Transparenzbericht 2020

Auch dieses Jahr veröffentlichen wir, fast schon traditionell, unseren Transparenzbericht. Bereits zum fünften Mal in Folge wollen wir damit aufzeigen, welche Art von rechtlichen Anfragen wir erhalten und von welchen Stellen uns diese erreichen. Unseren ersten Transparenzbericht haben wir 2016 veröffentlicht, die Berichte der vergangenen Jahre können hier nachgelesen werden: 2016, 2017, 2018, 2019.

Transparenzbericht 2020

Zahlen

Insgesamt haben uns im vergangenen Jahr 34 rechtliche Anfragen zu bei uns gehosteten Website-Inhalten erreicht. Um welches Thema es bei der Anfrage ging, wer sie gestellt hat und wie wir damit umgegangen sind, verraten wir hier.

Anfragen zu unzulässigen Inhalten

Anfragen zu unzulässigen Inhalten stammen in der Regel von Privatpersonen und Unternehmen und werden von uns nach dem «Code of Conduct Hosting» des SWICO behandelt. Im Zeitraum vom 01.01.2020 – 31.12.2020 haben wir 21 Anfragen zu unzulässigen Inhalten erhalten:

Anfragesteller

Anfragesteller Anzahl Anfragen
Unternehmen 17
Privatperson 4

Land des Anfragestellers

Land Anzahl Anfragen
Schweiz 9
USA 4
Grossbritannien 4
Italien 2
Schweden 1
Niederlande 1

Grund der Anfrage

Rechtsgebiet Anzahl Anfragen
Urheberrecht 7
Persönlichkeitsrecht 5
Phishing 5
Markenrecht 3
Betrug 1

Verfahren nach Code of Conduct

Verfahren Anzahl Anfragen
Notice-and-Notice 11
Notice-and-Takedown 10

Auskunftsersuchen von Behörden

Im Zeitraum 01.01.2020 – 31.12.2020 haben wir 13 Auskunftsersuchen von Behörden erhalten. Dabei handelte es sich um Anfragen der folgenden Instanzen:

Behörde Art der Anfrage Anzahl erhaltener Anfragen Anfragen, bei denen Daten geliefert wurden
Staatsanwaltschaft, Polizei Editionsverfügung
(Art. 263/265 StPO)
6 6
EJPD, ÜPF Rückwirkende Verkehrsdaten, Überwachung des Fernmeldeverkehrs
(Art. 18 Abs. 5 VÜPF)
3 3
Konkursamt Konkurseröffnung
(Art. 204 SchKG)
4 1

Fazit

Das vergangene Jahr war eine Herausforderung für uns alle. Auf die Zahl der Anfragen hatte das aber keine Auswirkungen. Auffällig im Vergleich zu den bisherigen Jahren ist jedoch, dass auch Konkursämter nun vermehrt mit Auskunftsbegehren an uns gelangen.

2020 wurde vom Swico zum «Code of Conduct Hosting» zusätzlich der «Code of Conduct Domain» eingeführt, welcher den Umgang mit Beschwerden in Bezug auf Domainnamen regelt. Aufgrund der neuen Regelungen bezüglich der Whois-Informationen von .ch-Domains könnten diesem im neuen Jahr eine hohe Bedeutung zukommen. Wir werden darum im Transparenzbericht für das Jahr 2021 neu auch eine Auflistung von Anfragen, die sich auf den «Code of Conduct Domain» beziehen, veröffentlichen.

Gemeinsam einsam – eine Anleitung zur abenteuerlichen Weihnachtsfeier in Pandemiezeiten

Am 11. Dezember 2020 ging unser traditionelles Weihnachtsessen über die Bühne. Und wir haben dabei nicht nur zusammen gespiesen, getrunken und gelacht, sondern so ganz nebenbei auch noch einen Mordfall aufgeklärt. In Zeiten von Corona ist das, du ahnst es bereits, aber nur von daheim aus möglich.

Gemeinsam einsam – eine Anleitung zur abenteuerlichen Weihnachtsfeier in Pandemiezeiten.

Zum Glück sind wir uns als IT-Firma Remote-Meetings bereits bestens gewohnt, kennen gleichzeitig aber auch deren Tücken: Konversationen via Zoom & Co. sind nicht gleich produktiv und spannend wie die Diskussionen von Angesicht zu Angesicht. Man sieht sich nicht gleich gut, man spürt sich (resp. den Schwips des Gegenübers) nicht gleich gut, man fällt sich aufgrund der geringen, aber doch nicht unwesentlichen Latenz oft ins Wort. Und sprechen viele gleichzeitig, entsteht schnell ein undefinierbarer Geräuschbrei. Das dämpft das Vergnügen einer spontanen, unkoordinierten Unterhaltung und ermüdet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Remote alleine war deshalb keine Lösung für unser Weihnachtsessen. Stattdessen musste ein Rahmenprogramm her – und wie es sich für cyon gehört: Am besten kommt’s mit Marke Eigenbau. Nachahmen explizit erwünscht, eine Zutatenliste findest du ganz am Schluss.

