.ski und weitere 9 Domainendungen im September 2015

Die Skination Schweiz wird’s freuen. Ab 08. September 2015 können Domains mit der Endung .ski registriert werden. Ob Swiss-Ski swiss.ski schon vorbestellt hat?

Nebst .ski starten im September mit .fyi, .mba und .men noch drei weitere dreistellige Top-Level-Domains.

Die neuen Domainendungen im September sind ab den folgenden Daten bei uns im Angebot:

01.09.2015

Domain CHF EUR USD GBP
.amsterdam 49.90 49.90 51.90 31.90

02.09.2015

Domain CHF EUR USD GBP
.fans 99.90 99.90 103.90 62.90
.fyi 29.90 29.90 30.90 18.90
.mba 39.90 39.90 41.90 25.90

08.09.2015

Domain CHF EUR USD GBP
.ski 59.90 59.90 61.90 37.90

09.09.2015

Domain CHF EUR USD GBP
.taipei 39.90 39.90 41.90 25.90

16.09.2015

Domain CHF EUR USD GBP
.men 39.90 39.90 41.90 25.90

23.09.2015

Domain CHF EUR USD GBP
.courses 49.90 49.90 51.90 31.90

24.09.2015

Domain CHF EUR USD GBP
.rent 79.90 79.90 82.90 50.90

29.09.2015

Domain CHF EUR USD GBP
.college 79.90 79.90 82.90 50.90

Wichtige Hinweise

Alle Preise gelten für eine Vertragsdauer von einem Jahr. Preisänderungen und Irrtum sind vorbehalten. Der verbindliche Preis wird Ihnen während einer Bestellung angezeigt.

Am angegebenen Datum beginnt die sogenannte General Availability-Phase, in der die Domains frei registriert werden können. Die meisten Domains werden um 18:00 Uhr Schweizer Zeit (CEST) aktiviert. Die genaue Uhrzeit wird Ihnen am Tag der Verfügbarkeit auf unserer Domainseite angezeigt.

Bei der Registrierung gilt das Prinzip «First come – first served». Zögern Sie also nicht, Ihre Lieblings-Domains gleich ab Verfügbarkeit zu registrieren, bevor jemand anderes schneller ist.

PHP 7: 3x schneller und bei cyon bereits verfügbar

Wieder werden bei cyon untergebrachte Websites schneller. PHP 7, die neuste Generation der beliebten Skriptsprache und nach 20 Jahren quasi die Jubiläumsausgabe, verspricht deutlich mehr Geschwindigkeit. PHP 7 ist bei uns ab sofort in einer Vorab-Version verfügbar.

Mit PHP 5.6 haben wir damit begonnen, neue PHP-Versionen bereits dann anzubieten, wenn diese noch den sogenannten «Release Candidate»-Status tragen. Release Candidates enthalten bereits alle Funktionen, die in der ersten stabilen Version zur Verfügung stehen werden und bis dahin bekannte Fehler sind ausgemerzt.

Release Candidates sollten noch nicht zu produktiven Zwecken eingesetzt werden, ein Blick auf den Tacho lohnt sich zu Testzwecken aber allemal.

PHP 7 ist massiv schneller

Wie eingangs erwähnt, verspricht der Einsatz von PHP 7 einen gewaltigen Geschwindigkeitssprung. Wir haben intensiv getestet und sind begeistert.

Als Testkandidat kam die aktuellste WordPress-Version auf einem unserer Webhosting-Accounts zum Einsatz. Gemessen haben wir mit dem Tool «ab» und dem folgenden Befehl, mit dem 1000 Anfragen (jeweils 25 gleichzeitig) simuliert werden:
ab -k -c 25 -n 1000 -S

Die PHP-Entwickler haben nicht zuviel versprochen. In unseren Tests wurde die Website mit PHP 7 bis zu dreimal schneller ausgeliefert, als das mit PHP 5.6 der Fall war.

PHP 7: Dreimal schneller als PHP 5.6.

PHP 7: Dreimal schneller als PHP 5.6.

Konkurrenz belebt das Geschäft

PHP 7 enthält eine neue Version der «Zend Engine» und wurde damit vor allem im Unterbau einer Generalüberholung unterzogen. Dies zeigt sich auch in der Anzahl Prozessor-Zyklen, die für die Berechnung einer Website nötig sind. Der Wert konnte seit Januar 2014 um das dreieinhalbfache verkleinert werden, die Entwickler haben also ganze Arbeit geleistet.

