Bereit für die Zukunft: Websites bei cyon jetzt per IPv6 erreichbar

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«Wir haben jetzt keine IPv4-Adressen mehr». Die für Europa zuständige RIPE NCC hat diese Woche die Vergabe des letzten freien Adressblocks bekanntgegeben. Dass dem Internet mit IPv4 die Adressen ausgehen würden, ist natürlich nicht erst seit dieser Woche bekannt. Mit IPv4, dem Internet-Protokoll in der Version 4, stehen nämlich «nur» 4,3 Milliarden eindeutige Adressen zur Verfügung. Das genügte zwar für lange Zeit – und zu den Anfangszeiten des Netzes dachte wohl nie jemand daran, dass dieser Adressvorrat jemals erschöpft sein würde. Doch die immer weitere Ausbreitung des Netzes und die rasant steigende Zahl an internetfähigen Geräten machten IPv4-Adressen zum inzwischen raren Gut.

Websites bei cyon jetzt per IPv6 erreichbar.

Die gute Nachricht: Das Nachfolgeprotokoll IPv6 ist fest bei uns angekommen. Websites auf Webhostings (Speed- und Agencyserver folgen in Kürze) sind unterdessen genauso per IPv6 erreichbar wie unsere DNS-Server. Bleiben noch die Mailserver, die im kommenden Jahr folgen werden.

340 Sextillionen IP-Adressen

Mit IPv6 wird Adressknappheit zum Glück wieder zum Fremdwort, denn damit stehen nämlich rund 340 Sextillionen eindeutige Adressen, also ungefähr 340’282’366’900’000’000’000’000’000’000’000’000’000 IPv6-Adressen zur Verfügung. Das reicht für die nächsten paar Jahre. Und zwar locker.

Aber natürlich bringt IPv6 nicht nur einen fast schon unbegrenzten IP-Adressvorrat, sondern stellt auf längere Sicht vor allem die Konnektivität sicher. Unser Netz bleibt damit von überall her erreichbar, auch – oder erst recht – über Provider, die nicht über IPv4-, sondern lediglich über IPv6-Adressen verfügen. Dann sollen auch die Verbindungen nochmals um ein paar Millisekunden schneller sein, behauptet zumindest ein Teil der Experten.

Und dauerte es wirklich so lange?

Zugegeben: Für Tech-Enthusiasten mag es etwas länger gedauert haben, bis IPv6 auch bei uns Einzug gehalten hat. Der Blick über den Tellerrand zeigt dann aber schnell, dass es bei der Adaptierung von IPv6 hierzulande noch Luft nach oben gibt. Gemäss aktuellen Zahlen von RIPE sind nämlich erst etwas mehr als 40 Prozent des Schweizer Internets bereit für IPv6.

Anteil per IPv6 erreichbare autonome Systeme (AS), Stand Ende November 2019.

Anteil per IPv6 erreichbare autonome Systeme (AS), Stand Ende November 2019. Quelle: RIPE NCC

Es wird übrigens auch weiterhin möglich sein, an IPv4-Adressen zu kommen. RIPE wird Adressen von aufgelösten Unternehmen oder solche, die von Netzbetreibern zurückgegeben werden, per Warteliste neu verteilen. Ausserdem gehen Experten davon aus, dass der Handel mit IPv4-Adressen stärker wird. Mit der Verteilung der letzten freien IPv4-Adressen hat der Wert einer Adresse noch einmal zugelegt.

Ein Kommentar

  1. Vielen Dank!

    Wir haben bemerkt, dass interne Verbindungen (z.B. zwischen Webhosting/Speed Server) ebenfalls neu präferiert IPv6 genutzt wird, z.B. beim DB-Zugriff.

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