Ein Spektakel um sie alle vor den Bildschirm zu bannen

Um ein verfrühtes Dahinschmelzen der Teilnehmendenzahl am virtuellen Event zu verhindern, waren wir besonders gefordert. Das Rahmenprogramm sollte die Leute bei der Stange halten und es auch ruhigeren Zeitgenossen ermöglichen, sich einzubringen. Wir brauchten ein Konzept, ein Theme, eine Story, ein Abenteuer!

Gesagt, getan. Eine designierte Vier-Personen-Taskforce brainstormte, diskutierte und skizzierte mögliche Ideen und favorisierte schnell eine Art Krimi-Dinner. Simpel und einfach. Ohne grossen Aufwand. Und plötzlich kamen die kreativen Einfälle. Eine Story wurde entwickelt. Und dann übernahm die Besessenheit, den besten virtuellen cyon-Event aller Zeiten auf die Beine zu stellen, endgültig das Ruder.

Man stelle sich vor …

Das cyon-Büro ist leer, schliesslich sitzen alle im Home-Office. Für den Abend des 11. Dezember hat sich jedoch ein regionales Polizeikorps, 43 wackere Ordnungshüterinnen und Ordnungshüter, bei cyon eingemietet, weil deren enge Räumlichkeiten für den Weihnachtsevent unter Einhaltung der Abstandsregelung nicht ausreichten.

Anm. d. Red.: Der Clou – das Polizeikorps waren wir selbst, also die cyon-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter.

Ans Rednerpult tritt Konrad Kommissar, welcher in der cyon-Cafeteria einen absurd schrägen Powerpoint-Jahresrückblick über das letzte Polizeijahr zum Besten gibt.

«Durch die coronabedingte Abstandsregelung hat unsere Nähe zum Bürger stark gelitten. Darum haben wir uns fürs 2021 einige Änderungen einfallen lassen: zwei Meter lange Schlagstöcke und eine Wiedereinführung der Reizgasprovision!»

Es folgt tosender Applaus.

Und jetzt … Teambuilding!

Eine (rasch selbstgecodete) Online-Variante des Spiels «Ordungshüter» wird vorgestellt. Es gilt, Bond-Filme per Drag-and-Drop der Reihe nach zu ordnen. Und am Ende gibt’s eine Runde Hooked on a feeling zur allgemeinen Mobilmachung des Teamgeistes. Ooga-chaka Ooga-Ooga!

Ordnungshüter

Dann der grosse Eklat: Plötzlich ist der Schrei einer Frau aus dem Treppenhaus zu hören.

Konrad Kommissar kommt zurück und erklärt schnaufend, dass die Sekretärin der Firma, die mit uns das Gebäude teilt, einen hohen Manager namens Oskar Opfer beim Lift vorgefunden hat. In einer Lifttür eingeklemmt. Und überaus unlebendig. Der Kommissar erklärt, er habe alle Hebel in Bewegung gesetzt, aber es helfe nichts – wir seien heute Abend wirklich das einzige halbwegs nüchterne Polizeikorps in der Region, das diesen Vorfall untersuchen könne. Und so wird aus dem Weihnachtsevent plötzlich ein unfreiwilliger Arbeitseinsatz.

Ermitteln mit TAKTIK

Sogleich werden vier Teams zur Spurensicherung nach dem state-of-the-art TAKTIK-Prinzip abkommandiert (Teamorientiertes Aber Kompetitives Investigations-Kommando). Was soviel heisst wie: Lasst uns Jeopardy spielen.

Jeopardy

Mittels Vue.js selbstprogrammierte Version nach einer Vorlage von jeopardylabs.com.

Durch die Beantwortung schwieriger Fragen können so Hinweise in Form von zunehmend ausführlicheren Tatort-Protokollen freigespielt werden.

Tatort-Protokoll

Hypermodernes Akten-Management

Um die gefundenen Indizien zu sammeln und zu ordnen, wird den Ermittlerinnen und Ermittlern ein von der Polizei selbstentwickeltes, brandneues und hochmodernes Tool zur Verfügung gestellt: Akte2000 (TM). Darin lassen sich in bester Windows-98-Manier die Daten aller Hauptverdächtigen erfassen und ein Verdächtigkeits-Score ermitteln. Fax-Funktion inklusive.

Akte2000

98.css, ein tolles Retro-Stylesheet, bringt den Windows98-Look in deinen Browser.

Dem Volker Verhör ist nichts zu schwör

Die eine Hälfte der Ermittlungs-Crew hat nun die Aufgabe, die zehn hauptverdächtigen Personen zu verhören und sie mit den gefundenen Hinweisen zu konfrontieren. Das Ziel ist klar: Die Verdachtspersonen sollen mit gezielten Fragen zu Widersprüchen, gegenseitigen Anschuldigungen und entlarvenden Aussagen verleitet werden. Als Spezialwerkzeug steht der Ermittlungs-Crew ausserdem ein begrenztes Arsenal an Wahrheits-Seren mit gefährlichen Nebenwirkungen zur Verfügung.

Verhörter kippt vom Stuhl.

Ein Verhörter, wie er nach dem Wahrheitsserum vom Stuhl kippt. Bei dieser Aktion wurde lediglich ein Computerbildschirm in Mitleidenschaft gezogen.

