Contao 4.2: So installieren Sie die neuste Version des beliebten CMS

Vergangene Woche ist die Contao 4.2 erschienen. Neben vielen kleineren Neuerungen wurde das Backend-Theme komplett überarbeitet und kommt jetzt in einem frischen und zeitgemässen Design daher. Seit der Version 4.0 ist Contao ein Symfony-Bundle. Heute erkläre ich Ihnen, wie Sie Contao 4.2 auf einem unserer Webhostings zum Laufen bringen.

Das neue Backend-Theme von Contao lässt sich auch auf mobilen Geräten bedienen.

Das neue Backend-Theme von Contao lässt sich auch auf mobilen Geräten bedienen.

Vorbereitungen im my.cyon

Bevor wir mit der Installation loslegen, treffen wir im my.cyon noch einige Vorbereitungen.

Unter «Webhosting» > «Subdomains» legen wir eine Subdomain an. In unserem Beispiel ist «ihredomain.ch» bereits auf dem Webhosting installiert. Wir legen für diese Website die Subdomain «neu.ihredomain.ch» mit dem Zielordner «neu.ihredomain.ch» an. Um die Kommunikation zwischen der Website und Besuchern von Anfang an vor fremden Blicken zu schützen, aktivieren wir unter «Sicherheit» > «Kostenlose SSL-Zertifikate» ein SSL-Zertifikat für die Domain «neu.ihredomain.ch». Zum Schluss erstellen wir unter «Datenbank» > «MySQL» eine Datenbank und notieren den Datenbanknamen, den Datenbankbenutzer und das Datenbankpasswort. Diese Angaben benötigen wir später während der Installation von Contao.

Im nächsten Schritt melden wir uns per Konsole auf unserem Webhosting an. Die Zugangsdaten befinden sich im my.cyon unter «Webhosting» > «Übersicht» im Abschnitt «Zugangsdaten Webhosting».

In unserem Beispiel lautet der Benutzername des Webhosting-Accounts «benutzer» und die Domain «neu.ihredomain.ch». Um per SSH auf unser Webhosting zu verbinden, geben wir folgende Zeile in der Konsole ein:
ssh benutzer@ihredomain.ch
Danach wird zur Authentifizierung das Passwort für unser Webhosting verlangt, falls wir keinen SSH-Key hinterlegt haben.

Composer installieren

Nach erfolgreicher Anmeldung wechseln wir mit folgendem Befehl in das Verzeichnis bin und installieren Composer:

cd bin && curl -sS https://getcomposer.org/installer | php

Danach benennen wir die Datei composer.phar in composer um, damit wir bei der Installation über Composer die Endung .phar weglassen können:

mv composer.phar composer

Contao installieren

Jetzt wechseln wir ins Verzeichnis public_html und installieren Contao in das Zielverzeichnis der Subdomain.

cd ../public_html/ && composer create-project contao/standard-edition neu.ihredomain.ch 4.2.0

Die Installation von Contao kann einige Minuten dauern. Danach wird die Datei app/config/parameters.yml generiert und wir werden gebeten, einige Parameter zu hinterlegen. Für uns sind nur database_user, database_passwordund database_name relevant, die restlichen Optionen bestätigen wir ohne Eingabe mit der Enter-Taste. Als Parameter der drei relevanten Optionen hinterlegen wir den Datenbanknamen, den Datenbankbenutzer und das Datenbankpasswort, die wir im Abschnitt Vorbereitungen im my.cyon erstellt haben.

database_host (localhost):
database_port (3306):
database_user (null): Datenbankbenutzer
database_password (null): Datenbankpasswort
database_name (null): Datenbankname
mailer_transport (mail):
mailer_host (127.0.0.1):
mailer_user (null):
mailer_password (null):
mailer_port (25):
mailer_encryption (null):
prepend_locale (false):

Damit ist Contao installiert. Um alle Aufrufe auf HTTPS umzuleiten, müssen wir noch die Datei .htaccess anpassen. Wir wechseln dazu ins Verzeichnis web und öffnen die Datei im Vim-Editor:

cd neu.ihredomain.ch/web
vim .htaccess

Natürlich kann diese Anpassung auch direkt über FTP vorgenommen werden, wir bleiben aber auf der Shell.

