgebung gewünscht ist.

Inzwischen haben wir bereits für einige Projekte den Turbo gezündet und einen Speedserver aktiviert. Mit diesen paar Beispielen können Sie sich selbst ein Bild machen – alle diese Websites sind auf einem Speedserver untergebracht:

Besonders durch den gezielten Einsatz von Caching konnten wir die Geschwindigkeit an vielen Stellen deutlich erhöhen. Auch durch weitere Erfahrungen in der Praxis hat der Speedserver schon ein paar Iterationen hinter sich, um das Maximum an Tempo herauszukitzeln zu können.

Zur Zeit können wir bereits im Wochentakt zusätzliche Speedserver aufschalten.

Agencyserver

Der Agencyserver vereint die Kunden einer Agentur auf einem eigenen Server und bietet Extras wie eigene Hostingpakete, zentral verfügbare Ordner und nicht zuletzt einen Mengenrabatt.

Nach kürzlich abgeschlossenen Erweiterungen im my.cyon werden seit diesem Monat die ersten Agencyserver produktiv genutzt und weitere folgen bald.

Demnächst wird es beim Agencyserver noch eine Änderung geben: Das Preismodell wird nochmals vereinfacht.

Geekserver

Der Geekserver kommt dann zum Zug, wenn jemand seinen eigenen Server administrieren möchte. Und hier wurden wir am meisten überrascht, was die Anzahl der Vorbestellungen angeht. Schliesslich ist der Geekserver der Einzige dieses Trios, welcher in ähnlicher Form (in der Regel unter dem Begriff virtueller Server oder VPS) bereits seit vielen Jahren auf dem Markt existiert und entsprechend sind wir von einer gewissen Sättigung ausgegangen.

Doch offensichtlich ist die Nachfrage nach günstigen, skalierbaren und in der Schweiz untergebrachten virtuellen Servern weiterhin hoch.

Nach längeren geschlossenen Tests konnten wir nun diese Woche die ersten vorbestellten Geekserver aktivieren und rechnen damit, bis Ende Juni alle bislang eingegangenen Vorbestellungen ausliefern zu können.

Geekserver_mycyon-Screen_MacBook_small
Ein erster Blick auf die Bedienungsoberfläche eines Geekservers.

Das Ziel: Sofortaktivierung

Das Ziel aller Cloudserver ist, gleich wie es bei unserem Webhosting schon seit einigen Jahren Standard, die Sofortaktivierung. Wer umgehend sein Projekt starten möchte, soll nicht warten müssen, bis wir alles von Hand eingerichtet haben.

Gerade beim Speed- und Agencyserver ist dies ein komplexes Unterfangen und unsere Entwickler werden noch ein paar Monate daran arbeiten, bis auch das letzte Puzzleteil perfekt sitzt.

Während dieser Reise wird der Automatisierungsgrad aber laufend zunehmen und wir können immer schneller immer mehr Vorbestellungen abarbeiten.

Dabei nehmen wir möglichst auch auf individuelle Projekte und deren Launchtermine Rücksicht – zögern Sie also bitte nicht, mit uns in Kontakt zu treten, wenn Sie schon bald Ihren frischen Cloudserver in den Händen halten möchten.

Die Top 5 CMS der cyon-Kunden

Bei Content Management Systemen ist es ähnlich wie bei der Frage nach dem besten Browser, dem besten Betriebssystem oder dem smartesten Smartphone: Es gibt viele Meinungen und oft regelrechte Glaubenskriege.

Nun, wir möchten für einmal die nackten Zahlen sprechen lassen und haben untersucht, welche CMS unsere Kunden am liebsten einsetzen. Herausgekommen ist folgende Hitparade:

Top5 CMS bei cyon
Die Top 5 von links nach rechts: Joomla, WordPress, Typo3, Drupal, Contao

Berücksichtigt wurden CMS, welche über unser Scriptcenter installierbar sind.

