5 Content-Management-Systeme, die Sie noch nicht kennen

Von den Top-5-CMS unserer Kunden hat jeder schon mal gehört, der sich mit dem Thema Content-Management-Systeme beschäftigt hat. Das Angebot an verschiedenen Systemen ist aber so gross, dass ein umfassender Überblick schlichtweg nicht möglich ist.

Wir stellen darum fünf Content-Management-Systeme vor, von denen Sie vielleicht noch nie etwas gehört haben, auf die sich ein Blick aber definitiv lohnt: Bolt, October, Sulu, Anchor und Fork.

Bolt

Bolt ist der Favorit unseres Software Engineers Dominic.

Bolt ist der Favorit unseres Software Engineers Dominic.

Das CMS Bolt gehört zu den Favoriten unseres Software Engineers Dominic. Das heisst in Sachen Codequalität kann dem System niemand etwas vormachen. Der in der Dokumentation vorhandene Punkt «Code Quality» ist ein weiteres Zeichen dafür, dass wir es hier mit einem soliden Stück Software zu tun haben.

Allgemein ist die System-Dokumentation sehr ausführlich. Das macht es einfach, sich in das Thema einzulesen. Bolt setzt im Untergrund auf Silex, Symfony components und Twig als Template-Engine.

In Bolt werden alle Inhaltsformen durch sogenannte «Contenttypes» definiert, was sehr viel Flexibilität bietet. Die Contenttypes werden ganz praktisch in Konfigurationsdateien im YAML-Format konfiguriert. Die Demo zum System finden Sie unter try.bolt.cm.

Bolt lässt sich entweder über den herkömmlichen Weg (SFTP) oder via Kommandozeile installieren.

October

System Engineer Michael schwärmt für October.

System Engineer Michael schwärmt für October.

Das CMS October ist der Favorit unseres Software Engineers Michael. Er ist absoluter Fan des PHP-Frameworks Laravel, auf dem October aufbaut. Wie bei Bolt kommt auch bei October die Template-Engine Twig zum Einsatz.

Das System lässt sich sowohl auf der Shell und mit der jeweils bevorzugten Versionsverwaltung als auch mit Hilfe eines WYSIWYG-Editors verwalten. Damit muss der Profi nicht auf seinen bevorzugten Deployment-Prozess verzichten und das System bleibt auch für technisch weniger versierte Nutzer attraktiv.

Funktionen wie eine CDN-Unterstützung, Bildbearbeitung oder Dateimanagement stehen von Haus aus zur Verfügung. Ausserdem findet sich auf der Projekt-Website ein Marktplatz für Plugins und Themes.

October wird in Kürze in der ersten stabilen Version erscheinen. Die aktuelle Version lässt sich sowohl über einen Wizard als auch auf der Kommandozeile installieren.

Sulu

Sulu bietet eine Vorschaufunktion für mobile Geräte.

Sulu bietet eine Vorschaufunktion für mobile Geräte.

Sulu ist nach eigenen Angaben auf die Bedürfnisse von KMU und Industrieunternehmen ausgelegt. Es bietet die Verwaltung von mehreren Websites und Applikationen in einer Installation und ist von Haus aus mehrsprachenfähig. Ganz besonders gefällt die Vorschau von Inhalten für unterschiedliche Geräte. So stellt man sicher, dass die Website nicht nur auf dem Desktop sondern auch auf dem Smartphone gut aussehen. Natürlich vorausgesetzt, das Website-Design ist responsive. Das System lässt sich unter demo.sulu.io auf Herz und Nieren prüfen.

Die Installation von Sulu ist nicht ganz trivial und lässt sich zurzeit nur via Kommandozeile erledigen.

Anchor

Anchor ist das Leichtgewicht unter den CMS.

Anchor ist das Leichtgewicht unter den CMS.

Anchor ist das Leichtgewicht unter den heute vorgestellten Content-Management-Systemen. Mit nur ca. 150 kB wiegt der Code weniger als ein durchschnittliches JPG-Bild. Unser System Engineer Moritz hat Anchor zu einem seiner Favoriten gekürt. Ganz besonders gefallen ihm die sehr simple Oberfläche und die native Markdown-Unterstützung.

Anchor ist nicht nur sehr leichtgewichtig, sondern lässt sich auch äusserst einfach installieren.

Fork

Fork bietet interessante Funktionen für Marketers.