Entstanden ist PHP 7 aus dem Projekt PHPNG (next generation), das als Antwort der PHP-Entwickler auf die von Facebook entwickelte HHVM gilt, die wiederum eine viel bessere Performance gegenüber der herkömmlichen PHP-Implementation verspricht. Mit PHP 7 liegen die beiden Kontrahenten nun praktisch gleich auf, wie ein Benchmark von PHP-Erfinder Rasmus Lerdorf zeigt.

Eines zeigt sich deutlich: Die beiden Projekte motivieren sich gegenseitig zu neuen Höchstleistungen, von denen wir Benutzer in Form von performanteren Websites profitieren. Zudem arbeiten die Entwickler der beiden Projekte gemeinsam an einer Sprachdefinition für PHP.

3, 4, 5, 7?

Nach PHP 5 wäre der logische Nachfolger natürlich die Version 6. Doch nachdem die Planung für PHP 6 bereits im Jahr 2005 begann, sich die Implementierung aber hinzog, entschied man sich, der neusten PHP-Version die Zahl 7 zu verleihen. Viele der in PHP 6 geplanten Neuerungen haben ihren Weg bereits in die PHP 5.x-Versionen gefunden, weshalb niemand der «verlorenen» Version nachtrauert.

Neue Funktionen und mögliche Stolpersteine

Der spürbare Geschwindigkeitsgewinn ist sicher das wichtigste Argument, die eigene Website sobald wie möglich für PHP 7 fit zu machen. Darüber hinaus gibt es natürlich noch weitere neue Funktionen wie «Scalar type declarations», «Return type declarations», den «Null coalesce operator» oder den «Spaceship operator». Eine komplette Übersicht findet sich auf der offiziellen PHP-Website.

Potentielle Stolpersteine für ältere Websites und Applikationen dürften vor allem zwei Neuerungen in PHP 7 bieten. Zum einen werden indirekte Ausdrücke neu strikter evaluiert zum anderen wird «ext/mysql» nicht mehr unterstützt. Da ist es jetzt an der Zeit auf «ext/pdo_mysql» oder «ext/mysqli» zu wechseln.

Die erste stabile Version von PHP 7 wird voraussichtlich im November 2015 erscheinen. Wir werden bis dahin alle Zwischenreleases und dann natürlich die stabile Version jeweils wenige Tage nach Erscheinen anbieten.

WordCamp Switzerland 2015: Stelldichein der Schweizer WordPress-Community

Am 19. September 2015 ist es wieder soweit: Die Schweizer WordPress-Community trifft sich im Technopark Zürich zur diesjährigen Ausgabe des WordCamps Switzerland. WordCamps sind ungezwungene Events und werden von der WordPress-Community auf der ganzen Welt veranstaltet. Sie sind ein wichtiger Pfeiler für die starke Vernetzung der WordPress-Gemeinde und mitunter ein Grund für die grosse Beliebtheit des Content-Management-Systems.

WordCamp Switzerland 2015: Stelldichein der Schweizer WordPress-Community.

WordCamp Switzerland 2015: Stelldichein der Schweizer WordPress-Community.

Das WordCamp Switzerland wird nach 2011 und 2014 dieses Jahr bereits zum dritten Mal stattfinden. Nachdem die letztjährige Ausgabe mit über 200 Teilnehmern ein voller Erfolg war, dürfen die Organisatoren auch dieses Jahr wieder mit regem Besucherinteresse rechnen. Schliesslich haben nicht weniger als 97% der WordCamp 2014-Teilnehmer ihre Teilnahme an der Ausgabe 2015 angekündigt.

Tolle Location, spannende Vorträge

Der Technopark Zürich, den viele innovative Jungunternehmen ihr Zuhause nennen, setzt als Austragungsort auch dieses Jahr den perfekten Rahmen für eine Veranstaltung wie das WordCamp.

Bereits 2014 fand das WordCamp Switzerland im Technopark statt.

Bereits 2014 fand das WordCamp Switzerland im Technopark statt. Quelle

Als Headliner ist Konstantin Obenland angekündigt, der in der Rolle des Release Leads die Entwicklung der soeben erschienenen WordPress-Version 4.3 leitete. In seinem Vortrag wird er darüber berichten, was während der Entwicklung der Version gut aber auch schlecht lief und wird erzählen, was er beim nächsten Mal anders machen würde. Ein Blick hinter die Kulissen, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

Heute, 21. August, endet der Call for Speakers. Die weiteren Referenten werden daher in den nächsten Tagen auf der WordCamp-Website publiziert.