Überrascht hat uns, dass Drupal ziemlich abgeschlagen liegt, denn gefühlt liegt es doch ziemlich im Trend. Dass das altbekannte Joomla in den vordersten Rängen mitspielt war zwar zu erwarten. Wir finden jedoch bemerkenswert, wie deutlich der Vorsprung ist.

Welches CMS ist Ihr persönlicher Favorit und was sind die Gründe dafür? Wir sind gespannt auf eine Diskussion in den Kommentaren.

Die Domain .swiss kommt im Herbst 2014

Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) hat am Dienstag mitgeteilt, dass die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) die Bewerbung des Bundes für die Top-Level-Domain (TLD) .swiss akzeptiert hat. Ursprünglich hatte sich auch die Fluggesellschaft Swiss für die TLD beworben, die Bewerbung dann aber zurückgezogen.

swissness
Foto: Martin Abegglen, CC BY-SA 2.0-Lizenz

Umsetzung kann beginnen

Mit dieser Bestätigung durch die ICANN kann der Bund nun mit der rechtlichen und technischen Umsetzung beginnen. Gemäss BAKOM sollen diese Arbeiten bis Herbst 2014 abgeschlossen sein. Ab dann wird es für Interessenten möglich sein, .swiss-Domains zu registrieren. Laut der öffentlich einsehbaren Bewerbung wird der Bund bei der technischen Umsetzung auf die Vereinigung CORE zurückgreifen. CORE betreibt bereits die Infrastruktur für die TLD .cat und .museum und hat ihren Sitz in Genf.

Mit Auflagen verbunden

Der Bund möchte mit der Verwaltung von .swiss-Domains die Schweizer Interessen wahren und so wird die Registration von .swiss-Domains mit Auflagen verbunden sein. Im Gegensatz zu den bereits bekannten .ch-Domains, die ohne spezielle Restriktionen auch von internationalen Interessenten registriert werden können.

ZitatThe .swiss business plan is designed to avoid any future necessity to increase registry price in real terms. The fundamental principle is prudence: starting from conservative price levels and gradually lowering them. This method ensures sufficient financial reserves, favors optimal allocation of domain names, helps prevent misuse and supports an orderly registration process.

Die endgültigen Preise sind noch nicht festgelegt, werden zu Beginn jedoch eher höher angesetzt. Wie in den Bewerbungsunterlagen nachzulesen ist, sollen sich die Preise für .swiss-Domains dann mit der Zeit verringern. Ein Vorgehen, das im Domaingeschäft durchaus üblich ist.

.swiss bei cyon?

Sobald die .swiss-Domains zur Verfügung stehen, werden diese problemlos auf einem cyon-Webhosting installiert werden können. Als Schweizer Unternehmen sind wir natürlich ausserdem bestrebt, Ihnen .swiss-Domains zu einem attraktiven Preis auch zur Registration anbieten zu können. Über Neuigkeiten zum Thema .swiss werden wir Sie darum hier im Blog auf dem Laufenden halten.

WordPress-Installationen unter Beschuss

Seit einigen Tagen werden weltweit WordPress-Installationen von einer grossen Bruteforce-Attacke heimgesucht. Angreifer versuchen dabei, Zugriff auf die Administration einer WordPress-Website zu erlangen. Damit Sie verstehen, was hinter diesen Angriffen steckt und wie Sie sich gegen eine solche Attacke absichern können, haben wir hier einige Tipps für Sie zusammengetragen.

Was kann ich dagegen tun?

Die Angriffe zielen auf den häufig verwendeten Benutzernamen «admin» ab. Mit folgenden Massnahmen sind Sie gegen einen solchen Angriff gewappnet:

Hauptbenutzer umbenennen

Die Angreifer versuchen sich mit dem Benutzernamen «admin» und einem typischen Passwort in Ihr WordPress einzuloggen. Wenn das nicht funktioniert, wird innert kürzester Zeit automatisch ein weiterer Versuch mit einem neuen Passwort gestartet. Mit der Änderung des Benutzernamens «admin», kann bereits ein Grossteil der Angriffe abgewehrt werden.