Fork bietet interessante Funktionen für Marketers.

Fork wirbt mit einer benutzerfreundlichen Oberfläche, mächtigen Modulen, wunderschönen Themes und Funktionen, die die Herzen von SEO-Fanatikern höher schlagen lassen. Für Marketers ganz interessant: Die Erweiterung Multivariate Testing mit dem sich leicht AB-Tests realisieren lassen. Wie Sulu, October und Bolt setzt auch Fork auf das Symfony-Framework im Unterbau. Das System lässt sich unter fork-cms.com/demo testen.

Fork lässt sich sowohl via composer als auch über den herkömmlichen Weg installieren.

Welches ist das beste Content-Management-System?

Diskussionen darüber, welches nun das beste System ist, enden nicht selten in regelrechten Glaubenskriegen. Am Ende des Tages ist aber nur entscheidend, ob ein System die Aufgaben und Probleme löst, die die eigene Website stellt. Wenn Sie noch auf der Suche nach «Ihrem» CMS sind, schadet ein Blick auf die oben genannten Kandidaten bestimmt nicht.

Neben 9 anderen startet im Juli mit .site eine der interessantesten Domainendungen des Jahres

Die Domainendung .website rangiert zurzeit auf Platz 12 der weltweiten Verkaufscharts. Das sind gute Aussichten für die kürzere Version .site. Neben .site starten neun weitere Domainendungen im Juli in die General Availability-Phase und sind ab dann frei registrierbar.

Im Bereich «Luxus» gehören .gold und .jewelry zu den Neustartern, sportlich geht es mit .golf und .team zu und her. Für Unternehmen aus der Gastronomie dürfte .cafe interessant sein, .express könnte für Logistik-Dienstleiter und Lieferdienste spannend sein, in denen Geschwindigkeit ein wichtiges Merkmal ist. Die Endungen .plus, .show und .tours runden das Neuangebot im Juli ab.

Startdaten der neuen Domainendungen im Juli

08.07.2015

Domain CHF EUR USD GBP
.gold 119.90 119.90 134.90 78.90
.golf 59.90 59.90 61.90 37.90
.plus 39.90 39.90 41.90 25.90
.tours 59.90 59.90 61.90 37.90

15.07.2015

Domain CHF EUR USD GBP
.cafe 39.90 39.90 41.90 25.90
.express 39.90 39.90 41.90 25.90
.site 39.90 39.90 41.90 25.90

29.07.2015

Domain CHF EUR USD GBP
.jewelry 59.90 59.90 61.90 37.90
.show 39.90 39.90 41.90 25.90
.team 39.90 39.90 41.90 25.90

Wichtige Hinweise

Alle Preise gelten für eine Vertragsdauer von einem Jahr. Preisänderungen und Irrtum sind vorbehalten. Der verbindliche Preis wird Ihnen während einer Bestellung angezeigt.

Am angegebenen Datum beginnt die sogenannte General Availability-Phase, in der die Domains frei registriert werden können. Die meisten Domains werden um 18:00 Uhr Schweizer Zeit (CEST) aktiviert. Die genaue Uhrzeit wird Ihnen am Tag der Verfügbarkeit auf unserer Domainseite angezeigt.

Bei der Registrierung gilt das Prinzip «First come – first served». Zögern Sie also nicht, Ihre Lieblings-Domains gleich ab Verfügbarkeit zu registrieren, bevor jemand anderes schneller ist.

BÜPF-Revision: Droht der Überwachungsstaat?

Letzte Woche wurde im Nationalrat die Revision des BÜPF (Bundesgesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs) verabschiedet. Das revidierte Gesetz sieht vor, dass neu nicht nur Fernmeldedienst-Anbieter (Telefongesellschaften, Internet-Provider) sowie die Post Überwachungen möglich machen müssen, sondern auch Hosting-Unternehmen wie wir.
Droht mit neuem BÜPF der Überwachungsstaat?
Neben einer noch längeren Aufbewahrungspflicht für Verbindungsdaten bringt die Revision ausserdem strittige Neuerungen wie einen Staatstrojaner und sogenannte IMSI-Catcher.

Deshalb wurde ein überparteiliches Referendumskomitee gegründet, das sich gegen diese Revision einsetzt. Bezeichnend ist, dass das Komitee von allen Schweizer Jungparteien (mit Ausnahme der Jungen CVP) und dem ICT-Verband Swico getragen wird.