Mit i wie insert aktivieren wir den Bearbeitungsmodus in Vim und können die folgenden beiden Zeilen direkt nach RewriteEngine On einfügen:

RewriteCond %{HTTPS} =off
RewriteRule ^ https://%{HTTP_HOST}%{REQUEST_URI} [QSA,L,R=301]

Mit der Escape-Taste verlassen wir den Bearbeitungsmodus und mit :wq (write and quit) speichern wir die Datei und verlassen den Editor.

Im my.cyon unter «Webhosting» > «Subdomains» ändern wir schliesslich den Zielordner von «neu.ihredomain.ch» auf «neu.ihredomain.ch/web».

Zum Abschluss rufen wir im Browser «neu.ihredomain.ch/install.php» auf, bestätigen, dass wir die Lizenz akzeptieren, schützen das Installtool von Contao mit einem Passwort, aktualisieren die Datenbank und richten ein Administrationskonto für die Anmeldung im Contao-Backend ein. Das Backend von Contao ist danach, wie gewohnt, über «neu.ihredomain.ch/contao» zu erreichen.

Erweiterung mit Composer installieren

Wir möchten die Erweiterung Contao Security Checker Bundle von 1up GmbH installieren, um unsere Contao-Installation regelmässig auf Sicherheitslücken zu durchsuchen. Wir geben in der Konsole folgenden Befehl ein:

composer require oneup/contao-security-checker-bundle

Nun müssen wir das Modul noch in der Datei AppKernel.php eintragen. Wiederum kann diese Anpassung auch direkt über FTP vorgenommen werden. Da wir bereits per SSH mit unserem Webhosting verbunden sind, ist die Änderung über die Konsole jedoch schneller erledigt.

Wir wechseln ins app-Verzeichnis:
cd ../../app/

Und öffnen die Datei AppKernel.php im Vim-Editor:
vim AppKernel.php

Mit i starten wir den Bearbeitungsmodus.

Nach der Zeile new Contao\NewsletterBundle\ContaoNewsletterBundle(), fügen wir folgenden Inhalt ein:

new Oneup\Bundle\SecurityCheckerBundle\OneupSecurityCheckerBundle(),

Mit der Escape-Taste und :wq speichern wir die Änderungen und schliessen Vim.

Erweiterung ohne Composer installieren

Wir suchen uns die Erweiterung über die Erweiterungsliste auf contao.org oder auf GitHub und stellen sicher, dass diese mit Contao 4.2 kompatibel ist.

Achtung: Wenn Erweiterungen nicht mithilfe von Composer installiert werden, müssen zusätzlich alle Abhängigkeiten für eine Erweiterung manuell installiert werden.

Wir entscheiden uns die Erweiterung EasyThemes von terminal42 gmbh zu installieren, um uns das Arbeiten im Backend zu erleichtern und so einige Klicks zu sparen.

Wir arbeiten wieder auf der Kommandozeile. Zurzeit befinden wir uns noch im Verzeichnis web. Mit folgendem Befehl verlassen wir es und rufen system/modules auf:

cd ../system/modules/

Auf GitHub finden wir den neusten Release von «EasyThemes» und kopieren den Link zum tar.gz-Archiv. Mit folgendem Befehl laden wir das Archiv auf unser Webhosting und entpacken es:

curl -L https://github.com/terminal42/contao-easy_themes/archive/2.2.2.tar.gz | tar -xzp

Mit ll können wir alle im Verzeichnis hinterlegten Dateien anschauen. Momentan heisst die Datei noch contao-easy_themes-2.2.2, dies ändern wir mit folgendem Befehl:

mv contao-easy_themes-2.2.2/ easy_themes

Wichtig: Das Verzeichnis muss den auf contao.org in den eckigen Klammern angegebenen Namen erhalten, in diesem Fall [easy_themes].