Sicheres Passwort setzen

Die Angreifer versuchen, sich mit Hilfe der häufigsten Passwörter einzuloggen. Wenn Sie Ihr WordPress mit einem individuellen und sicheren Passwort abgesichert haben, ist die Hürde für solche Bruteforce-Attacken schon sehr hoch. Wie ein sicheres Passwort aufgebaut ist, beschreiben wir in unserem  Supportartikel zum Thema Passwortsicherheit.

Weitere Massnahmen

Falls Sie gewillt sind, etwas mehr Zeit in die Absicherung Ihrer WordPress-Seite zu stecken, können Sie zudem Sicherheitsplugins installieren oder den Admin-Bereich mit einem Verzeichnisschutz versehen.

Folgende Sicherheitsplugins sollen ein Eindringen über die Brute-Force-Methode stark erschweren:

Eine weitere Sicherheitsstufe können Sie einbauen, indem Sie den Admin-Bereich von WordPress hinter einen Verzeichnisschutz legen. Sie können diesen in Ihrem my.cyon unter «Erweitert > Verzeichnisschutz» aktivieren.
Um den Verzeichnisschutz für die WordPress-Administration zu aktivieren, wählen Sie das Verzeichnis «wp-admin». Damit keine Konflikte mit Weiterleitungen entstehen, müsste in die .htaccess-Datei im Order der WordPress-Installation noch eine Zeile eingefügt werden:

ErrorDocument 401 default

Was macht cyon gegen die Attacken?

Im Normalfall blockieren wir IP-Adressen, welche unsere Server mit zu vielen Anfragen bedrängen. Da die Angriffe von immer wechselnden IP-Adressen stattfinden, helfen solche Sperren jedoch nur begrenzt.

Ausserdem überprüfen wir Ihr Webhosting regelmässig auf Schadsoftware. Bei einem Fund löschen wir die schadhaften Dateien und informieren Sie über weitere Massnahmen. Unsere Supporter geben Ihnen gerne weitere Tipps, wie Sie Ihre WordPress-Installation noch sicherer machen können.

Update vom 26.04.2013

Seit heute ist auf allen Webhostings noch ein zusätzlicher Schutz gegen die Bruteforce-Attacken aktiv. Dabei wird eine IP für 10 Minuten gesperrt, falls diese innerhalb von kurzer Zeit 3 Fehlversuche beim Login ins WordPress-Backend aufweist.

Hintergründe des Angriffs

Die Hacker sind nicht hinter Ihrem WordPress bzw. Ihrer Website her, sondern haben ein Interesse an Ihrem Webhosting. Das Ziel der Angriffe ist es, ein globales Botnetz zu errichten, mit welchem dann wiederum neue Angriffe auf andere Ziele gestartet werden können. Da Webhosting-Pakete, wie wir sie anbieten, sehr leistungsfähig sind und über schnelle Leitungen mit dem Internet verbunden sind, ist ein solches Botnetz leistungsfähiger als ein herkömmliches, auf privaten Computern basierendes.

Weitere Hintergrundinformationen zu diesem Thema finden Sie unter anderem auf dem Blog von sucuri.com (Englisch).

Bericht zur Störung vom 10. April

Am letzten Mittwoch, den 10.04.2013, war ein Teil unserer Kunden von einem erneuten Ausfall betroffen. Ab 03:11 Uhr waren unsere Server 30, 32, 34, 36, 38 und 42 nicht mehr erreichbar.

Unsere sofort alarmierten Techniker machten sich nach einer ersten Situationsanalyse auf den Weg in unser Rechenzentrum, um das Problem vor Ort zu beheben.

Schnell wurde klar, dass die Probleme zwar in Verbindung mit unserem Storage-System standen, es sich aber um eine andere Ursache als beim Ausfall vom 1. März handelte.