Dies alles unter den wachsamen Augen von «Volker Verhör», dem ruppigen, qualmenden Verhör-Altmeister.

Zak McKracken lässt grüssen

Die andere Hälfte Korps wird daneben als Ermittlungsteam parallel in ein bahnbrechendes Point-&-Click -Adventure-Game geschickt.

Anm. d. Red.: Bei wem der Begriff «Point-& -Click-Adventure» keine Pupillenerweiterung um mindestens 35% auslöst, dem sei z.B. die in den 80er und 90er Jahren populär gewordenen Spiele-Perlen wie Maniac Mansion, Zak McKracken oder Monkey Island empfohlen, die damals und heute noch die Herzen unzähliger Nerds höher schlagen lassen. Mehr dazu in der technischen Fussnote.

Auf den Platz tritt hier Star-Ermittler «Ludwig McKracken», ein etwas lethargischer Kerl in Hawaiihemd und Springerstiefeln. Er steht als Hauptfigur vor der Kamera und führt die Befehle der übrigen Ermittler live aus. Wie in echten Adventures können Dinge angesehen, benutzt, gedrückt, gezogen oder sogar genommen werden und finden dann Platz in seiner unerschöpflich grossen Manteltasche.

Point and Click

Die Spielmechanik läuft in etwa so ab:

Die Spieler sprechen ihre Handlung nach demokratischer Absprache laut aus.

«Benutze Batterie mit Kaffeetasse!»

Anm. d. Red.: Unser Erzähler namens «Ottokar von Off», der zugleich das Spiel steuerte, hatte dann die richtige Reaktion aus dem Storyboard herauszusuchen. Mehr dazu in der technischen Fussnote.

Ist die Handlung nicht zielführend, gibt es eine entsprechende Gegenanweisung vom Erzähler:

«Ludwig wollte nicht mit dem Tisch reden. Sein Psychiater hatte ihm davon abgeraten, Beziehungen mit Gegenständen einzugehen. Nach dem Desaster mit seiner Zimmerpflanze sollte er sich auch besser daran halten.»

Oder aber es wird aus einer handvoll generischer «Nietensätze» geschöpft, wie zum Beispiel:

«Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: Nööö!»

Ist der Befehl gültig, gibt der Erzähler vor, was Ludwig nun tut. Wie zum Beispiel:

«Der Computer des Opfers. Hier würde Ludwig ganz bestimmt fündig. Er setzte sich auf den Stuhl und seine faltigen Hände griffen sich Maus und Tastatur. “Passworteingabe”. Seufz.»

Anm. d. Red.: Während der Erzähler dies sagt, führt die Person vor der Kamera, die den Spielleiter per Knopf im Ohr hört, diese Handlung aus und deckt so neue Erkenntnisse auf.

Point and Click 2

Die Spielerinnen und Spieler können neben einigen Büroräumlichkeiten noch diverse andere Schauplätze besuchen, beispielsweise die Tiefgarage oder einen überfüllten Badestrand in Timbuktu. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Anm. d. Red.: Ein weit entfernter Schauplatz besteht aus offensichtlichen Gründen nicht mehr aus einem Kamera-Livebild, sondern aus einem eingespielten Video- oder Standbild. Ebenfalls können mittels eingeblendeten Standbildern diverse Gegenstände, etwa ein Aperture-Science-Poster oder ein Computerbildschirm, genauer begutachtet werden.

Liebe geht durch den Magen

Dass es keinen Weihnachtsevent ohne einen von cyon gesponserten Trank und Gaumenschmaus geben kann, ist natürlich auch in Pandemiezeiten keine Frage.

Liebe geht durch den Magen

Dank dem freundlichen und flexiblen Team von remotedinner.ch vom Bistro Kullt konnten fast alle cyon-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, bis auf einen zu nördlich angesiedelten Schwarzwälder sowie unseren italienischen Aussenkorrespondenten, im Verlaufe des Tages ein wunderbares Weihnachtsfresspäckchen inklusive Kochanleitung in Empfang nehmen. Die beiden Abgelegenen bekamen natürlich einen ordentlichen Batzen zur Selbstversorgung. Wir lassen auch im hintersten Winkel der Erde keine cyonistas verhungern. Das Bistro Kullt bietet bis zur nächsten Weihnacht übrigens auch Brunch und Catering an.

80 Minuten Pause. Zeit für das gemeinsame Abendessen mit den gelieferten Köstlichkeiten.

Anm. d. Red.: Für die Organisatoren ist das die Zeit für ein Rearrangement der Requisiten und eine kleine Verschnaufpause.

Das Verhörteam darf danach in die Rolle der Ermittlerinnen und Ermittler schlüpfen und umgekehrt, damit alle alles erlebt haben.

Il grande finale

5 ½ Stunden später finden sich noch immer alle 40 Polizistinnen und Polizisten konzentriert bei der Sache. Damit hält der Event auch gleich Einzug in die cyon-Chroniken als der bisher best- respektive längstbesuchte Event ever.