Jetzt Ticket sichern

Wir hatten bereits das WordCamp 2014 gesponsert und durften an unserem Stand viele interessante Gespräche führen. Eine tolle Erfahrung, die uns in bester Erinnerung bleibt. Keine Frage, dass wir auch dieses Jahr das WordCamp als Sponsor unterstützen.

Noch sind nicht alle Tickets für die Veranstaltung verkauft. Das könnte sich jedoch schnell ändern. Handeln Sie darum schnell und buchen Sie Ihre Teilnahme, wenn Sie am WordCamp 2015 dabei sein möchten. Wir freuen uns schon jetzt auf die spannenden Talks und Ihren Besuch an unserem Stand. Bis bald im Technopark :)

Gewinnen Sie eines von 4 Smashing Books – Real-Life RWD

Wenn Sie heutzutage eine neue Website entwickeln, kommen Sie an einem Begriff nicht vorbei: Responsive Webdesign (RWD). Das hochangesehene Smashing Magazine hat sich in seiner neusten Ausgabe des Smashing Books deshalb ausführlich mit dem Thema RWD beschäftigt. Herausgekommen ist ein neues Referenzwerk, das sich mit der Implementierung der Technik im realen Leben beschäftigt.

Gewinnen Sie eines von vier Exemplaren «Smashing Book 5».

Gewinnen Sie eines von vier Exemplaren «Smashing Book 5 – Real-Life RWD».

Die besten RWD-Techniken und -Ansätze

RWD ist in aller Munde. Doch wie geht man ein entsprechendes Projekt richtig an? Was sind die Best-Practices? Mit der fünften Ausgabe der Smashing Book-Reihe versuchen die Autoren genau diese Fragestellungen zu beantworten. Anhand von realen Problemstellungen und echten Webdesign-Projekten zeigen die Profis, welches die effizientesten Ansätze und Lösungswege sind.

Das Buch bietet in 12 Kapiteln Lesestoff zu responsiven Workflows, SVG, Flexbox, Webfonts, responsiven Bildern und E-Mails sowie Content-Strategie, Debugging, Performance und nicht zuletzt Offline-Experience. Geschrieben wurde das Werk u.a. von Vitaly Friedman, Eileen Web, Sara Soueidan und Dan Mall.

Eines von vier Exemplaren gewinnen

Die gedruckte Ausgabe des neusten Smashing Books ist direkt im Shop des Smashing Magazines erhältlich. Wir verlosen an dieser Stelle vier Exemplare. Die Teilnahme ist über das folgende Formular möglich:

Gewinne 1 von 4 Exemplaren «Smashing Book 5 – Real-Life RWD».

Für höhere Gewinnchancen lassen sich die Teilnahmemöglichkeiten auch kombinieren. Teilnahmeschluss ist der 03.09.2015, 12:00 Uhr. Wir wünschen viel Glück!

SSH: Ein mächtiges Werkzeug für Ihr Webhosting

Seit vergangener Woche steht allen unseren Kunden SSH zur Verfügung. Doch was ist dieses SSH genau und vor allem: Was kann man damit alles anstellen? Wir zeigen Ihnen heute die Basics von SSH und wie man damit WordPress komplett installieren kann.

Was ist SSH?

Doch zuerst eine kleine Einführung: SSH steht für Secure Shell und ist vereinfacht gesagt eine Möglichkeit, eine verschlüsselte Verbindung auf einen entfernen Computer herzustellen und dort alle möglichen Befehle auszuführen.

Linux und Mac bringen die entsprechenden Programme bereits mit (unter Mac mit dem Programm «Terminal»), mit Windows sind Programme wie PuTTY oder Cygwin rasch installiert.

Auf den Server verbinden

Die Zugangsdaten sind identisch mit denen für FTP und bestehen aus Ihrem Benutzernamen und Ihrem Passwort. Die Daten sind im Bedarfsfall auch in Ihrem my.cyon-Konto ersichtlich.