Alternativ können wir das Paket auch herunterladen, entzippen und das Verzeichnis «easy_themes» per FTP im Verzeichnis «system/modules» ablegen.

Zum Schluss müssen wir das Modul noch in der Datei AppKernel.php eintragen. Auch diese Anpassung kann direkt über FTP vorgenommen werden.

cd ../../app/
vim AppKernel.php

Mit i wechseln wir in den Bearbeitungsmodus von Vim und fügen nach der Zeile new Contao\NewsletterBundle\ContaoNewsletterBundle(), folgendes an:

new Contao\CoreBundle\HttpKernel\Bundle\ContaoModuleBundle('easy_themes', $this->getRootDir()),

Mit der Escape-Taste und :wq speichern wir die Datei und schliessen den Editor. Danach bereinigen wir alle Daten im Contao-Backend unter «System» > «Systemwartung» und loggen uns im Installtool ein, um die Datenbank zu aktualisieren. Möglicherweise ist ein Neuladen des Browser-Fensters nötig. Nun ist die Erweiterung «EasyThemes» installiert.

Contao 4.4 mit Long Term Support

Zur Zeit ist Contao 3.5 in der Long Term Support-Phase und wird bis Juni 2018 mit Bugfixes versorgt. Sicherheitsrelevante Updates erfolgen noch bis Juni 2019. Contao 4.4 wird die nächste Version mit Long Term Support sein und voraussichtlich im Juni 2017 veröffentlicht. Wer nicht auf die neuen Funktionen von Contao 4.x angewiesen ist, dem empfehle ich vorerst weiterhin Contao 3.5 zu verwenden.

Code of Conduct – Droht den wirksamen Richtlinien das Aus?

Seit 2013 steht allen Schweizer Hosting-Anbietern ein sogenannter Code of Conduct zur Verfügung, der den Umgang mit möglicherweise rechtswidrigen Inhalten regelt. Mit dem neuen Urheberrechtsgesetz (URG) sollen diese Verhaltensregeln über Bord geworfen werden.

Der Code of Conduct funktioniert. (Bild: Life of Pix)

Der Code of Conduct funktioniert. (Bild: Life of Pix)

Der Code of Conduct funktioniert

Der Code of Conduct ist ein praktisches Werkzeug, das rechtliche Unsicherheiten aus dem Weg räumt. Sowohl für uns Hosting-Anbieter, vor allem aber auch für Sie als Kunde. Herausgegeben hat den Code of Conduct die simsa, der Verband der Internet-Unternehmen in der Schweiz.

Bei Anbietern, die den Kodex einsetzen, können Sie sich sicher sein: Rechtliche Anfragen zu Website-Inhalten werden standardisiert und vor allem speditiv bearbeitet. Gleichzeitig bleiben persönliche Daten geschützt und werden nur auf Anordnung von Gerichten oder Behörden bekannt gegeben. Sperrungen werden nur in eindeutigen Fällen vorgenommen.

Wir setzen den Kodex seit seiner Veröffentlichung ein und haben uns an dessen Ausarbeitung finanziell beteiligt. Glücklicherweise müssen wir nur selten entsprechende Fälle behandeln, im Schnitt etwa einen pro Monat. Die Verhaltensanleitung vereinfacht nicht nur unsere Arbeit, sondern bietet auch für unsere Kunden eine klare Regelung solcher Angelegenheiten und einen Schutz gegen missbräuchliche Forderungen.

Die simsa führt seit Inkrafttreten des Code of Conduct eine jährliche Befragung der Unternehmen durch, die den Code einsetzen. Der Tenor ist eindeutig: Auch unsere Mitstreiter sind zufrieden.