Konrad Kommissar berichtet von einem spektakulären Fluchtversuch der Tatperson, der lediglich durch die gewagte Zivilcourage eines Fussgängers und einem Liter Blueberry-Slushpuppy vereitelt werden konnte.

Eine schnaufende Tatperson mit blau verschmiertem Hemd, mit Handschellen an eine Verhörlampe gefesselt, referiert vor laufender Kamera über sämtliche Details ihres überaus genialen Mordkomplotts. Bevor sie am Ende unter irrem Doctor-Evil-Gelächter in silbernen Armreifen abgeführt wird.

Und nach einem 3-minütigen Abspann sind wir dann auch endlich angekommen am wohlverdienten …

Ende.  🎉

Soll Ludwig auch bei dir ermitteln?

Wir, die besagten vier Köpfe hinter dem Konzept und der Story, würden Ludwig gerne weiter ermitteln lassen. Völlig losgelöst von cyon, versteht sich. Vielleicht demnächst in deinem Zoom-Meeting? Schreibe uns eine E-Mail an mail@cyon.ch. Wir freuen uns.

Die technische Fussnote für Neugierige

Zoom – Die praktische Remote-App

Es liegt uns fern, Fremdwerbung zu machen, aber um unseren etwas mehr als 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen reibungslosen Abend bescheren zu können, hatte das Remote-Tool Zoom für uns gegenüber anderen, zum Beispiel Meet einen grossen Vorteil: Es nutzt die Ressourcen clientseitig, also auf dem Rechner der Benutzerinnen und Benutzer, statt zentral auf einem Server, was eine grosse Anzahl an Teilnehmenden ermöglicht, ohne dass die Latenz zunimmt.
Ausserdem verfügt Zoom über Breakout-Räume. Diese Funktion ist bei einem solchen Event zentral, um grosse Gruppen spontan in kleinere, isolierte Gruppen zu unterteilen, wie dies zum Beispiel bei den Spielen Ordnungshüter und Jeopardy nötig war. Ebenfalls unabdingbar sind eine effiziente Rechteverwaltung, eine gute Gruppen-Steuerung (Spotlight, Mute-All, etc.) und eine zuverlässige Aufnahmefunktion. All das liefert Zoom in der Pro-Version.

Das Verhör – wenig Technik, viel Improvisation

Ein Verhör ist technisch relativ leicht realisierbar. Eine Person, welche per z.B. Zoom «spotlighted» wird (damit der Fokus nicht immer auf den aktuellen Sprecher springt), versetzt sich in die Rolle aller verdächtigen Personen inklusive Volker Verhör. Die verdächtigen Personen unterscheiden sich in Stimme, Dialekt, Oberteil, Haare, Hut oder Brille voneinander. Dabei sollten nur einfache und multifunktionelle Utensilien verwendet werden, welche ausserhalb vom Kamerabild innert Sekunden gewechselt werden können. Das Verhör kann so von einer einzigen Person geleitet werden.

Das Verhör - wenig Technik, viel Improvisation.

OBS – Das zentrale Tool für Point-&-Click

Der Adventure-Teil war die grösste technische Hürde und stellte zugleich das eigentliche Herzstück des Abends dar.

Für die Umsetzung nutzten wir OBS Studio, eine kostenlose Open-Source-Applikation für Videoaufnahmen und Live-Streaming. Mithilfe dieses Tools realisierten wir unter anderem die folgenden drei Dinge:

  • Overlay von Bildern ins Videobild (für Kontrollfeld, Inventar und Hinweise)
  • Das Wechseln verschiedener «Scenes», die bei uns die jeweiligen Schauplätze repräsentierten. Eine Scene beinhaltete bei uns typischerweise ein Kamera- oder Standbild sowie die erwähnten Overlays und eine Hintergrundmusik.
  • Überblendungen bei Schauplatzwechseln
OBS - Das zentrale Tool für Point-and-Click.

Mehrere Bildschirme sind hier von grossem Vorteil.

Fürs richtige Point-&-Click-Feeling

Wer mit altbekannten Mechanismen à la «Benutze-Schlammsuppe-mit-Trompete» oder «Rede-mit-Plüschpantoffel» vertraut ist, kann sich vorstellen, wie viele Kombinationsmöglichkeiten in dieser nostalgischen Entdecker-Welt abgedeckt sein müssen. Eine Welt, in der alles untersucht und auf absurdeste Weise miteinander kombiniert werden kann, bedingt natürlich das Vorbereiten einer gigantischen Liste (Storyboard), in welcher (fast) alle diese Kombinationen textlich abgebildet sein sollten. Diese dient dem Spielleiter dann als wichtige Leitlinie und steigert, wenn gut vorbereitet, die Neugier, auch völlig unsinnige Kombinationen auszuprobieren. Oder aber der Spielleiter improvisiert richtig gerne.
Ein Muss für das richtige Look-and-Feel und den Nostalgiefaktor ist natürlich auch das typische Kontrollfeld für die Point-&-Click Steuerung, das wir uns hier von Indiana Jones and the Fate of Atlantis ausgeborgt hatten.