Unter Windows öffnet man z.B. PuTTY und gibt nach Programmstart unter «Host Name» den Servernamen ein, also z.B. oliverorange.com. Nach Klick auf Öffnen wird man zur Eingabe von Benutzername und Passwort aufgefordert.

Mit Mac («Terminal» starten) oder Linux (Konsole öffnen) kann eine Verbindung nach diesem Muster aufgebaut werden:

ssh <benutzername>@server [Enter]

Also zum Beispiel

ssh oliveror@oliverorange.com [Enter]

Klappt die Verbindung, wird man zur Eingabe des Passworts aufgefordert. Es ist übrigens völlig normal, dass das Passwort während der Eingabe nicht angezeigt wird. Eine Sicherheitsmassnahme gegen ungewollte Blicke auf den Bildschirm.

Nach einem weiteren Schlag auf Enter ist man, richtiges Passwort vorausgesetzt, mit dem Server verbunden und kann loslegen.

Ein [Enter] ist übrigens immer nötig, um einen Befehl loszuschicken. Der Lesbarkeit zuliebe verzichten wir im weiteren Verlauf auf diesen Hinweis.

Zwei nützliche Hinweise vor dem Start: Mit [Ctrl + C] können Sie eine Eingabe löschen oder einen laufenden Befehl unterbrechen. Mit den Pfeiltasten nach unten und oben können Sie im Verlauf der Befehle hin und her wandern. Das spart das erneute Eintippen identischer Befehle.

Kapitel 1: Auf dem Server navigieren

Mit den Befehlen ls und cd navigieren Sie auf Ihrem Server. ls (list) listet dabei alle Dateien und Ordner auf, cd (change directory) wechselt in einen gewünschten Ordner.

Probieren Sie den Befehl einfach mal aus:

ls

Sie sehen so alle Dateien und weiteren Ordner im aktuellen Verzeichnis. Wechseln Sie nun in Ihr public_html-Verzeichnis, das Ihre Website(s) beinhaltet:

cd public_html

Schauen Sie sich erneut um:

ls

Übrigens: Ordner werden unter Linux mit «/» (und nicht wie unter Windows üblich mit «\») getrennt. Man schreibt also cd ordner1/ordner2 um direkt in das Unterverzeichnis «ordner2» zu gelangen.

Tipp: Die meisten Befehle können um diverse Optionen erweitert werden. Ein ls -l zum Beispiel liefert eine ausführlichere Liste (l steht für long), in welcher noch Berechtigungen, Dateigrösse etc. angezeigt werden.

Eine Übersicht über alle verfügbaren Optionen liefert der Befehl man, also z.B. man ls. Mit q können Sie diese sogenannten Man-Pages wieder verlassen. An dieser Stelle empfehlen wir die Website explainshell.com, die Man-Pages übersichtlich aufbereitet.

Tippen Sie einfach mal ein ls -l ein, um den Unterschied zu einem normalen ls aufzuzeigen.

Kapitel 2: Mit curl ferne Dateien auf den Server holen

Mit curl kann man Daten von fremden Servern herunterladen.

Zuerst wechseln wir in den Ordner public_html:

cd ~/public_html

Das Tilde-Zeichen «~» steht für Ihr Heimverzeichnis. Ihr Heimverzeichnis lautet auf Linux in der Regel /home/benutzername und ~ ist eine abgekürzte Schreibweise davon. Egal wo im Dateisystem Sie sich befinden, ein cd ~/public_html bringt Sie immer in den Ordner /home/ihrbenutzername/public_html.

Nun laden wir also eine Datei von einem anderen Server herunter, in diesem Fall die aktuellste WordPress-Version:

curl -O https://wordpress.org/latest.tar.gz

Die Option -O sorgt dafür, dass curl die Anfrage in eine Datei schreibt. Während dem Download erhalten Sie eine Anzeige, welche den Fortschritt visualisiert.

Kapitel 3: Entpacken mit tar und gzip

Die heruntergeladene Datei ist komprimiert, was an ihrer Endung .tar.gz erkennbar ist (ähnlich wie z.B. .zip). Mit dem Programm tar können Sie die heruntergeladene Datei nun entpacken. Wir verwenden dafür folgende Optionen: -xzvf. x steht für Extrahieren, z für Entpacken mit gzip (erkennbar am .gz im Dateinamen), f gibt an, dass es sich um eine Datei handelt und v steht für verbose und versorgt uns mit einer Anzeige, wie das Entpacken vonstatten geht.