Neues Urheberrechtsgesetz am Horizont

Vergangene Woche fand in Zürich der simsa Provider Day statt, an dem sich die Schweizer Hosting-Anbieter zu Branchenthemen austauschten. Nebst der Auswertung der Code of Conduct-Umfrage waren auch das neue Überwachungsgesetz BÜPF und die Revision des Urheberrechtsgesetz (URG) Themen, die diskutiert wurden.

Wie das BÜPF sorgt auch das neue URG für viel Zündstoff unter den Hosting-Providern. Aber nicht nur in unserer Branche ist das neue Gesetz ein heisses Thema. Beim Bund sind nicht weniger als 1300 (!) Vernehmlassungen zum Entwurf des URG eingegangen.

Unser grösster Kritikpunkt am Entwurf des neuen Urheberrechtsgesetz: Wir sollen als rechtswidrig gemeldete Inhalte sofort und ohne vorherige Prüfung offline stellen. Legt die Besitzerin der Website Widerspruch ein, soll die Website wieder ohne jegliche Prüfung online geschaltet werden.

Anforderungen an die Form einer Beanstandung sind keine vorgesehen. In unseren Augen ist das ein gewaltiger Rückschritt im Vergleich zum funktionierenden Code of Conduct. Damit verkommt dieses sogenannte Take Down-Verfahren nicht nur zum Ping-Pong sondern bietet auch die Möglichkeit zur missbräuchlichen Verwendung. Ob das noch im Sinne des Erfinders ist?

.store und vier weitere neue Domainendungen im Juni

Im Juni 2016 erweitern fünf neue Domainendungen unser Angebot. Als Highlight macht sich am 14. Juni die Endung .store auf, die Herzen von Händlern zu erobern. Ausserdem gehen im Juni .group, .salon, .ltd und .stream ins Rennen. Die neuen Endungen sind ab den folgenden Daten erhältlich:

08.06.2016

Domain CHF EUR USD GBP
.group 29.90 29.90 30.90 18.90
.salon 59.90 59.90 61.90 37.90

14.06.2016

Domain CHF EUR USD GBP
.store 79.90 79.90 82.90 50.90

22.06.2016

Domain CHF EUR USD GBP
.ltd 29.90 29.90 30.90 18.90

29.06.2016

Domain CHF EUR USD GBP
.stream 39.90 39.90 41.90 25.90

Wichtige Hinweise

Alle Preise gelten für eine Vertragsdauer von einem Jahr. Preisänderungen und Irrtum sind vorbehalten. Der verbindliche Preis wird Ihnen während einer Bestellung angezeigt.

Am angegebenen Datum beginnt die sogenannte General Availability-Phase, in der die Domains frei registriert werden können. Die meisten Domains werden um 18:00 Uhr Schweizer Zeit (CEST) aktiviert. Die genaue Uhrzeit wird Ihnen am Tag der Verfügbarkeit auf unserer Domainseite angezeigt.

Bei der Registrierung gilt das Prinzip «First come – first served». Zögern Sie also nicht, Ihre Lieblings-Domains gleich ab Verfügbarkeit zu registrieren, bevor jemand anderes schneller ist.

CMS-Rangliste 2016: Die Top-5 unserer Kunden

WordPress ist und bleibt die Königin unter den Content-Management-Systemen, das zeigt sich in unserer neusten CMS-Rangliste deutlich. Für die Rangliste haben wir ausgewertet, wieviele Instanzen von Contao, Drupal, Joomla, Typo3 und WordPress auf unseren Servern installiert sind.

WordPress weiterhin ungeschlagen auf Platz eins

So haben sich die Top-5-CMS unserer Kunden seit 2013 entwickelt.

So haben sich die Top-5-CMS unserer Kunden seit 2013 entwickelt.