Die Handhabung der Kamera für Point-&-Click

Der vermeintlichen Einfachheit halber verwendeten wir lediglich eine Wireless-Kamera, die bei Schauplatzwechseln gleich vom Hauptakteur mitgenommen wurde. So musste nicht mit mehreren Kameras hantiert werden, was im Nachhinein per OBS aber keinen wirklichen Mehraufwand bedeutet hätte.
Als Kamera bot sich ein Smartphone auf einem Stativ an, das mittels einer App als Webcam genutzt werden konnte und das Bild per WiFi an den zentralen Computer streamte (für iOS z.B. EpocCam Pro, für Android DroidCam).

Während einer kurzen Schwarzblende, die der Spielleiter jeweils per OBS aktivierte, konnte dann einfach rasch das Kamerastativ von Hand umpositioniert werden. Markierungen am Boden halfen dabei, auch bei mehreren Wechseln wieder dieselbe Kameraposition zu finden.

Handy-Cam

Das war das cyon-Jahr 2020

Die zurückliegenden Monate waren eine Herausforderung für uns alle. Hätte Anfangs 2020 jemand behauptet, dass wir Wochen in Shutdowns verbringen, keine Hände mehr schütteln und unsere Freunde nicht mehr umarmen dürfen, sondern stattdessen Masken tragen und Abstand halten; wir hätten bloss gelacht und alles ins Reich der Märchen verbannt.

Das war das cyon-Jahr 2020.

Immerhin: Als Internet-Unternehmen haben wir das grosse Glück, von der Pandemie nicht direkt betroffen zu sein. Auch die Arbeit von Zuhause, oder von irgendeinem Ort der Welt, war für uns nicht wirklich Neuland. Für uns cyonistas ist es bereits seit Jahren selbstverständlich, selber einteilen zu können, wann und wo wir arbeiten möchten – zumindest, wo es die Situation zulässt. Rein technisch also war alles im grünen Bereich. Nur organisatorisch mussten wir uns im ersten Moment noch etwas finden, wenn plötzlich von einem Tag auf den anderen alles zu hundert Prozent aus den Home-Offices funktionieren sollte. Dass das aber selbst von Italien aus kein Problem war, zeigte unser Oliver Jäggin in einem Blogbeitrag mit seinen fünf Tipps für das Leben und Arbeiten im italienischen Homeoffice während des Lockdowns.

Let’s meet & chat

Doch trotz aller Widrigkeiten, die das Jahr mit sich gebracht hat: Auch 2020 haben wir wieder vieles bewegt, um das Internet zu einem besseren Ort zu machen.

So haben wir unter dem Eindruck des ersten Lockdowns im Frühling bereits ziemlich früh «Meet», unser kostenloses Online-Meeting-Tool, lanciert. Einen Monat später haben wir die Möglichkeiten erweitert, wie du mit unseren Supportmitarbeitenden in Kontakt treten kannst. Seither steht dir neben den Klassikern Telefon und E-Mail neu auch der Chat für deine Fragen zu cyon und unseren Dienstleistungen zur Verfügung.

Vernetzen und zahlen

Und auch unsere Peerings, also die Verbindungen mit anderen Dienste-Providern, haben wir im Frühling nochmals ordentlich aufgepeppt und damit für noch mehr Speed beim Zugriff auf unsere Server – und damit Dein Webhosting – gesorgt.

Der Sommer stand im Zeichen der neuen QR-Rechnung, die wir im Herbst dann als spezielle cyon-Hybrid-Version eingeführt hatten. Und ja, eBill bleibt auf unserer Roadmap präsent – auch wenn es aus technischen Gründen leider noch dauern kann, bis wir das umsetzen können.

3 Buchstaben, ein neues Supportcenter und neue Filter

Im Herbst launchten wir mit «npm» eine technische Neuerung, auf die viele bereits gewartet haben. Der Paketmanager für die JavaScript-Laufzeitumgebung Node.js lässt die Herzen vieler Webentwickler*innen höher schlagen. Mit den rund 1,4 Millionen zur Verfügung stehenden Modulen lässt sich das eine oder andere spannende Entwicklungs-Projekt umsetzen, wie wir auch in unserem Blog aufzeigen.

Einen Relaunch erlebte auch unser Supportcenter, mit dem du nun noch schneller Antworten auf deine Fragen findest und unser neuer Spamfilter, der, nicht zuletzt durch AI und Vernetzung unserer Mailserver-Instanzen, für noch mehr Treffgenauigkeit sorgt.

cyon bleibt jung und in der Schweiz

Aber auch hinter den Kulissen waren wir fleissig. So konnten wir unsere beiden Lehrstellen für den Herbst des kommenden Jahres bereits mit je einer top-motivierten Schulabgängerin und einem Schulabgänger besetzen und waren Launch-Partner des Qualitätssiegels «swiss hosting».

Und last but not least: Natürlich haben wir im vergangenen Jahr schon an Einigem gearbeitet, das wir dir 2021 mit Stolz präsentieren werden. Dinge, auf die du uns schon länger immer wieder angesprochen hast. Oder Verbesserungen, mit der wir dich garantiert überraschen werden. Aber mehr darf ich an dieser Stelle noch nicht verraten.