Solche Ausfälle auf der Ebene des Storage-Systems sind höchst unwahrscheinlich, wie uns auch die beigezogenen Experten immer wieder bestätigten. Das System ist redundant ausgelegt und mehrfach gegen Ausfälle gesichert.

Während der schrittweisen Wiederaufschaltung der einzelnen Server stellten wir fest, dass das Problem in Zusammenhang mit unserem Server 34 stand. Dessen Aufschaltung führte nämlich sowohl auf unserem Primärsystem, als auch auf dem Notfallsystem zum Absturz des gesamten Systems.

Die Ursache konnte also eingegrenzt werden und ab 10:20 Uhr waren sämtliche Server, mit Ausnahme von Server 34, wieder normal erreichbar.

Fehlersuche auf Server 34

Nun galt es, auch Server 34 so schnell als möglich wieder ans Netz zu bringen. Erste Versuche, die Daten für Server 34 mit einem Ersatzserver zu verbinden, scheiterten jedoch.

Vom Einspielen eines Backups sahen wir zu diesem Zeitpunkt ab, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass auch die Daten aus dem Backup den Fehler verursachen würden. Ausserdem wollten wir einen Datenverlust verhindern.

Kurz nach 17:00 Uhr folgte dann ein erster Lichtblick. Unsere Techniker, wie auch die seit dem frühen Morgen eingeschalteten Spezialisten des Storage-Herstellers, konnten den Grund für das Nichtfunktionieren von Server 34 ausmachen. Der Datencontainer, also quasi das Gefäss in dem sich die Daten von Server 34 befinden, war beschädigt.

Sofort wurde die Einspielung des letzten Backups gestartet. Da aber noch immer nicht ganz ausgeschlossen werden konnte, dass dies wiederum zum Absturz des Systems führen würde, erfolgte die Einspielung auf unser sekundäres System. Dieses System kommt im Normalfall für die Speicherung unserer Backups zum Einsatz.

Um 19:24 Uhr erlösten uns unsere Techniker mit der Erfolgsmeldung “Server 34 wieder erreichbar“. Die Analysen waren also korrekt, der beschädigte Datencontainer war das verursachende Übel.

Unsere Massnahmen

Bereits seit dem Ausfall vom 1. März sind wir daran, zusätzliche Lösungen zu implementieren, die solche Ausfälle abfedern sollen.

Konkret handelt es sich auf der technischen Seite um die Erweiterung unseres Disaster-Recovery-Systems. Dieses System ermöglicht es uns, bei einem Ausfall innert kürzester Frist ein Backup aufzuschalten, welches nur wenige Minuten alt ist. Wir rechnen damit, das erweiterte System in ca. vier bis sechs Wochen in Betrieb nehmen zu können.

Zudem werden wir Besuchern von betroffenen Websites im Notfall eine verständliche Fehlermeldung anzeigen können, die Hinweise auf die Erreichbarkeit des Servers beinhaltet.

Wir können nicht hundertprozentig garantieren, dass ein solcher Ausfall nie wieder eintreffen wird. Wir versprechen aber, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um so ein Szenario in Zukunft verhindern zu können.

Ihre Fragen

Antworten auf einige häufig gestellte Fragen finden Sie in unserem Bericht zum Teilausfall vom 1. März.

Wenn Sie weitere Fragen haben, hinterlassen Sie uns einfach einen Kommentar, schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns kostenlos unter 0800 840 840 an. Wir möchten Ihre Fragen lückenlos beantworten.

Unsere Neuankömmlinge im 2012

Letztes Jahr durften wir insgesamt vier neue Mitglieder in unserer cyon-Familie begrüssen.

Die neuen cyonauten 2012
Die neuen cyonauten 2012: Yara, Philippe, Max und Moritz.
Moritz stiess bereits im Frühling zu unserem Technik-Team und betreut seither unsere Server als System Engineer.