WordPress macht über 60% der gezählten Installationen aus. Unsere Statistik zeigt damit Werte, die so auch in globalen Auswertungen gemessen werden. Weltweit hat WordPress unter Content-Management-Systemen einen Marktanteil von 59.5% und treibt mittlerweile 26.4% des ganzen Webs an.

Die Nummer Zwei in unserem Ranking, Joomla, hat gegenüber dem letzten Jahr erneut an Boden verloren und hält nur noch 17.3% am Top-5-Kuchen. Ob sich der ehemalige Krösus in Zukunft wieder steigern kann?

Typo3-Installationen haben wir dieses Jahr wieder mehr zählen können, das System verbleibt damit auf dem dritten Platz in unserer Rangliste. Contao, das in den vergangen Jahren jeweils zulegen konnte, ist hingegen mit weniger Installationen präsent, als das noch 2015 der Fall war. Trotz des Rückgangs reiht sich Contao knapp vor Drupal ein, das nach einer Durststrecke wieder leicht zulegen konnte.

Was bringt die Zukunft?

Das Interesse unserer Kunden an WordPress ist, das belegen die Zahlen, ungebremst. Weltweit war die Nachfrage gemäss Google Trends hingegen bereits im Jahr 2014 am grössten und nahm seither leicht ab.

Im Vergleich zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt sich: In der Schweiz ist der Anteil des Begriffs WordPress am Gesamtsuchvolumen seit 2012 durchgehend am höchsten.

Ob wir bereits «Peak WordPress» erreicht haben? Wir werden 2017 sehen, wie sich unsere Rangliste präsentieren wird.

Warum ich Texte in Markdown schreibe und Sie das auch tun sollten

Schreiben Sie Ihre Webtexte im guten alten Microsoft Word? Dann kennen Sie das Problem, wenn der Text auf der Website überhaupt nicht mehr so aussieht, wie Sie ihn im Schreibprogramm verfasst haben. Mit der Auszeichnungssprache Markdown sind Sie diese Sorge los, denn damit lässt sich das Aussehen und die Struktur eines Textes mit einfachen Markierungen definieren. So wird beispielsweise ein in zwei Sterne gesetzter Text fett. Ich zeige Ihnen heute, warum ich meine Texte nur noch in Markdown schreibe.

I ♥️ Markdown

Markdown = Texte für Menschen

Markdown ist zu allererst eben eine Auszeichnungssprache, besteht aber eigentlich aus zwei Komponenten. Neben der Sprache bezeichnet Markdown auch einen Konverter, der passend formatierten Text in HTML umwandelt. Vater der Sprache und des Konverters ist der amerikanische Blogger John Gruber. Grossen Anteil an der Entwicklung hatte auch Aaron Swartz.

Das oberste Ziel hinter Markdown ist einfach: Der Quelltext soll für Menschen lesbar sein. Texte sollen also keine Tags und kryptischen Formatierungen enthalten. Als grösste Inspiration nennt Gruber das Format von Klartext-E-Mails, bei dem als Beispiel *-Zeichen für Hervorhebungen genutzt werden. Dieser Fokus auf Lesbarkeit hat den positiven Effekt, dass sich Markdown-Texte auch äusserst komfortabel verfassen lassen.

Die Basics

Mit Markdown lassen sich alle grundlegenden Elemente eines Webtextes auszeichnen. Von Überschriften über Formatierungen wie kursiv oder fett bis hin zu Listen und Zitaten. Die Syntax ist denkbar einfach. Hier eine kleine Einführung:

Überschriften

Titel werden mit dem Rautezeichen definiert. Die Anzahl der Rautezeichen bestimmt dabei die Gewichtung der Überschrift:

# Überschrift 1 wird zu <h1>Überschrift 1</h1>, ## Überschrift 2 zu <h2>Überschrift 2</h2> usw.

Fett, kursiv und fett kursiv

Hervorhebungen sehen genau so aus, wie Sie das erwarten würden. **fetter Text** wird zu <strong>fetter Text</strong> und *kursiver Text* wird zu <em>kursiver Text</em>. Auch die Kombination aus fett und kursiv ist möglich: ***fetter, kursiver Text*** wird zu <strong><em>fetter, kursiver Text</em></strong>.