Probieren wir es also aus:

tar -xzvf latest.tar.gz

Tipp: Mit der Tabulator-Taste können Sie Datei- und Ordnernamen vervollständigen. Es reicht also, wenn Sie tar -xzvf l eingeben, und dann die Tabulator-Taste betätigen. Sollten noch andere Dateien oder Ordner mit dem Buchstaben «l» beginnen, können Sie 2x Tabulator drücken, um eine Liste aller mit «l» beginnenden Dateien und Ordner zu erhalten.

In der Datei latest.tar.gz befand sich ein Ordner wordpress, der alle Dateien für eine WordPress-Installation enthält. Wir möchten WordPress in diesem Beispiel direkt im Ordner public_html ablegen, müssen den Inhalt von wordpress also noch eine Ebene nach oben verschieben. Hier hilft uns der Befehl mv (move):

cd ~/public_html (Sie sollten schon in diesem Ordner sein, das ist nur zur Sicherheit, falls Sie etwas umhergewandert sein sollten)
mv -v wordpress/* .

Die Option -v steht für verbose und sorgt dafür, dass live angezeigt wird, was gerade passiert.

Ein Punkt (.) steht für den aktuellen Ordner, zwei Punkte (..) für eine Ordnerebene weiter oben. Mit cd .. kann man z.B. eine Ordnerebene nach oben wandern.

Ausgedeutscht bedeutet mv -v wordpress/* .: «Kopiere alle Dateien (*) im Ordner wordpress in den aktuellen Ordner, also public_html». Die Befehle mv -v wordpress/* ~/public_html oder mv -v wordpress/* /home/benutzername/public_html würden das Gleiche tun.

Auch hier wieder ein Hinweis: Linux kennt sogenannte versteckte Dateien. Diese starten mit einem Punkt im Dateiname, also z.B. .htaccess. Bei einem normalen ls werden diese nicht aufgeführt und auch vom Operator * (steht für „alle Dateien und Ordner) werden diese nicht erfasst. Würden im Ordner wordpress noch versteckte Dateien liegen, kann man diese mit mv -v wordpress/.* . verschieben. Generell ist also nach einem mv ratsam, sich mit einem ls -al (-a zeigt versteckte Dateien an) zu vergewissern, ob alles korrekt weggeschoben wurde.

Die Datei latest.tar.gz (die Datei wird beim Entpacken nicht gelöscht) sowie den nun leeren Ordner wordpress benötigen wir jetzt nicht mehr und wir können sie löschen. Dafür dient der Befehl rm (remove):

rm -vf latest.tar.gz löscht unsere Datei. Die Option -f unterdrückt eine Sicherheitsabfrage, -v zeigt wieder live an, was passiert.

Um Ordner (und deren Inhalt) zu löschen, ist noch die Option r (steht für rekusiv) erforderlich:

rm -rvf wordpress

rm unterstützt auch mehrere Argumente, rm -rvf latest.tar.gz wordpress würde die beiden Befehle vereinen.

Will man mehrere Befehle hintereinander ausführen, kann man diese mit && verketten. Das bisher gelernte lässt sich also auf eine einzelne Zeile packen:

cd ~/public_html && curl -O https://wordpress.org/latest.tar.gz && tar -xzvf latest.tar.gz && mv -v wordpress/* . && rm -rvf wordpress latest.tar.gz

Sieht das nicht fast schon filmreif aus, wie hier die Zeilen in einem atemberaubenden Tempo über Ihren Bildschirm huschen? Was hier in wenigen Sekunden erledigt wird, benötigt über den traditionellen Weg mit Down- und Upload über FTP ein Vielfaches der Zeit.

Ihre Kollegen werden Augen machen, wenn Sie plötzlich mit SSH unterwegs sind.

Ihre Kollegen werden Augen machen, wenn Sie plötzlich mit SSH unterwegs sind. Quelle

Kapitel 4: Berechtigungen mit chmod

Linux kennt ein umfangreiches Rechtesystem. Es gibt Benutzer, Gruppen und Rechte, wer eine Datei lesen, schreiben und ausführen darf. Eine detaillierte Einführung würde den Rahmen dieses Blogposts sprengen, hier hilft aber unser Supportcenter oder natürlich Wikipedia weiter.