Gesetz veraltet, Revision nötig

Dass das Gesetz eine Überarbeitung nötig hat, ist unbestritten. Die aktuelle Version stammt aus dem Jahr 2000, als es Unternehmen wie cyon und Facebook noch gar nicht gab und Google gerade mal zwei Jahre alt war.

Argumente für die Notwendigkeit der Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung sind nur schwer zu finden. Der Bundesrat argumentiert zwar damit, es sei immer wieder zu Fällen gekommen, in welchen sechs Monate nicht genügt hätten. Das Max-Planck-Institut kommt in einer Untersuchung jedoch zum Schluss:

ZitatIm Vergleich der Aufklärungsquoten, die in Deutschland und in der Schweiz im Jahr 2009 erzielt worden sind, lassen sich keine Hinweise darauf ableiten, dass die in der Schweiz seit etwa 10 Jahren praktizierte Vorratsdatenspeicherung zu einer systematisch höheren Aufklärung geführt hätte.

Mehr Daten, mehr Aufwand

Fest steht, dass das revidierte BÜPF Mehraufwand bescheren wird. Internet-Provider werden Verbindungsdaten neu doppelt so lange aufbewahren müssen. Viele Firmen, Organisationen und sogar Private, die bisher nicht betroffen waren, müssen neu ebenfalls Daten aufbewahren. Für die Schweizer Digitalbranche sind das keine guten Aussichten, von den Freiheitsrechten der Bürger ganz zu schweigen.

Noch besteht Hoffnung, dass das neue Gesetz mit dem Zustandekommen eines Referendums abgewendet werden kann. Wir werden die Situation auf jeden Fall weiterhin genau verfolgen. Wenn Sie sich weiter über die Thematik informieren möchten, empfehlen wir Ihnen die Website der Digitalen Gesellschaft, die sich für ein offene, freie und nachhaltige digitale Gesellschaft in der Schweiz und ganz speziell gegen die Vorratsdatenspeicherung einsetzt.

CMS-Rangliste 2015: Die Top-5 unserer Kunden

Der Markt für Content-Management-Systeme (CMS) verändert sich. Das zeigt sich auch auf unseren Servern.

2013 haben wir das erste Mal ausgewertet, welche denn die beliebtesten CMSe unserer Kunden sind. Damals belegte Joomla die Spitzenposition. Im Jahr darauf verlor das System den Spitzenplatz an den Konkurrenten WordPress.

WordPress weiterhin stärkstes CMS

Es war zu erahnen: WordPress führt die Rangliste weiterhin an. Ein Ende des Erfolgs ist nicht in Sicht, denn mittlerweile macht das System mehr als die Hälfte unseres Top-5-Kuchens aus.

Bislang hat es kein weiteres CMS geschafft, einen Konkurrenten aus den Top-5 zu verdrängen. Platz 2 bis 5 teilen sich also weiterhin die Systeme Joomla, Typo3, Drupal und Contao.

Und so präsentiert sich die Statistik in diesem Jahr:

Der Anteil von WordPress am CMS-Kuchen wächst weiterhin.

Fun Fact: Wir haben genau gleich viele Installationen von Contao und Typo3 gezählt.

Im Vergleich dazu die Verteilung aus dem Jahr 2014:

Bereits 2014 stand WordPress an der Spitze der CMS-Rangliste.

Bereits 2014 stand WordPress an der Spitze der CMS-Rangliste.

Wettschulden fällig

Schon 2013 wurde gewettet, dass WordPress im darauffolgenden Jahr die Spitzenposition einnehmen würde. Wetteinsätze mussten damals dank dem starken Wachstum des Systems keine eingelöst werden.

Bei mindestens einer Prognose für dieses Jahr sind nun aber die Wettschulden fällig. Denn nebst WordPress konnte einzig Contao leicht zulegen. Die anderen drei Systeme haben allesamt Anteile verloren.