Links und Bilder

Links und Bilder sind Salz und Pfeffer von Webtexten. Naturgemäss lassen sich Verlinkungen sehr einfach in Markdown definieren.

[Link zu Google](https://www.google.ch/ "Beschreibung des Links")

wird zu

<a href="https://www.google.ch/" title="Beschreibung des Links">Link zu Google</a>

Tipp: Wenn’s ganz schnell gehen soll, lässt sich ein Link auch mit <https://www.google.ch/> definieren. Die Link-URL ist dann zugleich der Link-Text.

Selbst Bilder lassen sich äusserst simpel einbinden:

![Alternativtext](https://www.cyon.ch/img/cyon-logo.png "cyon-Logo")

wird zu

<img src="https://www.cyon.ch/img/cyon-logo.png" alt="cyon-Logo">

Listen

Listen, ob geordnet oder nicht, sind so ebenfalls schnell erstellt.

- Ich
- bin
- eine
- Liste

wird zu

<ul>
<li>Ich</li>
<li>bin</li>
<li>eine</li>
<li>Liste</li>
</ul>

und

 1. Erster
 2. Zweiter
 3. Dritter
 4. Vierter

wird zu

 <ol>
 <li>Erster</li>
 <li>Zweiter</li>
 <li>Dritter</li>
 <li>Vierter</li>
 </ol>

Markdown bietet noch weitere HTML-Elemente, die hier nicht erwähnt sind. Weil sich jedoch nicht alle Konstrukte abbilden lassen, lässt sich in Markdown-Texten auch problemlos herkömmliches HTML untermischen. Perfekt für Szenarien, wenn es ein wenig komplexer sein muss.

Die Dokumentation der kompletten Syntax finden Sie auf John Grubers Website und eine deutsche Übersetzung auf markdown.de. Markdown gibt es auch in erweiterten Varianten. Bekanntestes Beispiel ist «GitHub Flavored Markdown», mit dem sogar die Auszeichnung von Tabellen möglich ist. 2014 wurde ausserdem das Projekt CommonMark ins Leben gerufen, das einige Ungereimtheiten beim Parsen von Markdown ausbügeln soll.

Breite Unterstützung

Markdown wird von immer mehr Content-Management-Systemen von Haus aus unterstützt. Die Auszeichnungssprache hat sich zudem als Standard unter Static Site Generators entwickelt. Fehlt eine native Unterstützung, steht meist ein passendes Plugin zur Verfügung.

WordPress bringt seit Version 4.3 eine Markdown-Unterstützung-Light mit. Wir nutzen für unseren Blog deshalb das Plugin WP Markdown Editor, um die komplette Syntax nutzen zu können.

Grundsätzlich lässt sich mit jedem Texteditor ohne Probleme Markdown schreiben. Einige Editoren sind auf die Sprache spezialisiert und bieten Funktionen wie eine Vorschau oder den Export nach HTML. Wir nutzen gerne den iA Writer oder Sublime und Atom, die sich mit entsprechenden Plugins erweitern lassen.

Texte einfach produziert

Mit Markdown lassen sich ganz schnell ansehnliche Webtexte produzieren. Ohne wilde Formatierungsorgien im WYSIWYG-Editor. Wie bei jeder Eingabemethode, muss man sich auch an Markdown zuerst gewöhnen. Doch sind einem die wenigen Befehl einmal geläufig, schreibt es sich in Markdown einfach viel angenehmer als mit herkömmlichen Methoden. Auch Texte, die am Schluss gar nicht im Web landen.

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