Im Herbst folgten ihm dann Philippe, der Sie als Mitglied unseres Support-Teams über unsere verschiedenen Kanäle betreut sowie Max, der als Entwickler tatkräftig bei der Weiterentwicklung unserer Software mitmischt.

Kurz vor Jahresende stiess Yara zu unserem Team. Sie kümmert sich um die Arbeiten welche in unserem Backoffice anfallen.

Aktualisierte Teamseite

Unsere Neuzugänge haben nun auch ihren verdienten Platz auf unserer Teamseite erhalten. Schauen Sie da doch mal vorbei und lernen Sie Moritz, Philipp, Max, Yara sowie den Rest unseres Teams kennen.

Werde Teil der cyon-Familie

Wir haben wieder eine interessante Stelle zu vergeben. Nebst einem System Engineer suchen wir ab sofort Verstärkung für unser Support-Team.

Der Andy ist megaschnell
Als Supporter hilfst Du unseren Kunden auch in Notfällen.

Bist Du auf der Suche nach einem spannenden, abwechslungsreichen Job und würdest gerne Teil unserer cyon-Familie werden? Unter cyon.ch/jobs findest Du die vollständige Stellenbeschreibung.

Mitarbeiterportrait: Max Gfeller

Im heutigen Portrait stellen wir Ihnen unser sowohl neustes als auch jüngstes Teammitglied vor. Max Gfeller hilft uns seit November 2012 als Developer dabei, unsere Software stetig weiterzuentwickeln.
Portrait Max Gfeller
Max, wie bist Du zur Firma gestossen und was sind deine Aufgaben bei cyon?
Ich bin bei cyon als Entwickler angestellt und trage mit konstanten Weiterentwicklungen und Verbesserungen unserer Produkte dazu bei, dass unsere Kunden glücklich sind. Zu cyon bin ich eigentlich nur aus Zufall gestossen: Eine Stelle war keine ausgeschrieben und ich versuchte es einfach mal mit einer Blindbewerbung. Das war im November letzten Jahres.

Welche Aspekte Deines Jobs gefallen Dir besonders?
An meinem Job gefällt mir am meisten, dass ich durch die ständigen Weiterentwicklungen und laufend neue Features unsere Plattform verbessern kann. Und oft auch sofort Rückmeldungen von Kunden bekomme.

Zum Schluss: Was bedeutet Dir cyon ganz persönlich?
cyon bedeutet für mich weit mehr als normale Arbeit: Es macht mir Spass jeden morgen ins Büro zu kommen, da ich weiss, dass ich etwas sinnvolles machen kann, von dem wiederum auch viele Leute profitieren können.
Auch das Team ist wirklich toll und ich denke, wir haben einen sehr starken Zusammenhalt und ziehen alle am gleichen Strang.

Die Suche nach neuen RSS-Readern

Wie Google gestern bekannt gegeben hat, wird der beliebte RSS-Feedreader Google Reader per 1. Juli 2013 deaktiviert.

Google Reader gehört in unserem Team zur Grundausstattung und dürfte dank der weit verbreiteten Unterstützung von vielen Apps für Desktop- und Mobile-Betriebssysteme auch bei unseren Kunden der Favorit sein, wenn es um die Verwaltung von RSS-Feeds geht.

Alternativen in Sicht

Die Ankündigung von Google schlägt grosse Wellen und langjährige Benutzer suchen nun nach Alternativen.

Bereits jetzt springen andere Anbieter wie Feedly in die Presche und bieten vergleichbare Funktionalitäten. Der Export der in Google Reader angelegten Abonnements lässt sich glücklicherweise äusserst einfach realisieren und ein Umstieg ist in Kürze erledigt.

Selber hosten

Wenn ein Webdienst seinen Service einstellt, kommt auch immer wieder die Frage auf, ob man die Daten nicht gleich auf dem eigenen Webhosting verwalten soll. Vorausgesetzt entsprechende Software ist erhältlich.

