Sender Rewriting Scheme (SRS) ist eine Methode, die bei E-Mail-Weiterleitungen den Header der E-Mail so umschreibt, dass die weitergeleitete E-Mail beim Empfangsserver nicht abgewiesen wird. Dies ist notwendig, da der weiterleitende E-Mail-Server sich vom absendenden Server unterscheidet. Die SPF-Überprüfung würde diese Nachricht folglich abweisen. SRS ergänzt also den Header der E-Mail mit einer Zusatzinformationen, damit der empfangende Server die Nachricht trotzdem zustellt.

Erklärung anhand eines Beispiels

Eine Person sendet dir mit der Absendeadresse «alex@versand.tld» eine Nachricht an die Adresse «oliver@empfang.tld». Der für versand.tld zuständige E-Mail-Server übernimmt dabei den Versand.

Die Nachricht wird jedoch direkt an «oliver@weiterleitung.tld» weitergeleitet. Wobei diese Weiterleitung auf dem E-Mail-Server von empfang.tld geschieht.

Der Spamfilter des endgültigen Empfangsservers weiterleitung.tld prüft bei der Absenderadresse versand.tld den SPF-Eintrag.

Da diese Weiterleitung auch einem Versand entspricht, stellt der Spamfilter nun korrekt fest, dass der bei der Domain versand.tld hinterlegte Server und der tatsächliche Versandserver empfang.tld nicht übereinstimmen. Die Nachricht wird also als Spam abgelehnt.

SRS umgeht diese Problematik, indem es beim Weiterleiten der Nachricht eine zusätzliche Information in den Header der E-Mail schreibt. Vereinfacht lautet diese etwa: «Achtung Empfangsserver, diese E-Mail habe ich, empfang.tld, weitergeleitet, sie stammt aber ursprünglich von Server versand.tld.».