In 2020…

  • fanden 5,8 Petabyte Daten ihren Weg durch unser Netzwerk. Das entspricht fast 8,3 Millionen CDs. Das ist für mich, der früher noch Daten auf Tonband-Kassetten gespeichert hat, doch eine ganze Menge…
  • meldete sich alle 6 Sekunden jemand am cyon-Webmail an, insgesamt sind das rund 5’000’000 Logins. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein sattes Plus von 1940 Logins pro Stunde,
  • empfingen unsere Mailserver pro Sekunde 16,1 E-Mails und verschickten gleichzeitig 17,9 E-Mails. Insgesamt zählten wir dabei 360’000’000 Verbindungen von E-Mail-Programmen unserer Kundinnen und Kunden zu unseren Mailservern, also ganze 12 pro Sekunde,
  • haben unsere Spezialistinnen und Spezialisten 55’150 Support-E-Mails beantwortet, sind unseren Kundinnen und Kunden 1’925 Stunden telefonisch zur Seite gestanden und haben 3’430 Mal gewohnt charmant per Chat auf Anfragen reagiert,
  • haben sich unsere Kundinnen und Kunden dort Hilfe geholt, wo es am schnellsten geht: Im Supportcenter. Rund 570’000 Besuche haben sie den inzwischen 440 verschiedenen Supportartikeln abgestattet und dort hoffentlich eine Antwort auf die brennenden Fragen gefunden,
  • ist cyon in weiteren sieben Ländern bekannt. Damit zählen nun Kundinnen und Kunden aus insgesamt 119 Ländern weltweit auf unsere Dienstleistungen.

Danke

Alles was wir tun, tun wir täglich mit viel Freude. Aber das können wir nur mit deiner Unterstützung tun. Deshalb gilt unser Dank auch in diesem Jahr ganz dir. Wir freuen uns über deine Treue und setzen auch in 2021 alles daran, dir die besten Produkte und die beste Betreuung zu bieten.

Wir wünschen dir und deinen Liebsten trotz aller Widrigkeiten frohe Festtage und einen tollen Start ins neue Jahr.

Domain Privacy: Neu auch bei .ch immer dabei

Pünktlich zum Jahreswechsel tritt in der Schweiz am 1. Januar 2021 die revidierte «Verordnung über Internet-Domains» (VID) in Kraft. Die augenfälligste Änderung betrifft den Schutz der persönlichen Daten von Inhaber*innen von .ch-Domains: Deren Adressen werden nicht mehr im öffentlichen, sogenannten Whois veröffentlicht und sind damit vor neugierigen Blicken geschützt. Ausserdem: Die Zonendatei, die alle aktiven .ch-Domains sowie deren Nameserver enthält, wird neu öffentlich zugänglich gemacht.

Domain Privacy: Neu auch bei .ch immer dabei.

Die DSGVO als Startschuss in 2018

Bis im Jahr 2018 war das Whois quasi das öffentliche Telefonbuch des Internets. Wer wissen wollte, wem ein bestimmter Domainname gehört, warf einen Blick ins Whois. Dort waren nicht nur fein säuberlich die Kontaktdaten von Domainhaberinnen und Domaininhabern – teils sogar mit Adresse, Telefonnummer und E-Mail – aufgelistet, sondern bei vielen Domainendungen auch gleich die Daten weiterer Involvierter, etwa dem Rechnungs- oder administrativen Kontakt.

Mit der Einführung der Datenschutzgrundverordnung DSGVO in der EU im Jahr 2018 änderte sich der Umgang mit diesen Personendaten. Bei länderspezifischen Domainendungen von Ländern aus dem EU-Raum, aber auch bei generischen Top-Level-Domains wie .com, .net oder .info, .app oder .swiss mussten die Betreiber der Domainendungen die persönlichen Daten aus den öffentlich zugänglichen Whois-Daten entfernen, um der Verordnung und damit auch dem Schutz persönlicher Daten zu entsprechen.

Nur in der Schweiz blieb alles beim Alten. Der Grund lag in der bisherigen «Verordnung über Internet-Domains», die explizit vorschrieb, dass die entsprechenden Personendaten im öffentlichen Whois für .ch-Domainnamen veröffentlicht werden müssten. Allerdings, und das sei an dieser Stelle auch vermerkt, wurde in der Schweiz «lediglich» die postalische Adresse des Inhabers oder der Inhaberin veröffentlicht, nicht aber deren Telefonnummer oder E-Mail-Adresse.

Mehr Datenschutz jetzt auch für .ch-Domaininhaber

Mit dem Inkrafttreten der revidierten «Verordnung über Internet-Domains» per 1. Januar 2021 ändert sich das nun auch in der Schweiz und die Angaben zur Inhaberin oder zum Inhaber einer .ch-Domain werden im öffentlichen Whois nicht mehr sichtbar sein. Gemäss Artikel 46 der revidierten Verordnung sind neu noch die folgenden Angaben enthalten:

  • Bezeichnung des zugeteilten Domainnamens und entsprechender ACE- String;
  • bei aktivierten Domainnamen: die Daten der zugeteilten Namensserver;
  • die Angabe, ob ein Domainname durch das DNSSEC-System gesichert ist;
  • Datum der ersten Zuteilung des Domainnamens;
  • Name, Adresse und Kontaktdaten des Registrars, der im Auftrag der Halterin oder des Halters des betroffenen Domainnamens handelt.