Bei der Suche nach Alternativen trifft man unweigerlich auf Fever, das z.B. von der beliebten App Reeder unterstützt wird. Wir haben die Software, die für 30$ zu haben ist, auf unseren Servern getestet. Die Installation klappt reibungslos und ein erster Livebetrieb scheint vielversprechend zu sein. Ein ausführlicheres Fazit werden wir aber erst nach ein paar Tagen ziehen können.
Screenshot Fever
Ein weiterer Kandidat ist Tiny Tiny RSS. Das Script bietet jedoch keine Installationsroutine für den Browser und zeigt sich daher ein wenig komplizierter in der Installation. Dafür ist Tiny Tiny RSS quelloffen und kostenlos.

Weitere Alternativen?

Wir gehen davon aus, dass in nächster Zeit neue Angebote auf den Markt kommen werden, um den vielen Google Reader-Benutzern eine neue Heimat zu bieten. Ein entsprechender Markt scheint ja definitiv vorhanden zu sein.

Kennen Sie weitere Alternativen oder hosten Sie Ihren RSS-Reader bereits selbst? Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Update vom 28.03.2013
Der bereits erwähnte Reader Tiny Tiny RSS sowie ein weiteres Tool mit dem Namen selfoss stehen ab sofort in unserem Scriptcenter zur Installation bereit. Ausserdem wurde dem Dienst Feedbin (2$/Monat) die Unterstützung durch Reeder zugesagt.

Bericht zum Teilausfall der vergangenen Woche

Was ist passiert?

Am vergangenen Donnerstag, den 28.02.2013, kam es ab 18:00 Uhr zu einem Teilausfall unseres zentralen Storage-Systems. Rund 50% aller Server sowie weitere Dienste wie das my.cyon und das Webmail waren infolge dessen nicht mehr erreichbar. Die Störung konnte am darauffolgenden Morgen, den 01.03.2013, gegen 11:30 Uhr wieder behoben werden.

Auch wenn eine Verfügbarkeit von 100% in der realen Welt nicht existiert, gibt es für uns kaum etwas Schlimmeres, als eine solche Störung. Wir wissen, wie verheerend ein solcher Ausfall für unsere Kunden sein kann und entsprechend setzten wir unsere ganze Kraft ein, um das Problem raschestmöglich zu lösen.

In diesem Bericht möchten wir nebst dem technischen Hintergrund und den getroffenen Massnahmen auch auf häufige Fragen eingehen, die uns zum Ausfall erreicht haben.

Der technische Hintergrund

Grundsätzlich ist bei unserer Infrastruktur alles redundant ausgelegt, was redundant ausgelegt werden kann. Redundanz bedeutet, dass ein Ausfall einer bestimmten Komponente durch eine zweite Komponente aufgefangen wird. So verfügen wir beispielsweise über zwei getrennte (und USV-gestützte) Stromkreise, zwei Zuleitungen ins Internet, zwei Router, mehrere Switches, mehrere Netzteile etc.

Auch die vom Teilausfall betroffene Komponente, der zentrale Storage, ist redundant ausgelegt. Unsere Server speichern Daten nicht auf lokal verbaute Festplatten, sondern legen diese (über ebenfalls redundante Verkabelung) auf externe Festplatten ab, also auf ebengenannten Storage. Folgende Animation zeigt vereinfacht, was bei einem Ausfall eines sogenannten Controllers geschieht:

fail-over-a1. Normalbetrieb
2. Störung auf Controller A
3. Controller B übernimmt den Betrieb ohne Unterbruch

Dieser Failover hat sowohl bei den intensiven Tests vor Inbetriebnahme und auch schon im Livebetrieb tadellos funktioniert.

Am 28. Februar klappte das Ganze allerdings nicht wie gewünscht: Der ausfallende Controller A hat das Dateisystem beschädigt, weshalb Controller B nicht einspringen konnte:

fail-over-b
1. Normalbetrieb
2. Störung auf Controller A
3. Dateisystem wird beschädigt
4. Controller B kann den Betrieb nicht übernehmen

Was tun wir, damit sich dieses Problem nicht wiederholt?