ZitatDanke für das Follow-Up :-). Interessante Daten. Hätte gedacht, dass der Rückgang von Typo3 zugunsten von Drupal rascher geht. Mit einem Anteil von Drupal bei Cyon von 5,9% gegenüber einem globalen Anteil (builtwith.com) von 12,9% ist da noch etwas Nachholbedarf und ich würde jetzt mal 8 Klimmzüge drauf wetten, dass Drupal im nächsten Jahr Typo3 überholt.
Simon Schweingruber, 08.09.2014

Unsere Kunden liegen im Trend

Gemäss builtwith.com ist WordPress das einzige System, das im vergangenen Jahr auch im weltweiten Vergleich spürbar zulegen konnte. Drupal und Joomla konnten ihren Marktanteil knapp halten. Typo3, früher für viele «das» CMS, ist in den globalen Top-Ten gar nicht zu finden.

Nichtsdestotrotz bleibt die Vielfalt unter den Content-Management-Systemen gross. Hunderte von Open-Source-Systemen sind erhältlich und jeder hat so seine eigenen Favoriten. Es gibt sie also durchaus noch, die Welt ausserhalb des WordPress-Universums.

Wenn Sie immer mal gerne neue Systeme ausprobieren, folgen Sie uns auf Twitter. In unseren Linktipps finden sich regelmässig Content-Management-Systeme, die einen Blick wert sind.

OPcache: Mehr Dampf für PHP-Scripts

Seit unserer Umstellung auf ein neues Webserver-Setup wird ab PHP 5.5 automatisch eine Erweiterung mitgeliefert, die für mehr Performance sorgt: OPcache

OPcache ist ein sogenannter Bytecode-Cache, der vorkompilierten Code im Arbeitsspeicher ablegt. So wird vermieden, dass PHP-Scripte bei jedem Aufruf komplett neu verarbeitet werden müssen.

Doppelt so schnell

Wir haben eine kleinen Vergleichstest durchgeführt, um zu sehen, ob OPcache eine sichtbare Verbesserung bringt.

Für den Test haben wir die aktuelle WordPress-Version installiert und mit einem kostenlosen Theme aus dem offiziellen Theme-Verzeichnis ausgestattet. Dann haben wir mit dem Tool «ab» mehrmals jeweils 100 Anfragen an die Website simuliert.

Dank OPcache laden PHP-Scripts doppelt so schnell.

Dank OPcache laden PHP-Scripts doppelt so schnell.

Im Schnitt benötigte eine Anfrage ohne OPcache 333 ms, bis sie beantwortet wurde. Mit eingeschalteter Erweiterung waren es lediglich 161 ms. Anfragen bei eingeschaltetem OPcache wurden also mehr als doppelt so schnell beantwortet.

Wie schalte ich OPcache an?

OPcache ist auf unseren Server ab PHP 5.5 automatisch aktiv. Selbstverständlich lässt sich OPcache aber ausschalten, wenn das denn gewünscht ist. Dazu aktivieren Sie eine eigene php.ini und fügen den folgenden Befehl hinzu:

opcache.enable = 0

OPcache lässt sich mit vielen verschiedenen Funktionen konfigurieren. Die von uns festgelegte Standardkonfiguration ist in den meisten Fällen optimal und Anpassungen sind nicht notwendig.

Alle verfügbaren Funktionen finden Sie in der offiziellen PHP-Dokumentation. Auch diese Anweisungen steuern Sie in Ihrer eigenen php.ini oder je nach Funktion auch direkt im gewünschten PHP-Script mit der Funktion ini_set().

Funktioniert der Cache überhaupt?

OPcache bringt keine eingebaute GUI mit, anhand einer phpinfo()-Ausgabe lässt sich aber schnell erkennen, ob die Erweiterung aktiv ist und welche Parameter gesetzt sind.

Wer es hübscher mag, findet bei Github drei Projekte, mit denen sich die Statistiken zu OPcache übersichtlich darstellen und einige Funktionen direkt steuern lassen:

  • OpCacheGUI bietet die schönste Oberfläche und lässt einzelne Dateien aus dem Cache löschen.
  • OPcache Status bietet eine One-Page-Oberfläche für Puristen und stammt vom PHP-Erfinder Rasmus Lerdorf.
  • opcache-gui bietet eine responsive Oberfläche, mit der sich einzelne Dateien besonders leicht finden und aus dem Cache löschen lassen.

Diese GUIs sollten wenn immer möglich mit einem Passwortschutz versehen werden, wenn der Installationsort öffentlich erreichbar ist.

Für Content-Management-Systeme wie WordPress oder Drupal sind ausserdem entsprechende Erweiterungen erhältlich, die eine OPcache-GUI ins System integrieren.

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