Die Dateien auf Ihrem Server müssen die Rechte 644 für Dateien sowie 755 für Ordner tragen. Die Rechte sind im Archiv latest.tar.gz zwar bereits richtig konfiguriert, hier dennoch die Befehle, falls Sie einmal auf ein weniger vorbildlich gepacktes Archiv treffen.

An dieser Stelle wird es etwas komplexer und wir erhalten eine erste Vorahnung, was für umfangreiche Aufgaben sich mit SSH bewältigen lassen. Unsere gewünschten Befehle lauten

find . -type d -exec chmod 0755 {} \;

und

find . -type f -exec chmod 0644 {} \;

find ist ein Programm, um Dateien und Ordner nach einem definierten Muster zu finden. Unsere Befehle lauten ausgedeutscht also: «Finde im aktuellen Ordner (.) alle Dateien (-type f für File) bzw. alle Ordner (-type d für Directory) und wende den Befehl (exec) chmod auf die gefundene Liste ({}) an.» Die Zeichenfolge «\;» ist quasi das Stop-Zeichen für exec – was dahinter steht, wird von exec ignoriert.

Kapitel 5: Dateien auf dem Server editieren

Nun trennt uns nicht mehr viel, das heruntergeladene WordPress aktiv werden zu lassen. Was noch fehlt ist eine Datenbank, welche Sie in Ihrem my.cyon-Konto anlegen können. Sie benötigen den Namen der Datenbank, den Benutzer und das Passwort. Alle Angaben werden Ihnen beim Anlegen Ihrer Datenbank angezeigt.

Diese Angaben müssen in der Konfigurationsdatei von WordPress abgelegt werden. Eine Vorlage für diese Konfigurationsdatei wurde von WordPress bereits mitgeliefert und trägt den Namen wp-config-sample.php. Wir müssen diese nur noch mit cp (copy) kopieren:

cp wp-config-sample.php wp-config.php

Dieser Befehl kopiert die Datei wp-config-sample.php in eine neue Datei namens wp-config.php.

Nun muss diese Datei nur noch mit den richtigen Angaben zur Datenbank versehen werden. Dafür benötigen wir einen Editor. Zwei Beliebte sind nano oder vim. Ersterer ist leicht zu erlernen, Zweiterer benötigt etwas Einarbeitung, ist aber umso mächtiger. Wir beschränken uns hier auf nano:

nano wp-config.php

Mit den Pfeiltasten navigieren wir nun zu den richtigen Zeilen und hinterlegen die im my.cyon-Konto angezeigten Angaben an diesen drei Stellen:

define('DB_NAME', 'database_name_here');
define('DB_USER', 'username_here');
define('DB_PASSWORD', 'password_here');

Ein Bespiel wären die Werte

define('DB_NAME', 'oliveror_wordpress');
define('DB_USER', 'oliveror_wordpress')
define('DB_PASSWORD', 'vQGG(g2hA,i4ZD8M3kjp');

Mit [Ctrl + O] und [Enter] speichern wir die Änderung und mit [Ctrl + X] verlassen wir den Editor wieder.

Voilà, das war’s auch schon. Sie können jetzt Ihre Domain in einem Browser aufrufen (in unserem Beispiel oliverorange.com) und WordPress präsentiert Ihnen den Setup-Assistenten.

Zum Schluss können Sie die SSH-Verbindung wieder ordentlich beenden, indem Sie logout eingeben oder noch einfacher: [Ctrl + D] drücken. That’s it.

Google ist Ihr Freund

Natürlich konnten wir in diesem Blogpost nur die Oberfläche davon streifen, was mit SSH alles möglich ist. Es gibt dutzende weitere Befehle und Möglichkeiten und das Internet ist voll mit entsprechenden Anleitungen, Tutorials und wertvollen Tipps. Die Suchmaschine Ihrer Wahl ist also ein unverzichtbarer Begleiter, wenn Sie sich weiter mit den Möglichkeiten von SSH befassen möchten.

An dieser Stelle sei ebenfalls erwähnt, dass SSH ein sehr mächtiges Werkzeug ist und sich damit auch Unfug anstellen lässt. Achten Sie also darauf, ein sicheres Passwort zu setzen oder stellen sie gleich auf SSH-Keys um, dann müssen Sie keine Passwörter mehr eintippen.

Hat Ihnen unsere Einführung gefallen? Oder haben Sie noch einen guten Befehl auf Lager, den man unbedingt kennen muss? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar.

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