Zum aktuellen Zeitpunkt ist noch unklar, warum a) Controller A ausgefallen ist und b) warum dabei auch noch das Dateisystem beschädigt wurde. Der Fall ist beim Hersteller weiterhin in Abklärung.

Im Sinne einer zeitnahen Information zum Ausfall veröffentlichen wir diesen Bericht trotzdem schon heute und werden an dieser Stelle ein Update einfügen, sobald weitere Informationen vorliegen.

Update vom 17.05.2013: Gemäss dem Hersteller ist die Ursache weiterhin nicht restlos geklärt, da wir bislang die weltweit einzigen Kunden (!) sind, bei denen dieser Fehler aufgetreten ist. Daraus ergeben sich nur wenig Daten, die zur Problemanalyse verwendet werden können.

Häufige Fragen

Uns haben rund um die Panne eine Vielzahl an Fragen erreicht, welche wir gerne auch öffentlich beantworten:

Warum betreiben Sie die gesamte Infrastruktur nicht gespiegelt in einem zweiten Datacenter, damit man bei einem Ausfall einfach umschalten kann?

Dafür gibt es vor allem zwei Gründe:

  • Es gibt keine Garantie, dass die Verfügbarkeit besser wird, wenn man einen zweiten Standort betreibt. Ein solches Setup erhöht auch die Komplexität und eröffnet neue potentielle Fehlerquellen. Als Beispiel kann Gmail herhalten: Die Infrastruktur ist über mehrere Rechenzentren verteilt und trotzdem ist die Uptime nicht bei 100%. Ein anderes aktuelles Beispiel ist Cloudflare: dieser Dienst soll die Verfügbarkeit von Websites erhöhen, ist über 23 Rechenzentren verteilt und hatte dennoch letzte Woche einen (wenn auch relativ kurzen) Ausfall (Quelle).
  • Das Kosten-/Nutzenverhältnis ist ungenügend. Die Kosten für die hinteren Kommastellen bei der Verfügbarkeit nehmen exponentiell zu und müssen in einem vernünftigen Verhältnis zum Preis unserer Dienstleistung stehen.
    Weiter wäre es nicht so, dass sich die Kosten für die doppelte Hardware “nur” verzweifachen, es kämen noch grosse Beträge für die Synchronisation zwischen den Standorten und das zusätzlich benötigte Engineering hinzu.

Trotz unseres Ausfalls von letzter Woche ist unsere Verfügbarkeit immer noch sehr hoch.
Die ungeplante Downtime aller Webserver beträgt in den letzten zwölf Monaten vor dem Ausfall weniger als eine Stunde, die Verfügbarkeit liegt also bei über 99.98%. Mit dem Ausfall sinkt dieser Wert auf den betroffenen Servern um 0.2% womit im Mittel ein Wert von über 99.88% resultiert.

Warum schalten Sie auf meiner Website keine Informationsseite auf, damit meine Besucher über den Ausfall informiert werden?

Das ist eine gute Idee und sofern unser Netzwerk noch funktioniert, technisch auch machbar. Ein Projekt zur Umsetzung ist bereits in Arbeit und kommt nach Fertigstellung auf unseren Notfall-Plan.

Ich wollte mit Ihnen persönlich über den Ausfall sprechen, doch es kam nur eine aufgezeichnete Nachricht, die über den Ausfall informiert. Warum?

Uns erreichen in einer solchen Situation hunderte Anrufe, wir würden also ein ganzes Heer benötigen, um alle persönlich zu beantworten. Besser als ein Besetzt-Zeichen ist aus unserer Sicht eine aufgezeichnete Nachricht mit Informationen zum aktuellen Stand.

Wie macht cyon eigentlich Backups?