Wie das künftig bei der Abfrage von Informationen zu einer Domain aussehen könnte, zeigt der nachfolgende Screenshot, den uns Switch als Betreiberin der .ch-Registry und damit des Whois-Dienstes für .ch-Domains, bereits vorab zur Verfügung stellen konnte. Ausser der Daten zum Registrar sind darin, wie das Beispiel zeigt, keinerlei Adressdaten mehr zu finden.

Und was ist mit all den Domain-Anonymisierungsdiensten?

Egal, ob sie «Whois-Privacy», «Whois-Guard», «Domain-Privacy» oder sonstwie heissen: Spätestens mit dem Inkrafttreten der neuen VID sind diese Dienste, deren einziges Ziel es war, gegen Entgelt persönliche Daten von Domaininhaberinnen und -inhabern zu verschleiern, gänzlich überflüssig geworden. Das Geld dafür lässt sich sparen – oder in ein leistungsfähigeres Webhosting investieren.

Zonendatei für alle

Eine weitere Neuerung betrifft die sogenannte Zonendatei, die künftig frei zugänglich ist. Darin enthalten sind alle aktiven .ch-Domainnamen, zusammen mit den zugehörigen Nameservern. Nicht aktive Domains, also solche, bei denen keine Nameserver hinterlegt wurden, sind hingegen nicht in der Datei enthalten. Die Zonendatei stellt Switch ab Januar regelmässig aktualisiert für Jedermann zum Download zur Verfügung.

PHP 8: Die neueste Major-Version ist da

Im Juni 2020 wurde PHP 25 Jahre alt. Am 08.06.1995 präsentierte PHP-Erfinder Rasmus Lerdorf erstmals seine «Personal Home Page Tools (PHP Tools)» in einer Newsgroup. 2020 markierte bisher aber nicht nur das 25-jährige Jubiläum, sondern hat nun auch für die neueste Major-Version der beliebten Skriptsprache gesorgt.

PHP 8: Die neueste Major-Version ist da

Wir stellen Dir die neuen Features von PHP 8 vor, die wir besonders interessant finden.

Killerfeature JIT?

Als absoluter Star unter den Neuerungen von PHP 8 gilt die Einführung von JIT. JIT steht für «Just-in-Time». Genauer ist damit der sogenannte Just-in-Time-Compiler gemeint. Just-in-Time-Compiler? Wir erklären’s.

Ein JIT-Compiler kommt höchstwahrscheinlich gerade jetzt zum Einsatz, wenn Du diesen Beitrag liest. JIT-Compiler sind nämlich in allen gängigen Browsern eingebaut, um die Ausführungsgeschwindigkeit von JavaScript zu erhöhen. Was für schnelle JavaScript-Ausführung sorgt, kannst Du jetzt auch mit PHP nutzen.

Bisher: Übersetzer und Caching

PHP ist eine Skriptsprache, wird also von einem Interpreter in maschinenlesbaren Code übersetzt, damit der Server die Anweisungen umsetzen kann. Das geschieht in den meisten Fällen Zeile für Zeile, während eine PHP-Datei aufgerufen wird. Und weil PHP quasi bei jedem neuen Aufruf einer Datei bei Null anfängt, ist das ziemlich zeitaufwendig.

Damit immer wieder gleiche Aufrufe nicht jedes Mal neu berechnet werden müssen, gibt es seit einigen Versionen den OPCache. OPCache legt häufig aufgerufene Code-Teile als sogenannten OPCode (in anderen Sprachen als Bytecode bekannt) im Zwischenspeicher ab, den die Zend-VM danach direkt in Maschinencode umwandelt, der wiederum von der CPU (Prozessor) ausgeführt wird.

Neu: Heisser Code, direkt kompiliert

Im Gegensatz zu Skriptsprachen wie PHP oder JavaScript stehen Sprachen wie Java, C oder Rust. In diesen Sprachen wird der Programmcode komplett kompiliert, also in Maschinencode übersetzt, bevor das entsprechende Programm ausgeführt werden kann. Würde das bei PHP ebenfalls passieren, müsste am Beispiel einer Website bei jeder Änderung die komplette Website neu kompiliert werden.

In den meisten Fällen ist das natürlich nicht sinnvoll, weil damit die Dynamik der Scriptsprache verloren geht. Und hier setzt JIT an: Der JIT-Compiler prüft konstant, welche Programmteile ausgeführt werden. Erkennt der Compiler Stellen, die immer wieder ausgeführt werden und sich dabei nicht verändern, markiert er diese als «heiss» und legt sie als Maschinencode ab. Bei der nächsten Ausführung muss der Code damit nicht mehr interpretiert werden, was einen enormen Geschwindigkeitsgewinn bringt.

Doch Achtung: Im Vergleich zu PHP 7.4 sind mit PHP 8.0 und JIT bei Web-Applikationen keine Quantensprünge zu erwarten. Dazu sind bei den meisten Web-Applikationen die rechenintensiven Operationen schlichtweg vernachlässigbar klein.