Wir betreiben einen zweiten Storage, der sich räumlich getrennt in einer anderen Brandschutzzone befindet. Darauf werden mindestens einmal täglich alle Daten des primären Storage kopiert und wir behalten mehrere Versionen dieser Backups auf.

Warum spielen Sie nicht einfach ein Backup zurück?

Dafür gibt es zwei Gründe:

  • Auch wenn das letzte Backup erst ein paar Minuten alt wäre, befinden sich auf dem primären Storage bereits wieder neuere Daten. Diese würden beim Zurückspielen eines Backups verloren gehen. Besonders unglücklich ist dies bei E-Mails: Geht in dieser Spanne eine E-Mail ein, die vor dem Einspielen eines Backups vom Empfänger nicht gelesen wurde, wird weder er noch der Absender jemals etwas davon erfahren.
  • Das Einspielen eines Backups ist nicht innert ein paar Minuten erledigt, es müssen dabei sehr grosse Datenmengen kopiert werden.

Unser Backup ist also vor allem eine “Lebensversicherung”, wenn die Daten auf dem primären Storage unwiederbringlich verloren gehen sollten. Daten von gestern sind immer noch besser, als gar keine Daten.
Der Erhalt der Daten auf dem primären Storage hat aber immer höchste Priorität und die Wahrscheinlichkeit eines Verlustes ist dank vielen Redundanzen sehr klein.

Ich verliere viel Geld durch den Ausfall, dafür möchte ich eine Entschädigung.

Uns ist es völlig bewusst, dass unsere Kunden eine 100%ige Erreichbarkeit wünschen und wir arbeiten Tag für Tag daran, diesem Ziel möglichst nahe zu kommen. In diesem Geschäftsfeld ist die Erreichbarkeit schliesslich einer der wichtigsten Kennzahlen, mit denen jeder Hoster zu punkten versucht. Dass eine 100%ige Erreichbarkeit in der Praxis jedoch nicht existiert, ist leider eine Realität, mit der sich die gesamte Industrie abfinden muss.

Eine entsprechende 100%ige Garantie auf Verfügbarkeit können wir also aus Gründen der Machbarkeit nicht anbieten. Leider folgt daraus auch, dass wir auf Entschädigungsforderungen nicht eintreten können. Seien Sie aber versichert, dass uns die Erreichbarkeit unserer Dienste im eigenen Interesse sehr am Herzen liegt.

Wie sieht es eigentlich bei Ihnen im Büro während einem solchen Ausfall aus?

Das kommt immer etwas auf die Situation an. Findet der Ausfall während der Bürozeiten statt, herrscht eine etwas gedrückte, aber fokussierte und konzentrierte Atmosphäre. Jeder weiss wo er anpacken kann und wir geben all unsere Kräfte.
Da sich Pannen jedoch nicht an Öffnungszeiten halten, wird die Technik ab und an auch aus dem Bett gerissen. Es wird jeweils die Lage beurteilt und nach Notwendigkeit werden weitere Teammitglieder beigezogen, in unserem internen Chat ist dann Hochbetrieb.

Nicht selten rückt die Technik auch ins Rechenzentrum aus, um den “Brand” vor Ort zu löschen, falls dies ferngesteuert nicht möglich ist.

Besonders gefreut haben uns während des Ausfalls die auch zahlreichen positiven und ermutigenden Kommentare unserer Kunden – das ist in einer solchen Situation eine willkommene Unterstützung und zauberte manch Lächeln auf sonst müde Gesichter.

Zum Abschluss möchten wir uns erneut bei allen Betroffenen in aller Form entschuldigen. Vorfälle wie dieser bedeuten für uns das schlimmstmögliche Szenario und gehören sicherlich nicht zur Erfahrung, welche wir unseren Kunden je zumuten möchten.

Für Fragen und Anmerkungen, sei es via Kommentarfunktion als auch über die weiteren Kanäle, haben wir wie immer offene Augen und Ohren.

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