Hingegen macht JIT PHP neu auch für Anwendungen attraktiv, für welche die Entwickler*innengemeinde die Sprache bisher links liegen liess: Machine-Learning, Grafik-Rendering oder Datenanalyse, um nur einige zu nennen. Nicht zuletzt legt JIT auch die Basis für PHP-Erweiterungen, die selbst in PHP geschrieben sind. Bisher musste man dazu auf C als Programmiersprache zurückgreifen, um performante Erweiterungen zu schreiben. Das PHP-Ökosystem werden diese Neuerungen bestimmt weiterbringen.

Kontrovers: Attributes

Eine der Neuerungen, die für kontroverse Diskussionen in der PHP-Community gesorgt hat, sind Attributes. In vielen anderen Sprachen als Annotations bekannt, machen es Attributes möglich, Meta-Daten in einer strukturierten Form mitzugeben. Bis anhin musstest Du dir mit Docblocks behelfen, um Meta-Daten zu hinterlegen. Dass Attributes eine gute Sache sind, darüber ist sich die PHP-Community einig. Für Kontroversen hat viel mehr die Wahl der Syntax gesorgt, die zudem nachträglich wegen Inkompatibilitäten nochmals geändert werden musste.

#[ExampleAttribute]
class Foo
{
    #[ExampleAttribute]
    public const FOO = 'foo';
 
    #[ExampleAttribute]
    public $x;
 
    #[ExampleAttribute]
    public function foo(#[ExampleAttribute] $bar) { }
}

Constructor property promotion

Mit PHP 8 kannst Du die Klassendefinition und den Konstruktor für Wert- oder Datentransferobjekte nun auch kombinieren. Anstatt:

class Money 
{
    public Currency $currency;
 
    public int $amount;
 
    public function __construct(
        Currency $currency,
        int $amount,
    ) {
        $this->currency = $currency;
        $this->amount = $amount;
    }
}

kannst Du neu folgenden Code nutzen:

class Money 
{
    public function __construct(
        public Currency $currency,
        public int $amount,
    ) {}
}

Für die neue Syntax gibt es viele Variationen. Ein genauerer Blick auf den RFC lohnt sich: PHP RFC: Constructor Property Promotion

Neuer Return-Type: static

Bisher konntest Du self als Return-Type verwenden. Neu kannst Du z.B. bei einer Fabrikmethode korrekt static als Return-Type angeben. Das verleiht der Sprache noch ein kleines Stückchen mehr Typsicherheit.

class Test {
    public function createFromWhatever($whatever): static {
        return new static($whatever);
    }
}

::class auf Objekten

Eine kleine, aber feine Neuerung, wie wir finden: Mit PHP 8 kannst Du ::class auch auf Objekte anwenden, anstatt dafür get_class() nutzen zu müssen.

$object = new stdClass;
var_dump($object::class); // "stdClass"

Abschliessendes Komma in Parameterlisten

Abschliessende Kommas sind seit PHP 7.3 bereits für Methoden- und Funktionsaufrufe erlaubt. Mit PHP 8 ist nun auch in Parameterlisten dieses «Trailing Comma» valide. Fazit unseres Software-Engineering-Teams: 🎉

Vorher:

class Uri {
    private function __construct(
        ?string $scheme,
        ?string $user,
        ?string $pass,
        ?string $host,
        ?int $port,
        string $path,
        ?string $query,
        ?string $fragment // <-- 😠
    ) {
        ...
    }
}

Nachher:

class Uri {
    private function __construct(
        ?string $scheme,
        ?string $user,
        ?string $pass,
        ?string $host,
        ?int $port,
        string $path,
        ?string $query,
        ?string $fragment, // <-- 🎉
    ) {
        ...
    }
}

Neue Major-Version, einige Breaking Changes

PHP 8 ist eine neue Major-Version. Das bedeutet, dass einige Änderungen enthalten sind, die mit älterem Code nicht mehr kompatibel sind. Viele der Änderungen sind bereits seit einer der Minor-Versionen von PHP 7 als veraltet markiert, weshalb Du mit dem Wechsel auf PHP 8 generell keine Probleme haben solltest, wenn Du mit den Anpassungen in den vergangenen Versionen vertraut bist. Eine Liste mit allen Breaking Changes findest Du wie gehabt auf der Upgrade-Seite der PHP Group.

Ganz viele neue Features

Neben den erwähnten neuen Funktionen bietet PHP 8 noch eine ganze Menge an weiteren Neuerungen. Im Blog des Entwicklers Brent Roose findest Du eine tolle Übersicht zu allen Änderungen in PHP 8.

PHP 8.0 jetzt bei cyon verfügbar

Du kannst PHP 8.0 ab sofort auf Deinem Webhosting, Agencyserver oder Speedserver nutzen. Die neueste PHP-Version aktivierst Du, wie alle anderen verfügbaren PHP-Versionen, bequem in Deinem my.cyon-Konto. Eine Anleitung dazu findest Du in unserem Supportcenter: PHP-Versionsmanager